Neuer Taktfahrplan ab Schuljahresbeginn 2018/19 Linie 400, Schülerverkehr Zella-Mehlis-Benshausen-Schwarza-Christes

Ebenso betroffen sind alle Schüler, welche die Grundschule Benshausen und Regelschule in Schwarza besuchen oder in Zukunft besuchen werden!

Auf Grund eines neuen Taktfahrplanes sollen unsere Grundschüler (!!!) jetzt bis zu 1,5h auf einen Bus warten, um wieder nach Hause zu gelangen. Der Träger der Schülerbeförderung ist hier in der Pflicht, zumutbare Bedingungen zu schaffen - diese sagen allerdings, dass es keine finanziellen und personellen Möglichkeiten gibt. Weiter betrachtet bedeutet das aber, dass unsere Kinder an Tagen, an denen 5 und 6 Stunden im Stundenplan stehen, erst nach mehr als 7,5 Stunden wieder zu Hause ankommen. Zu dieser Zeit haben sie weder ein Mittagessen eingenommen, noch Hausaufgaben erledigen können.

Für die Regelschule in Schwarza kommt es noch härter. Hier soll gleich der ganze Schulbeginn an den neuen Fahrplan angepasst werden. Die Anfangszeit soll hier um ganze 45min nach hinten verschoben werden. Bei 7 und 8 Stunden würde das bedeuten, dass die Schüler erst um 16.30 Uhr wieder zu Hause sind. Dann sollen noch Hausaufgaben erledigt werden.

Hier wird an den kleinsten und jüngsten unserer Gesellschaft gespart. Es wird ihnen jegliche Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung genommen. Ein normales Familienleben ohne Zeitdruck ist kaum mehr möglich.

Begründung

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition, um auch unseren Kindern auf dem Land weiterhin einen Zugang zu vernünftiger Bildung, sinnvoller Freizeitgestaltung und einem geordneten Familienleben zu bieten.

In dem angedachten Taktfahrplan für die Strecke Christes-Benshausen-Zella-Mehlis spielen nach unserer Ansicht die Belange unserer Kinder überhaupt keine Rolle. Zielsetzung des neuen Taktfahrplanes, so haben wir jedenfalls eine Pressemitteilung des Landratsamtes Schmalkalden-Meiningen entnommen, soll eine höhere Attraktivität sein. Diese bleibt jedoch gerade für die Hauptnutzer (80-95%) auf dieser Strecke, unsere Kinder, völlig verborgen. Was soll attraktiver daran sein, nunmehr mehr als 1,5 Stunden nach Unterrichtsende auf den Bus warten zu müssen, um nach Hause zu kommen?

Auch wenn erklärtes Ziel sein sollte, attraktivere ÖPNV-Verbindungen zwischen dem Landkreis und dem ICE-Knoten zu schaffen, so wirft das die Frage auf: Muss sich der Bildungsauftrag staatlicher Schulen einer ICE-Taktung unterordnen? Es liegt wohl auf der Hand, dass die Antwort nur „NEIN“ sein kann.

Nach wie vor wird durch unsere Politik Bildung als die wichtigste Ressource bezeichnet, die Deutschland zu bieten hat. In diese Kernaufgabe des Staates muss kräftig investiert werden, so lassen sich ebenfalls Stimmen aus der Politik vernehmen. Umso mehr erstaunt es, dass statt Investition nur Kürzungen vorgenommen werden, insbesondere auch bei der Finanzierung der notwendigerweise zugehörigen Rahmenbedingungen. Sind gerade unsere Kinder in ländlichen Gegenden die Leidtragenden dieser Bildungspolitik? Die Benachteiligung liegt auf der Hand und das, obwohl unser Grundgesetz ein Recht auf Bildung und Gleichbehandlung verankert.

Wir fordern, auch unseren Kindern im ländlichen Raum akzeptable Rahmenbedingungen zu erhalten. Und hierzu zählt auch eine angemessene und zumutbare Schülerbeförderung. Gerade die Vernachlässigung an dieser Stelle führt zu einer Benachteiligung unserer Kinder und wird in der Zukunft für Familien ein Aspekt sein, ländliche Räume zu meiden. Soll Thüringen in Zukunft nur noch aus Erfurt, Weimar und Jena bestehen?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Constanze Flemming aus Christes
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