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Die Petition wurde abgeschlossen
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Wir als Fernbusanbieter (Pinkbus) möchten mit dieser Petition mittelständische Busunternehmen unterstützen, die durch die Corona-Krise doppelt betroffen sind. Diese Unternehmen haben jahrelang solide gewirtschaftet und bilden als (potenzielle) Partnerunternehmen das Rückgrat von Pinkbus. Der Busmittelstand ist DER Verlierer der durch die Bundesregierung getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Seit dem 17. März sind die Unternehmen aufgrund eines kompletten Verbots von Busreisen von allen Einnahmemöglichkeiten abgeschnitten. Zudem gibt es derzeit weder eine Perspektive auf Lockerungen noch werden direkte Hilfen für den Mittelstand diskutiert, wie es sie für große Konzerne bereits gibt. Mit unserer Hauptforderung eines bundesweiten Soforthilfeprogramms zur Übernahme von fahrzeugbezogenen Fixkosten schließen wir uns der Forderung des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) an.
Warum sind die Busunternehmen doppelt betroffen?
Kosten für die Vorarbeit z. B. die Katalogausarbeitung sind bereits im Herbst/Winter angefallen. Die Mitarbeiter, die über den Winter bei geringen Umsätzen trotzdem beschäftigt sind, hätten sich in der Hauptreisesaison ab April 2020 refinanziert. Kurzarbeit beim Büropersonal ist kaum möglich, da viele Stornierungen abgewickelt werden müssen. Dadurch entstehen weiterhin Kosten bei 0,00 Euro Umsatz. Die bisher geleistete Soforthilfe reicht allein bei diesem Punkt schon nicht aus, um alle Kosten aufzufangen.
Kapitalintensiver Fuhrpark. Zusammen sind die mittelständischen Reisebusunternehmen die Lufthansa der Straße. Die Personalkosten für Fahrer können über Kurzarbeit abgefangen werden. Jedoch verliert jeder Reisebus (auch bei Nichtbenutzung) zwischen 20.000 Euro und 35.000 Euro (je nach Busmodell und Alter) an Wert im Jahr. Die Haupteinsatzzeit fällt in diesem Jahr aus, um diese Kosten aufzufangen. Die Leasingraten oder Annuitäten müssen selbst bei Stundung zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt werden.
Begründung
Tägliche Insolvenz von Busbetrieben
Vor einem Scherbenhaufen stehen aktuell tausende mittelständische Busunternehmen, die gemäß offizieller Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) das klimafreundlichste Verkehrsmittel betreiben. Grund für die niedrigen Treibhausgasemissionen sind die erheblichen Investitionen in moderne Fahrzeuge, die sich pro Bus auf 400.000 bis 500.000 Euro belaufen. Diese Fahrzeuge stehen alle still, verursachen aber weiter Kosten und verlieren zudem jeden Tag erheblich an Wert. Während andere betroffene Branchen wenigstens ihre Fixkosten z. B. durch digitale Angebote und Außerhausverkäufe ein Stück weit decken können, ist dies aufgrund des bestehenden Reisebusverbotes nicht möglich. Die bisherigen von der Bundesregierung getroffenen Hilfsmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld und KfW-Kredite schützen den Busmittelstand NICHT vor Insolvenz. Während große Konzerne darüber hinaus bereits vor Wochen Soforthilfen vom Bund erhalten haben und weiter von Konjunkturprogrammen profitieren sollen, verweist man auf Länderprogramme, die bislang ebenfalls nicht geeignet sind, die Unternehmen durch diese Krise zu führen.
Jeden Tag gehen Busbetriebe durch das verhängte Reiseverbot und die fehlenden Soforthilfen in die unverschuldete Insolvenz. Daher bitten wir um Unterzeichnung dieser Petition, damit die Busunternehmen durch die Erstattung von Vorhaltekosten endlich eine angemessene Unterstützung erhalten.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
27.05.2020
Sammlung endet:
26.07.2020
Region:
Deutschland
Kategorie:
Verkehr