Mit der Presseerklärung vom 24.01.2018 hat der Landkreis deutlich gemacht, dass er nicht gewillt ist, die gegenwärtige Regelung der Umleitung in der Ortschaft Amelgatzen zu verbessern. Diese Regelung beruht auf einer sehr eng geschnittenen Verkehrszelle und blockiert den Verkehr innerhalb der Ortschaft und nach Gellersen. Die Zelle ist größer zuzuschneiden, um massive Ungerechtigkeiten in der Belastung der Einwohner aus der Brückensanierung zu vermeiden.

Begründung

Für die Sanierung der Eisenbahnüberführung in Amelgatzen ist eine Umleitung des Verkehrs auf der L431 unumgänglich. Das Konzept des Landkreises Hameln-Pyrmont (LK HMP) für diese Umleitung setzte zunächst auf die Einsicht der betroffenen Autofahrer und bot eine großräumige Umfahrung für den überörtlichen Verkehr und eine innerörtliche Umleitung durch das Oberdorf Amelgatzen an. Mit diesem Konzept war der Verkehr innerhalb der Ortschaft Amelgatzen (umfasst die Dörfer Amelgatzen, Hämelschenburg und Welsede mit Hanebülten) und nach Gellersen ohne unzumutbare Behinderungen der Einwohner weiter möglich.

Leider wurde und wird die innerörtliche Umleitung vom überörtlichen Durchgangsverkehr so stark in Anspruch genommen, dass für die Anwohner der Umleitungsstrecke eine wesentlich höhere Belastung als geplant eintritt.

Der Landkreis hat darauf zunächst mit kleineren Korrekturen, jetzt aber mit einer einschneidenden Maßnahme reagiert: Die Einfahrt in das Oberdorf Amelgatzen ist nur noch für Anlieger erlaubt. Diese Sperrung wird - unter der Voraussetzung, dass die Anordnung im fließenden Verkehr auch durchgesetzt wird - zu einer fast vollständigen Entlastung der Bewohner innerhalb der vom LK HMP definierten Verkehrszelle Amelgatzen Oberdorf führen. Quell- und Zielverkehr in das Oberdorf sind zulässig, Durchgangsverkehr ist verboten.

Damit wird aber auch der Verkehr innerhalb der Ortschaft Amelgatzen gesperrt.

Alle Einwohner außerhalb der Zelle Oberdorf sind zu völlig unverhältnismäßigen Umwegen gezwungen. So beträgt der Weg vom Standort Dragonerweg nach Aerzen mit Sperrung ca. 21km, ohne Sperrung ca. 7,5 km; der Kirchweg nach Hämelschenburg 17km, statt 1,9km. Die jetzt getroffene Maßnahme führt wegen der zu klein geschnittenen Zelle zu einer absolut und messbar unverhältnismäßigen und ungerechten Verteilung der Sanierungslasten.

Deshalb bitten wir Sie, Herr Landrat, weiterhin, sich des Falles persönlich anzunehmen und sich die behaupteten Rechtshindernisse für die gößere Zelle konkret benennen zu lassen!

Sorgen Sie für eine gerechte Lastenverteilung innerhalb der Ortschaft und die tatsächliche Durchsetzung der Durchfahrtverbote!

Dies ist leicht möglich durch einen größeren Zuschnitt der Verkehrszelle mit Einfahrtverboten (nur für Anlieger frei) an oder vor den Grenzen der Dörfer Welsede, Gellersen und Hämelschenburg und regelmäßige Kontrollen und entspricht im Wesentlichen auch dem ursprünglichen Vorschlag des Ortsbürgermeisters Brinkmann. Zur Durchfahrt der Umleitung im Oberdorf berechtigt sind dann nur noch Quell- und Zielverkehr aus der Ortschaft Amelgatzen selbst und aus Gellersen. So wird die Belastung der Anwohner im Oberdorf wie gefordert wesentlich gemindert und gleichzeitig die völlig unverhältnismäßige, zusätzliche Belastung der meisten anderen Einwohner der Ortschaft vermieden.

Bitte handeln Sie schnell!

Amelgatzen im Januar 2018

Thomas O. Mahrenholtz

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Thomas O. Mahrenholtz aus Emmerthal
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  • Liebe Unterstützer,

    ich habe heute den nachstehenden Text per Mail an den Landrat verschickt:

    Sehr geehrter Herr Landrat Bartels,

    im Namen aller Unterstützer bedanke ich mich bei Ihnen dafür, dass Sie sich nunmehr unseres Anliegens konstruktiv anzunehmen suchen. Dieses Mehr an Bürgernähe von Entscheidern aus Politik und Verwaltung ist positiv auch für die Stimmung der Bürger, angesichts der Holperstrecke, auf der sich unsere parlamentarisch repräsentative Demokratie aktuell bewegt.
    Deshalb darf ich einfach davon ausgehen, dass es weniger der Druck des Verwaltungsgerichtsverfahrens als der Wille, das Richtige richtig zu tun, war, der jetzt zur Aufhebung der Dorfteilung geführt hat. Das es juristische und faktische Schwierigkeiten bei der Umsetzung und keine einfache Lösung gibt, war ja ohnehin klar, sodass die Lösung von heute ggf. in Details nachgebessert werden muss. Wie ich aus der Gemeindeverwaltung höre, gibt es dazu am kommenden Mittwoch bereits einen Ortstermin. Die gerechte Lösung scheint also „in Arbeit“ . Damit kann ich die Unterstützerliste heute mit dem Stand von 608 Unterschriften schließen.

    Ceterum censeo:
    Raif Badawi muss geholfen werden!

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas O. Mahrenholtz

  • Liebe Unterstützer,

    wir haben jetzt erreicht, dass der Landrat sich doch intensiver in den Entscheidungsprozess eingemengt hat. Dass ist erfreulich. Unerfreulich ist der Entschluss von heute: Siehe angehängte Pressemitteilung. Die Anliegerzone soll aufgehoben werden. Die gestern im Ortsrat vorgebrachten Hinweise zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Umleitung werden in der Pressemitteilung nicht genannt. Falls sie nicht berücksichtigt werden sollen, wäre das sehr schade, weil die Wahrscheinlichkeit, dass die Situation in der Umleitung wieder unerfreuliche Formen annehmen wird, damit steigt.
    Wir werden sehen....
    Ich halte die Petition bis auf weiteres noch aktiv, denn abgewogen und gerecht finde ich diesen Entschluss noch nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Mahrenholtz

  • Liebe Unterstützer,

    ich hatte gestern ein Gespräch in unserer Sache mit dem Land- und Kreistagsabgeordneten Ulrich Watermann. Er hält die gegenwärtige Lösung ebenfalls für unhaltbar. Mit dem Landrat hat er dazu bereits gesprochen und erwartet von dort einen Vorschlag, der die Interessen angemessener ausgleicht. Ausdrücklich versichert er uns seine Unterstützung!

    Die Gruppe von CDU und FWE schlägt auf Betreiben von Unterstützer Uwe Klüter eine Vignetten-Lösung vor, bei der alle Einwohner durchfahrtberechtigt sein sollen (Siehe Anhang). Wenn dies ergänzt würde um Sondergenehmigungen für alle Menschen mit einem regelmäßigen Anliegen innerhalb der Ortschaft, wäre die jetzige Sperrung weitgehend entschärft, ohne dass die Anwohner der Umleitung ungebührlich belastet würden. Leider haben Orts- und Gemeinderat in der Sache allenfalls eine Art Vorschlagsrecht.

    Das Verwaltungsgericht entscheidet wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche über den Eilantrag zur Aufhebung.

    Ich melde mich, wenn ich Neues habe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas O. Mahrenholtz

Pro

Die vorgeschlagene Lösung zum Zuschnitt schließt die Dörfer Hämelschenburg, Amelgatzen, Welsede mit Hanebülten und Gellersen in die Verkehrszelle ein. Damit werden sowohl die geografische Lage als auch die sozialen und ökonomischen Strukturen besser berücksichtigt als jetzt.

Contra

Und was ist mitz den anliegenden Ortschaften, wie Welsede oder Gellersen?