• Von: Frank Bräuninger mehr
  • An: Gemeindeverwaltung Kirchberg an der Jagst, ...
  • Region: Region Hohenloher Ebene
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 518 Unterstützer
     Sammelziel erreicht

Teilflächennutzungsplan Windparks Brettach / Jagst – Stärkere Bürgereinbindung

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WAS IST GEPLANT:
RIESEN-WINDKRAFTANLAGEN IN DER NÄHE UNSERER WOHNGEBIETE

Die Gemeindeverwaltung Kirchberg an der Jagst will in seinem Teilflächennutzungsplan Flächen für einen Windpark bei Kirchberg festschreiben. Die Einspruchsfrist endet am 17.02.2014.
Die Teilflächengenehmigung bildet die Grundlage, für den Bau von bis zu 8 neuen großen Windkraftanlagen. Detaillierte Informationen zu den neuen Windrädern liegen nur eingeschränkt vor. Es wird von Anlagen mit einer Gesamthöhe von 200m gesprochen (140m Nabenhöhe und 120 m Rotorblattdurchmesser).
Die Flächen befinden sich auf Anhöhen und sind zum Teil nur 1000 Meter von den Wohngebieten und den dort lebenden Menschen entfernt. Weiterhin liegen diese in einem zu schützenden Wälder und Seengebiet mit einer artenreichen Flora und Fauna.
Das Genehmigungsverfahren läuft in Schritten ab, die es den Bürgerinnen und Bürgern nicht ermöglichen, sich ein Bild von den geplanten WKAs zu machen um damit die tatsächlichen Auswirkungen abzuschätzen. In den späteren Genehmigungsverfahren für die Windkraftanlagen ist daher zu befürchten, dass von Seiten der Behörden, unter wirtschaftlichen Interessen, vollendete Tatsachen geschaffen werden (s. bestehende WKAs) und relevante Hinderungsgründe im Zuge von Nachgenehmigungen beseitigt werden.

ICH MEINE, HIER WURDEN DIE BÜRGERINNEN UND BÜRGER ZU WENIG EINGEBUNDEN!

DAHER FORDERE ICH:
Die Beplanung der Flächennutzung wird erneut unter Einbindung der Öffentlichkeit, insbesondere der betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in den angrenzenden Wohngebieten wiederholt.
Alle offenen Punkte, wie Auswirkungen auf Mensch, Flora und Fauna sind fundiert zu belegen. Die Flächennutzung ist mit Auflagen wie beispielsweise Rückbaumaßnahmen und max. Höhen der WKAs zu begrenzen. Diese Werte sind in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung festzulegen. Sämtliche Finanzierungskonzepte der Betreibergesellschaften tragen diesen Auflagen Rechnung.
Weiterhin fordere ich, die Flächennutzungsplanungen und die WKA Planungen in Verbindung zu bringen, um hier einen ganzheitlichen Eindruck der Auswirkungen zu vermitteln, als Basis für ein Einspruchsverfahren.

KLAR IST ABER AUCH:
ENERGIEWENDE JA- ABER NICHT AUF DEM RÜCKEN DER MENSCHEN

Das Projekt der Energiewende wird von den meisten Bürgern unterstützt.
Auch von mir. Natürlich entstehen dadurch auch verschiedenste Belastungen. Wo immer möglich müssen diese aber, in Abstimmung mit den Anwohnern, so gering wie möglich gehalten werden! Ökologie bedeutet nicht nur den Ausbau der regenerativen Energien ohne Rücksicht auf die Gesamtökobilanz und auf den Schutz von Natur und Umwelt.

DIE ENERGIEWENDE DARF KEIN VORWAND SEIN, UM AUS IMMER GRÖSSER WERDENDEN WINDKRAFTANLAGEN IMMER GRÖSSERES KAPITAL ZU SCHLAGEN.

DESHALB: UNTERSCHREIBEN AUCH SIE DIESEN AUFRUF!

Je mehr Hohenloher Bürger und Bürgerinnen unsere Forderungen unterstützen, desto größer die Chance, dass sie in den Rathäusern gehört werden.

HELFEN SIE MIT!

Begründung:

DAS DROHT DEN ANWOHNERN:

Es wird mit einer WKA-Kulisse von ca.1 km Länge massiv in das Landschaftsbild eingegriffen. Durch die Höhenlage und die abfallende Topografie nach Lendsiedel und Dörrmenz wird die bedrängende Wirkung noch verstärkt.
Die Hauptwindrichtung aus SW und W verursacht erhebliche Schallimmissionen. Bereits jetzt besteht über längere Zeiträume hinweg erhebliche Vorbelastungen durch die bestehenden WKAs, die Autobahn, die durch den geplanten 6-spurigen Ausbau noch verstärkt wird. Hinzu kommt nun noch die Lärmbelästigung durch die deutlich größeren WKAs.
Die hauptsächlich wirksame Sonneneinstrahlung aus Richtung S und SW verursacht Schattenwurf und Discoeffekt bis in die Siedlungen hinein. Die optische Belastung durch Befeuerung bei Nacht ist erheblich (Lichtverschmutzung).


DAS DROHT DER FLORA UND FAUNA:

Es bestehen vielfältige Landschaftselemente und eine entsprechend vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Besonders wertvoll sind die Bereiche Lendsiedler See mit Austauschkorridor zum Birkenlehle sowie das Umfeld des Dörrmenzer Sees. Hier wurden festgestellt: Sammelplatz für Rotmilane, Kiebitze.und sonstige div.Vogelarten wie Graureiher, Silberreiher sowie Fledermäuse.
Schattenwurf und Discoeffekt sowie die Nachtbefeuerung stören die Tierwelt erheblich, es ist mit Abwanderungen zu rechnen. Vögel und Fledermäuse sind im Bereich der WKA extrem gefährdet.
Außerdem sind zu beachten die Feucht- und Nasswiesenflora sowie die älteren Eichenbestände in den Wäldchen (evtl. Horstbäume).
Die Lage im regionalen Grünzug (Korridore, die von Bebauung freizuhalten sind) wird unterbewertet. Der GVV drängt auf eine Ausnahmegenehmigung, die aber im Moment vom Regionalverband nicht befürwortet wird.


DAS DROHT DER REGION HOHENLOHE:

Hohenlohe spielt für die Landesregierung eine Schlüsselrolle bei der Gewinnung von Energie durch Windkraft. Im Kreis Schwäbisch Hall als zentralem Kreis in der Hohenloher Ebene könnten bis zu 600 Windkraftwerke stehen. So sollen ca. 100 Quadratkilometer Fläche für die Nutzung von WKAs bereitgestellt werden. Das typische Kennzeichen der Hohenloher Gegend, die Ebene wird von hunderten WKAs übersät. Die Natur und Kulturlandschaft Hohenloher Ebene wird in Ihrem Erscheinungsbild maßgeblich beeinträchtigt. Die Naherholungsgebiete, sowie der Tourismus werden erheblich darunter leiden. Hohenlohe soll keine zwei Nordsee werden, mit dem Unterschied, dass hier auch noch Menschen leben.

DAS MÖCHTE ICH VERHINDERN!
DAZU BENÖTIGE ICH IHRE UNTERSTÜTZUNG!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kirchberg an der Jagst, 09.02.2014 (aktiv bis 08.03.2014)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer, leider gilt es auch schlechte Nachrichten zu kommunizieren. Die Mehrheit des Gemeinderates hat in der letzten Sitzung gegen meinen Antrag, die ausgewiesenen Flächen erneut zu diskutieren und damit zu ...

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