Debate
Wer schon mal einen urologischen Notfall erleben musste, weiß wie wichtig die urologische Versorgung in näherer Umgebung ist.
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Petition addressed to: Die Geschäftsführung des Klinikverbunds ANregiomed, Aufsichtsrat, Landrat, Kreistag
Die geplante Schließung der urologischen Fachabteilung im Klinikum Ansbach gefährdet die wohnortnahe Versorgung im Landkreis erheblich. Bereits jetzt sind umliegende Kliniken überlastet.
Wir fordern den Erhalt einer leistungsfähigen Urologie vor Ort, um Versorgungssicherheit und Notfallkompetenz zu gewährleisten.
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
mit großer Sorge haben wir von der geplanten Schließung der urologischen Fachabteilung im Klinikum Ansbach zum Jahresende erfahren. Diese Entscheidung zeigt für uns ein strukturelles Versagen und ist ein Armutszeugnis für Politik und Landkreis, die ihrer Verantwortung für eine wohnortnahe medizinische Versorgung nicht gerecht werden.
Die Urologie ist ein zentraler Teil der Medizin – nicht nur ein Randgebiet. Sie kümmert sich um Krankheiten der Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre sowie um die männlichen Geschlechtsorgane. Dazu gehören sehr häufige Beschwerden wie Harnwegsinfektion, Nierensteine oder Inkontinenz, aber auch schwere Erkrankungen wie z.B. Prostatakrebs oder Blasenkrebs. Sie betrifft Männer und Frauen gleichermaßen, vom Kind bis zum Hochbetagten.
Auch im Krankenhaus ist urologische Fachkompetenz sehr wichtig.
Die Urologie hilft nicht nur ihren eigenen Patientinnen und Patienten, sondern unterstützt auch andere Fachbereiche. Etwa bei Verletzungen von Harnleitern oder Harnblase im Rahmen bauchchirurgischer oder gynäkologischer Eingriffe, bei akutem Harnverhalt oder wenn keine Kathetereinlage möglich ist, bei Blutungen aus der Harnblase – zum Beispiel unter blutverdünnender Therapie bei kardiologischen Patienten. Ohne urologische Fachkräfte fehlt es jedoch oft an Erfahrung, Ausstattung und die nötige Routine für diese Behandlungen.
Die umliegenden urologischen Fachabteilungen z.B. in Schwäbisch Hall, Bad Mergentheim, Nürnberg oder Fürth sind schon jetzt ausgelastet und nicht in der Lage, die entstehende Versorgungslücke zu schließen. Auch die Universitätskliniken schaffen es nicht, das hohe Patientenaufkommen auf Dauer zu bewältigen. Termine – selbst bei dringenden Krebsdiagnosen – sind oft erst nach langen Wartezeiten zu bekommen.
Hausärzte und Zuweiser im Landkreis wissen zunehmend nicht mehr, wohin sie ihre Patienten schicken sollen, und ihnen fehlen Zeit und Personal, um die Suche zu übernehmen. Am Ende werden die Patienten selbst in die Pflicht genommen, in einer ohnehin belastenden Situation.
Auch die Rettungsdienste geraten unter Druck: schon einfache Maßnahmen wie notfallmäßige Katheterwechsel z.B. von Altenheimbewohnern müssen über Landkreisgrenzen hinweg organisiert werden. Das bindet Einsatzkräfte und verlängert Wegezeiten.
Neben der aktuellen Problematik braucht der Landkreis dringend eine langfristige, zukunftsfähige Planung der medizinischen Versorgung. Dazu gehört ausdrücklich die Beibehaltung einer leistungsfähigen urologischen Fachabteilung vor Ort, damit Versorgungssicherheit, Ausbildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit auch in Zukunft gewährleistet bleiben.
Wir brauchen keine Luxusmedizin, sondern eine gut ausgestattete urologische Abteilung, die zumindest die grundlegende Versorgung sicherstellt. Es geht um Menschenwürde, um Sicherheit und um Vertrauen in unser Gesundheitssystem.
Unser Appell an Politik und Verantwortliche: Überdenken Sie diese Entscheidung. Gesundheit darf kein Standortnachteil sein.
Und an uns alle: Bitte bleiben Sie gesund – denn die Versorgung vor Ort steht auf dem Spiel.
Petition started:
02/25/2026
Collection ends:
08/24/2026
Region:
Ansbach
Topic:
Health
Wer schon mal einen urologischen Notfall erleben musste, weiß wie wichtig die urologische Versorgung in näherer Umgebung ist.
No CONTRA argument yet.
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