Die Wege im Münchner Hauptbahnhof können durch Bau einer Querung in Form eines Stegs oder eines Fußgängertunnels am hinteren Hallenende deutlich verkürzt werden. Die Querung soll Zugänge zu den beiden Flügelbahnhöfen und zu allen Bahnsteigen der Haupthalle erhalten. Reisende können dadurch einfacher umsteigen und haben (bis zu 400 Meter oder sechs Minuten) kürzere Wege im Bahnhof sowie zu Ausgängen an Arnulf- und Bayerstraße.

Wieder einmal liegen Pläne zum Umbau des Münchner Hauptbahnhofs vor (www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/hauptbahnhof-muenchen-102.html). Der Umbau bzw. Teilneubau führt zur optischen Modernisierung der Gebäude und bringt für die Deutsche Bahn AG zusätzliche Mieteinahmen durch mehr kommerziell verwertbare Flächen. Die Pläne enthalten aber kaum funktionale Vorteile für die Reisenden.

Ziel der Petition ist daher, dass jede Entscheidung für einen Umbau/Neubau großer Teile des Hauptbahnhofs mit dem Bau einer Gleisquerung im hinteren Bereich der Bahnsteighalle verknüpft wird. Der Freistaat Bayern wird in seiner Rolle als Zuschussgeber, als Initiator der Planungen zum „Bahnknoten München“ und als Auftraggeber für den Bahn-Nahverkehr aufgefordert, auch die anderen Beteiligten (Deutsche Bahn AG, Stadt München) anzuhalten, dieses Ziel mit Priorität zu verfolgen.

Razões

Der Münchner Hauptbahnhof hat zu lange Umsteigewege. Täglich verlieren die Reisenden viel Zeit und verpassen Anschlusszüge, weil sie den Umweg über den Querbahnsteig ganz vorne in der Halle nehmen müssen. Die Wege innerhalb der Haupthalle haben oft eine Länge von 500 Metern oder mehr; wenn man an den beiden Flügelbahnhöfen ankommt oder abfährt können es mehr als 800 Meter werden. (Zum Vergleich: die Entfernung Hauptbahnhof – Stachus beträgt 400 Meter.) Die fehlende Durchgängigkeit mehrteiliger Züge, Platzreservierungen in den vorderen Teilen und die Flügelung von Zügen zu verschiedenen Zielen erschweren die Situation zusätzlich.

Durch den Bau der geforderten neuen Bahnsteigverbindung wird nicht nur das Umsteigen innerhalb des Bahnhofs deutlich erleichtert. Über die Ausgänge der Flügelbahnhöfe verkürzen sich auch die Wege in angrenzende Stadtteile, zu Bus- und Tramhaltestellen nördlich und südlich des Hauptbahnhofs und zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB).

Vergleichbare Kopfbahnhöfe wie Frankfurt oder Leipzig besitzen solche Querverbindungen zwischen ihren Bahnsteigen schon immer – ohne dass sie über weit draußen liegende Flügelbahnhöfe verfügen. Vorbildlich ist die Lösung am Züricher Hauptbahnhof, wo es gleich zwei Quertunnel mit Bahnsteigzugängen gibt. Der Münchner Hauptbahnhof hat dagegen durch die fehlende Querung im Vergleich zu den meisten Großstadtbahnhöfen ein Attraktivitätsdefizit.

Es werden hohe Summen investiert, um Bahnstrecken zu beschleunigen. Für den Fahrplan können Einsparungen im Minutenbereich wichtig sein, da die Zahl der Züge auf bayerischen Bahnstrecken in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, und es immer häufiger zu Konflikten kommt. Aber auch die Reisendenzahlen und damit die Zahl der Umsteiger im Münchner Hauptbahnhof haben deutlich zugenommen. Was nützt es, wenige Minuten Fahrzeit einzusparen, wenn man mehr Zeit in München beim Umsteigen verliert?

Durch den Zeitverlust beim Umsteigen werden andere Beschleunigungs- und Fahrplanmaßnahmen entwertet, die Bund und Freistaat Bayern mit öffentlichen Geldern fördern. Gemessen an der eingesparten Zeit ist der Bau einer Gleisquerung im Hauptbahnhof mindestens so effizient wie die Beschleunigung von Zügen. Auch formal bestimmt sich der Nutzen von Verkehrsbauten im Wesentlichen durch eingesparte Reisezeit. Daher wird eine Bewertung der vorgeschlagenen Wegeverkürzung ein gutes Verhältnis ihres Nutzens zu den Kosten ergeben.

Der Freistaat Bayern ist maßgeblich an der künftigen Gestaltung des „Bahnknotens München“ beteiligt. Aus Sicht der Fahrgäste gehören neben besserer Schieneninfrastruktur und optimierten Fahrplänen auch gute Umsteigemöglichkeiten in Bahnhöfen als gleichrangiger Bestandteil zur zukunftsfähigen Ausstattung eines solchen Bahnknotens.

Zusätzlich zur Zeitersparnis führt der Bau einer solchen Gleisquerung dazu, dass der Querbahnsteig und die engen Wege zu den Flügelbahnhöfen (Bahnsteige an den Gleisen 11 und 26) entlastet werden, und dass das häufig entstehende Gedränge am Übergang zwischen Bahnsteigen und Querbahnsteig abnimmt. Dadurch wird die Zukunftsfähigkeit des Hauptbahnhofs auch bei weiter steigenden Fahrgastzahlen gesichert.

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  • Liebe Unterstützer der Petition für leichteres Umsteigen im Münchner Hauptbahnhof,

    im Dezember 2016, anderthalb Jahre nach Start unserer Petition, 13 Monate nach Übergabe der Unterschriften an den bayerischen Landtag sind wir noch immer ein gutes Stück vom Bau einer zusätzlichen Bahnsteigverbindung im Münchner Hauptbahnhof entfernt.

    Den Bau einer solchen Verbindung am äußeren Ende der Bahnsteighalle zu erreichen, war natürlich die Motivation für diese Petition. Das im Petitionstext genannte konkrete Ziel ist aber etwas bescheidener: "... dass jede Entscheidung für einen Umbau/Neubau großer Teile des Hauptbahnhofs mit dem Bau einer Gleisquerung im hinteren Bereich der Bahnsteighalle verknüpft wird".

    Wir sind als Initiatoren der Petition nun der Meinung, dass diese Verknüpfung erreicht wurde. Der Münchner Stadtrat hat einer Rahmenvereinbarung zum Hauptbahnhof zugestimmt, die er mit der Deutschen Bahn abschließen möchte. Dort ist - zwar nur als kleiner Punkt in recht sparsamer Formulierung - auch die Absicht zur Realisierung der von uns geforderten Bahnsteigverbindung enthalten. In der ersten Hälfte 2015 hatten die Beteiligten eine solche Maßnahme noch weit von sich gewiesen, und waren nur an schönen Gebäuden und viel vermietbarer Fläche interessiert.

    Der Freistaat Bayern als Adressat der Petition ist an die weitergehende Formulierung eines Landtagsbeschlusses vom März 2016 gebunden: "... dass die Flügelbahnhöfe des Münchner Hauptbahnhofs unverzüglich durch eine Bahnsteigquerung miteinander und mit der Haupthalle verbunden werden".

    Weil spätestens mit der Rahmenvereinbarung zwischen Stadt und DB ein wichtiger Zwischenschritt erreicht wird, möchten wir hiermit diese Petition formal abschließen und setzen den Status auf "der Petition wurde entsprochen". Das Engagement von PRO BAHN für gute Umsteigewege am Hauptbahnhof endet damit aber natürlich nicht. Wir werden weiterhin bei DB und Freistaat nachfragen, wie es denn mit den Planungen für eine Bahnsteigquerung voran geht und wir werden diese Planungen kritisch begleiten und einfordern, dass sie für die Öffentlichkeit transparent erfolgen.

    Auch andere Themen rund dem Hauptbahnhof verlangen unsere Aufmerksamkeit: die Gestaltung des Vorplatzes, die Situation vor den Zugängen im Norden und Süden, die beiden Flügelbahnhöfe, der Querbahnsteig mit seinen behindernden Einbauten, der Weg entlang Gleis 26 zum Starnberger Bahnhof und nicht zuletzt die Fahrradstellplätze, deren Zahl und Lage noch recht umstritten sind.

    Abschließend möchten wir allen Unterzeichnern und Unterstützern der Petition nochmals danken. Auf www.openpetition.de/pdf/blog/umsteigen-im-muenchner-hauptbahnhof-leichter-machen-bau-einer-zusaetzlichen-bahnsteigverbindung_kleine-historie-zu-den-planungen-am-muenchner-hauptbahnhof-und-zur-petition_1481802516.pdf haben wir eine kleine (unvollständige) Historie zu den Hauptbahnhofsplanungen und zu unserer Petition abgelegt. Weitere Links findet man unter www.myway.de/e.lauterbach/publik/misc2/qpet_links.html.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fahrgastverband PRO BAHN Oberbayern e.V.

  • In der beigefügten PDF-Datei haben wir eine kleine (unvollständige) Historie zu den Hauptbahnhofsplanungen und zu unserer Petition abgelegt.

  • Über ein Jahr nachdem wir unsere Petition für besseres Umsteigen im Münchner Hauptbahnhof gestartet haben, möchten wir nochmals auf die neuesten Entwicklungen hinweisen. Diese sind sehr positiv: Wie es ausschaut stimmen nicht nur der Bayerische Landtag und der Verkehrsminister unserem Anliegen grundsätzlich zu, man hat sich überdies nun mit der DB so geeinigt, dass diese mit konkreten Planungen beginnen kann. Der Freistaat Bayern ist bereit, für die erste Phase der Vorplanungen 90 Prozent der Kosten zu übernehmen.

    Weiteres erfährt man aus einem Online-Artikel des Münchner Merkurs: www.merkur.de/lokales/muenchen/zentrum/bahn-plant-bruecke-ueber-gleise-hauptbahnhof-6674334.html

    Auch wenn vieles noch unklar ist - z.B. endgültige Finanzierung und Zeitplan - ist dies jedoch gegenüber der Situation im Frühjahr 2015 ein großer Fortschritt. Wir hoffen, dass die Bewegung, die nun - dank der Petition und dank Ihnen als Unterzeichner - in die Sache gekommen ist, unvermindert anhält. PRO BAHN wird weiterhin am Thema bleiben, und weiteren Schritt von Politik und DB begleiten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fahrgastverband PRO BAHN Oberbayern e.V.

Pro

Es mag jemandem sinnvoll erscheinen, für seine Petition auf den Seiten von unserer Petitition zu werben. Wir möchten uns diesem Stil nicht anschließen, und bitten lieber um Unterstützung für diese Petition zum Münchner Hauptbahnhof. Hier geht es um etwas, dass konkret in der politischen Diskussion ist, aber noch einen Anstoß durch möglichst viel Unterschriften benötigt. Günstige Preise, "bessere" Bahnen usw. sind Ziele an denen auch bei PRO BAHN schon lange gearbeitet wird - http://www.pro-bahn.de Das Werkzeug Online-Petition setzen wir gezielt hier und z.B. auf bit.ly/1H7vSGT (el)

Contra

NICHT mein Agrument - aber wohl ein Contra: Dann wird die Querhalle weniger frequentiert, die Stände und Läden haben weniger zu verkaufen, die Mieten fallen geringer aus...