Region: Germany
Health

Vasalgel als Verhütungsmethode zulassen

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
164 Supporters 159 in Germany
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  1. Launched 21/07/2021
  2. Time remaining > 4 months
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Die Empfängnisverhütung, ohne operativen Eingriff, wird mit Ausnahme von Kondomen, über den Körper der Frau reguliert. Frauen haben einerseits dadurch ein Kontrolle, andererseits sind viele Verhütungsmethoden über eine hormonelle Steuerung angelegt. Hormonelle Veränderungen haben immer auch andere Auswirkungen, außerhalb des erwünschten Effekts. Im Falle von Verhütung können sich, je nach Hormonzufuhr, das Gewicht, die sexuelle Lust, Herz-Kreislauf, Blutdruck u.a., verändern. Frauen sind dadurch gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Es gibt bereits eine Methode, die hormonfrei möglich ist und über den Körper des Mannes reguliert wird. Das sogenannte Vasalgel. Es handelt sich um eine Langzeitverhütungsmethode (bis zu 10 Jahren), die so funktioniert, dass Vasalgel direkt in den Samenleiter injiziert wird. Dort bildet es dann ein weiches Hydrogel, das wie eine Barriere wirkt: Zwar lässt es Flüssigkeit noch durch, Spermien sind für diese Barriere jedoch zu groß und werden so herausgefiltert. Eine Ejakulation ist nach wie wie vor möglich, nur ohne Spermien. Das Einspritzen des Vasalgels ist schmerzfrei und die Behandlung dauert um die 15 Minuten. Zudem ist der Eingriff - im Gegensatz zur Vasektomie - reversibel (kann rückgängig gemacht werden).

Bislang konnte sich diese Verhütungsmethode in Deutschland nicht durchsetzen, weil die Pharmaindustrie kein Interesse an befürchteten Gewinnverluste hat, wenn Frauen nicht mehr in hohen Mengen Hormonpräperate nehmen. Wenn es um Gesundheit geht, ist eine Gewinnmaximierung eine schlechte Argumentation, um bestimme Möglichkeiten zu verhindern.

Vorteile der Bereitstellung der Verhütung durch Vasalgel:

  • Gesundheitlich: keine hormonelle Verhütung nötig
  • Gesundheitlich: schmerzfreie, schnelle Behandlung in einem ambulanten Eingriff
  • Sozial: Männer haben die Möglichkeit aktive an der Schwangerschaftverhütung einen Beitrag zu leisten
  • Sozial: Männer erhalten in Sachen Verhütung mehr Selbstbestimmtheit, wenn sie auf ein Kondom verzichten möchten
  • Sozial: Das heterosexuelle Paar hat dadurch die Möglichkeit selbstbestimmt zu überlegen, wer von beiden sich aktiv um die Empfängnisverhütung kümmert
  • Sexuell: keine Unterbrechung des Sexualaktes im Falle von Verhütung mit Kondom
  • Sicher: Bei 250 Versuchspersonen gab es nur eine ungeplante Schwangerschaft, die aufgrund einer unsachgemäßen Injektion entstanden war. Bei 15 dieser Versuchspersonen liegt der Eingriff bereits länger als 10 Jahre zurück
  • Kostengünstig: RISUG (Reversible Inhibition of Sperm Under Guidance, dt. rückgängig machbare Hemmung von Sperma unter Anleitung) wurde als kostengünstige Verhütungsmethode entwickelt, um auch ärmeren Bevölkerungsschichten Familienplanung zu ermöglichen. Im Gegensatz zu hormonellen Präparaten, die regelmäßig eingenommen werden müssen, fallen hier nur die Kosten für einen Eingriff an.
  • Frauengesundheit: wird dadurch gefördert
  • Ökologische Aspekte: Es entsteht keine hormonelle Belastung von Gewässern durch Ausscheidungen von hormonellen Stoffen (wie z. B. bei der Antibabypille).

Nachteile:

  • in manchen Fällen kann es zu Spermagranulom kommen (Ein Spermagranulom ist ein kleines Geschwulst bzw. ein Knoten, der sich im Hodensack neben dem Samenleiter bilden kann. Es ist eine chronische Entzündung des Samenleiters oder Nebenhodens und dauert länger als 6 Wochen)

Reason

Die Empfängnisverhütung, ohne operativen Eingriff, wird mit Ausnahme von Kondomen, über Körper von gebärfähigen Frauen reguliert. Gebärfähige Frauen haben einerseits dadurch ein Kontrolle, andererseits sind viele Verhütungsmethoden über eine hormonelle Steuerung angelegt. Hormonelle Veränderungen haben immer auch andere Auswirkungen, außerhalb des erwünschten Effekts. Im Falle von Verhütung können sich, je nach Hormonzufuhr, das Gewicht, die sexuelle Lust, Herz-Kreislauf, Blutdruck u.a., verändern. Gebärfähige Frauen sind dadurch gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Es gibt bereits eine Methode, die hormonfrei möglich ist und über Körper von Männern reguliert wird. Das sogenannte Vasalgel. Es handelt sich um eine Methode der Langzeitverhütung (bis zu 10 Jahren), die so funktioniert, dass Vasalgel direkt in den Samenleiter injiziert wird. Dort bildet es dann ein weiches Hydrogel, das wie eine Barriere wirkt: Zwar lässt es Flüssigkeit noch durch, Spermien sind für diese Barriere jedoch zu groß und werden so herausgefiltert. Eine Ejakulation ist nach wie wie vor möglich, nur ohne Spermien. Das Einspritzen des Vasalgels ist schmerzfrei und die Behandlung dauert um die 15 Minuten. Zudem ist der Eingriff - im Gegensatz zur Vasektomie - reversibel (kann rückgängig gemacht werden).

Bislang konnte sich diese Verhütungsmethode in Deutschland nicht durchsetzen, weil die Pharmaindustrie kein Interesse an befürchteten Gewinnverluste hat, wenn gebärfähige Frauen nicht mehr in hohen Mengen Hormonpräperate nehmen. Wenn es um Gesundheit geht, ist eine Gewinnmaximierung eine schlechte Argumentation, um bestimme Möglichkeiten zu verhindern.

Vorteile der Bereitstellung der Verhütung durch Vasalgel:

  • Gesundheitlich: keine hormonelle Verhütung nötig
  • Gesundheitlich: schmerzfreie, schnelle Behandlung in einem ambulanten Eingriff
  • Sozial: Männer haben die Möglichkeit aktive an der Schwangerschaftsverhütung einen Beitrag zu leisten
  • Sozial: Männer erhalten in Sachen Verhütung mehr Selbstbestimmtheit, wenn sie auf ein Kondom verzichten möchten
  • Sozial: Ein heterosexuelles Paar hat dadurch die Möglichkeit selbstbestimmt zu überlegen, wer von beiden sich aktiv um die Empfängnisverhütung kümmert
  • Sexuell: keine Unterbrechung des Sexualaktes im Falle von Verhütung mit Kondom
  • Sicher: Bei 250 Versuchspersonen gab es nur eine ungeplante Schwangerschaft, die aufgrund einer unsachgemäßen Injektion entstanden war. Bei 15 dieser Versuchspersonen liegt der Eingriff bereits länger als 10 Jahre zurück
  • Kostengünstig: RISUG (Reversible Inhibition of Sperm Under Guidance, dt. rückgängig machbare Hemmung von Sperma unter Anleitung) wurde als kostengünstige Verhütungsmethode entwickelt, um auch ärmeren Bevölkerungsschichten Familienplanung zu ermöglichen. Im Gegensatz zu hormonellen Präparaten, die regelmäßig eingenommen werden müssen, fallen hier nur die Kosten für einen Eingriff an
  • Frauengesundheit: wird dadurch gefördert
  • Ökologische Aspekte: Es entsteht keine hormonelle Belastung von Gewässern durch Ausscheidungen von hormonellen Stoffen (wie z. B. bei der Antibabypille).

Nachteile:

  • in manchen Fällen kann es zu Spermagranulom kommen (Ein Spermagranulom ist ein kleines Geschwulst bzw. ein Knoten, der sich im Hodensack neben dem Samenleiter bilden kann. Es ist eine chronische Entzündung des Samenleiters oder Nebenhodens und dauert länger als 6 Wochen)

Forderungen

  • Es ist das Recht eines jeden Menschen, sich selbstbestimmt sexuell zu identifizieren und Sexualität leben zu können.
  • Wir fordern dazu auf, mehr Wahlfreiheit durch die Einführung von Vasalgel zu ermöglichen!
  • Verhütung und Familienplanung soll für alle Menschen so einfach und kostengünstig wie möglich sein.
  • Wir fordern dazu auf, durch die Einführung von Vasalgel mehr günstige Möglichkeiten zur bewussten Familienplanung zu etablieren
  • Laut der WHO könnten durch die Einführung von Vasalgel 225 Millionen Frauen in Ländern des globalen Südens entlastet werden, weil derzeit ihre Bedarf an Verhütung nicht gedeckt ist.
  • Sujoy Guha, indischer biomedizinischer Ingeneur, der das Vasalgel entwicktlte sagt zur Finanzierung außerhalb Indiens „(….) In doing anything abroad, quite substantial money is required, and that can only come from the pharmaceutical industry.” (deutsch: Um irgendetwas in Ausland zu bewirken, sind hohe finanzielle Mittel nötig, die nur von der pharmazeutischen Industrie kommen können). (s. Link independent.co u.)
  • Wir fordern dazu auf, dass in Deutschland die Forschung zu Vasalgel durchgeführt wird, so dass andere Ländern, die Einführung dieser Verhütungsmethode aufgrund der Forschungsergebnisse möglich ist.
  • Menschen aus finanziell prekären Verhältnissen wird ein höheres Risiko ungewollter Schwangerschaften mit möglichen körperlichen und seelischen Folgen zugemutet, weil sie sich sichere, aber oft auch teure Verhütungsmittel nicht leisten können.
  • Wir fordern dazu auf, alle Kosten für Verhütungsmittel für alle Methoden zu übernehmen
Thank you for your support, Annika Bohn from Mannheim
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