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Petition in Zeichnung
am 04.08.2026Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir möchten Sie über den aktuellen Stand informieren – und wir sagen ganz offen: Wir sind verärgert.
Nicht, weil wir eine andere Meinung vertreten als die Stadt. Sondern weil sich die Situation für die Anwohner seit Monaten verschärft und trotzdem keine konkreten Schutzmaßnahmen erfolgen.Seit der Sperrung der B10 in Ulm wird unsere Wohnstraße in den Hauptverkehrszeiten regelmäßig als Ausweichstrecke genutzt. Der Lärm hat massiv zugenommen, die Belastung für Anwohner, Schulkinder, ältere Menschen und Radfahrer ist offensichtlich. Diese Situation wird voraussichtlich noch mehrere Jahre andauern.
Trotzdem wird immer weiter vertagt.
Nach einer Verkehrsschau außerhalb der Hauptverkehrszeiten am 12.03.26 um 11.00 Uhr, einer mehrmonatigen Smiley-Messung (25.02.-08.05.26) und zahlreichen Nachfragen wird die Situation bis heute im Wesentlichen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h bewertet. Eine detaillierte Auswertung soll nun erst nach einer weiteren Messung im Herbst erfolgen.
Für uns ist das nicht nachvollziehbar. Ein Durchschnittswert sagt nichts darüber aus, was sich morgens und nachmittags tatsächlich auf unserer Straße abspielt. Er sagt nichts über die Fahrzeugmengen, nichts über die Lärmbelastung und nichts über die Gefährdung während der Hauptverkehrszeiten.
Ebenso wenig können wir nachvollziehen, dass der Bürgermeister erklärt, ihm seien keine zahlreichen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft bekannt. Unsere Petition wird inzwischen von über 300 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Darüber hinaus haben sich nach unserer Kenntnis mehrere Anwohner direkt an die Stadt gewandt.Für uns entsteht deshalb der Eindruck, dass das Problem nicht gelöst, sondern immer weiter in die Zukunft verschoben wird.
Wir akzeptieren nicht, dass die Anwohner einer nachweislich stark belasteten Wohnstraße immer wieder vertröstet werden, während andernorts Tempo-30-Regelungen längst zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt wurden.Wir werden deshalb weiter Öffentlichkeit herstellen, Transparenz einfordern und uns mit Nachdruck für wirksame Schutzmaßnahmen einsetzen.
Vielen Dank, dass Sie uns auf diesem Weg unterstützen. Ihre Unterstützung zeigt, dass dieses Anliegen nicht das einer Einzelperson ist, sondern das von vielen Bürgerinnen und Bürgern.Wer Verantwortung trägt, muss nicht nur messen und prüfen – sondern auch handeln. Genau dieses Handeln vermissen wir seit Monaten.
Viele Grüße
Bürgerinitiative Mähringer Straße -
„Wer ein Problem lösen will, findet einen Weg. Wer es nicht lösen will, findet eine Ausrede.“
Liebe Petentinnen und Petenten,
zunächst ein herzliches Danke an Euch. Für Eure Unterstützung. Ohne Euch wäre dieses Anliegen längst im Verwaltungsalltag untergegangen.
Eine wichtige Information vorweg: Wir werden die Petition verlängern.
Der zunehmende Gegenwind, langwierige Abläufe und das fortlaufende Verweisen auf Zuständigkeiten führen dazu, dass sich unser Anliegen weiter in die Länge zieht. Gerade deshalb ist es entscheidend, sichtbar zu bleiben und geschlossen zu zeigen: Unser Engagement besteht weiter. Aktuell stehen knapp 300 Petenten hinter diesem Anliegen – ein starkes und legitimes Signal aus der Bürgerschaft.
Ein zentraler Punkt war die Gemeinderatssitzung vom 27.01.2026. Dort wurde ein unterstützender Antrag von Bündnis 90/Die Grünen eingebracht, für den wir uns ausdrücklich bedanken möchten. Inhaltlich sah dieser Antrag konkrete Sofortmaßnahmen, eine ernsthafte Neubewertung der Gefahrenlage sowie eine klare Unterstützung verkehrsberuhigender Maßnahmen – insbesondere im Hinblick auf Tempo 30 – vor. Dieser Antrag hätte unser Anliegen in wesentlichen Punkten gestärkt. Alle übrigen Fraktionen haben diesen Antrag abgelehnt!
Dabei ist wichtig zu betonen: Auch wenn die verkehrsrechtliche Zuständigkeit formal beim Landratsamt liegt, kann der Gemeinderat gemäß § 24 GemO sehr wohl Anregungen und politische Positionen beschließen und an die zuständige Behörde weiterleiten. Eine fehlende unmittelbare Zuständigkeit bedeutet also nicht, dass die Unterstützung der eigenen Bürgerschaft ausgeschlossen ist. Der Gemeinderat ist die kommunale Vertretungskörperschaft – und damit die gewählte Stimme der Bürgerinnen und Bürger.
Vor diesem Hintergrund ist die Situation für viele von uns schwer nachvollziehbar. Knapp 300 engagierte Petenten haben ihr Anliegen sachlich vorgetragen, dennoch blieb eine breite politische Unterstützung aus. Viele empfinden dies als ernüchternd und als mangelnde Rückendeckung für bürgerschaftliches Engagement. Um die Beweggründe besser zu verstehen, wurden einzelne Gemeinderatsmitglieder angeschrieben – bislang ohne Rückmeldungen.
Am 05.02.2026 fand die angekündigte Vor-Ort-Begehung statt. Teilgenommen haben Bürgermeister Menz, zwei Vertreterinnen der Stadtverwaltung sowie Katja Schneider und ich (Sabine Rudolph) als Vertreterinnen der Petition. Die Begehung dauerte rund eine Stunde.
Unsere Vorschläge wurden klar eingebracht:
alternierende Parkstreifen zur Verkehrsberuhigung (kein Wegfall von Parkplätzen), Tempo 30 sowie bauliche Maßnahmen an besonders kritischen Stellen. Ohne erkennbare Zugeständnisse und trotz der geschilderten Gefahrenpunkte blieb der Gesamteindruck der Begehung insgesamt ernüchternd. Aus unserer Perspektive entsteht zunehmend der Eindruck, dass derzeit – mit Ausnahme des Antrags von Bündnis 90/Die Grünen – keine tatsächliche Verbesserung aktiv angestrebt wird und der Fokus stark auf dem Verkehrsfluss liegt.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Entfernung von Parkplätzen zur Erhöhung des Verkehrsflusses thematisiert. Dazu positionieren wir uns klar:
Das unterstützen wir nicht. Unser Konzept setzt bewusst auf alternierende Parkflächen zur natürlichen Verkehrsberuhigung. Ein beschleunigter Verkehrsfluss würde erfahrungsgemäß zusätzlichen Ausweichverkehr anziehen und die Belastung weiter verschärfen.
Neben der unveränderten Gefahrenlage bleibt auch die erhebliche Lärmbelastung für die Anwohnerschaft bestehen. Die enge Bebauung und der Durchgangsverkehr führen zu einer dauerhaft spürbaren Geräuschkulisse, die nicht nur die Lebensqualität mindert, sondern auch eine anerkannte gesundheitliche Belastung darstellt. Jede Verzögerung wirksamer Maßnahmen bedeutet somit nicht nur Stillstand bei der Sicherheit, sondern auch ein fortgesetztes Inkaufnehmen der Lärm- und Gesundheitsbelastung.
Als nächster Schritt soll im Frühjahr die offizielle Verkehrsschau durch das Landratsamt stattfinden. Nach aktuellem Stand dürfen wir daran nicht teilnehmen und haben bislang auch keinen Termin erhalten. Damit erfolgt eine maßgebliche Bewertung der Situation ohne direkte Einbindung derjenigen, die die örtlichen Gegebenheiten täglich erleben.
Wir gehen davon aus, dass nach dieser Verkehrsschau weitere Schritte unsererseits notwendig werden. Erste Überlegungen bestehen bereits, über deren konkrete Ausgestaltung wir derzeit bewusst noch nicht im Detail informieren. Unser Ziel bleibt ein sachliches, geschlossenes und strategisches Vorgehen.
Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir zusammenstehen und weitere Mitstreiter gewinnen. Jede Unterstützung stärkt unsere Position und zeigt, dass es sich um ein dauerhaft relevantes Anliegen der Bürgerschaft handelt.
Wenn IhrEuch einbringen möchtet oder aktiv unterstützen wollt, meldet Euch gerne unter:
Maehringer-30@gmx.de
Gemeinsam bleiben wir dran – ruhig, sachlich, beharrlich und mit klarem Ziel: mehr Sicherheit, weniger Lärm und mehr Lebensqualität. -
Änderungen an der Petition
am 01.03.2026
Wir wohnen direkt an einer temporären ampel in der mähringer Straße. Der verkehrslärm durch anhaltende und anfahrende Autos sowie durch lautes Musikhören und häufiges Hupen hat stark zugenommen und ist aktuell sehr belastend . Hinzu kommen autofahrerInnen, die in der grünphase der ampel Vollgas geben