Das Helios Klinikum in Berlin Buch schafft die physiomotorische Förderung im Wasser für Kinder mit Entwicklungsstörungen nach den Berliner Sommerferien ab. Das Schwimmen fand bisher in der Marianne Buggenhangen Schule für Körperbehinderte in Berlin Buch statt. Somit ist auch das Schulamt Berlin Pankow involviert.

Die physiomotorische Förderung im Wasser hilft Kindern mit Entwicklungsstörung von Geburt an ihre Fähigkeiten zu verbessern und motorisch, sowie sozial am Leben teilhaben zu können.

Sie glauben uns nicht? Schauen wir doch, was das Helios Klinikum Berlin Buch in der Patienteninformation schreibt:

  • „Das Element Wasser bietet als therapeutisches Medium durch seine Besonderheiten eine große Vielfalt an Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen.“ …

  • „So werden Gleichgewichtsreaktion und Koordinationsfähigkeit positiv beeinflusst und verbessert. Die Sinnesorgane werden sensibilisiert, die Gelenke entlastet und die Muskulatur gekräftigt“ …

  • „Die Therapie ist als bewegungsorientierte Entwicklungsförderung zu sehen. Es werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, speziellen Problemen des Gleichgewichtsvermögens, der Gesamtkörperkoordination, der Muskulatur sowie sozial-emotionalen Problemen betreut.“

  • „Die Kinder lernen ihr Bewegungsrepertoire zu erweitern und ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.“

  • „[…] auch die seelische Entwicklung der kleinen Patienten positiv zu unterstützen.“

Mehr muss dazu nicht gesagt werden!

Wir fordern die Beibehaltung der physiomotorischen Förderung im Wasser für Kinder mit Entwicklungsstörungen!

Begründung

Die Abschaffung der physiomotorischen Förderung im Wasser ist für und als betroffene Eltern nicht hinnehmbar. Wir kämpfen jeden Tag dafür, dass unsere Kinder am normalen Leben teilhaben können. Sei es, dass die Kinder das Krabbeln erlernen, laufen können oder überhaupt sozial in Interaktion treten.

Es ist für uns unverständlich, therapeutische Maßnahmen für Kinder, die nicht in Lage sind, altersangemessen am normalen Leben teilzuhaben einfach zu streichen. Erwachsene sind ggf. in der Lage sich eine andere Therapiestelle zu suchen, Kinder sind das nicht. Zudem sind viele Eltern durch den besonderen Förderbedarf ihre Kinder standortgebunden. Ein Ausweichen auf eine andere Therapieeinrichtung ist schlicht nicht möglich.

Wir befürchten, dass unsere Kinder durch das Wegfallen der physiomotorischen Förderung im Wasser einen Rückschritt in ihrer Entwicklung machen. Diese Rückschritte lägen folglich in der Verantwortung des Helios-Klinikums und des Schulamts Pankow.

Unser eigener Sohn Jonathan verbrachte sein erstes Lebensjahr auf dem Rücken liegend. Alleine an das Rollen war nicht zu denken. Erst durch den Erfolg der Förderung im Wasser, gelang es ihm langsam Kraft und Vertrauen in seinen Körper zu gewinnen. Bald hat er seinen zweiten Geburtstag. Inzwischen läuft er an zwei Händen und steht alleine an Gegenständen auf. Seine Entwicklung ist für uns das Wichtigste. Aus Gesprächen mit anderen Eltern könnte ich noch weitere ähnliche oder schlimmere Beispiele aufzählen. Dafür wären jedoch mehr als 5.000 Zeichen notwendig.

So bleibt nur die Bitte: Unterstützen Sie die Kinder mit Entwicklungsstörungen, indem Sie für diese Petition stimmen. Unsere Kleinen brauchen uns, da sie noch nicht selber für sich sprechen können.

Vielen Dank.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Patricia Verkoyen aus Werneuchen
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Neuigkeiten

  • An die Zeichner der Petition,

    gestern erhielten wir eine Antwort des Helios Klinikums. Die Schwimmhalle in der Marianne Buggenhagen Schule steht zur Zeit wegen Umbaumaßnahmen nicht zur Verfügung. Ein Ausweichen auf eine andere Schwimmhalle ist nicht möglich.

    Sobald die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind, wird das Therapieschwimmen wieder angeboten.

    Wir danken der Geschäftsführung des Helios Klinikums für das schnelle Eingehen auf unser Anliegen.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Sehr geehrte Frau Verkoyen,sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern, wir bedauern ebenso, dass das Therapiebecken der Marianne-Buggenhagen-Schule uns seitens des Bezirks übergangsweise nicht zur Verfügung steht. Der Hintergrund sind notwendige Instandsetzungsmaßnahmen, die nicht aufgeschoben werden können. Ein alternatives Therapiebecken gibt es für uns leider nicht. Sobald wir das Becken wieder nutzen dürfen, werden wir umgehend vom Bezirksamt informiert. Dann werden wir die Wassertherapie wieder über unser Sozialpädiatrisches Zentrum anbieten können. Viele Grüße Dr. Sebastian Heumüller