Seit Anfang des laufenden Semesters wird in den gastronomischen Einrichtungen des Studentenwerks der TU Dortmund das Bezahlsystem zunehmend vom Zahlen mit Bargeld weg hin zur Expresszahlung mit der Uni-Card 2.0 umgestellt.

Das Studentenwerk der TU Dortmund wird dazu aufgefordert, dieses System zu überdenken um den langen Warteschlangen an den Bargeldkassen vorzubeugen.

Begründung

Die Idee, durch bargeldlose Zahlungsvorgänge die Abläufe in den gastronomischen Betrieben zu beschleunigen und darüber hinaus kosteneffizienter zu Arbeiten erscheint den Studierenden der TU Dortmund durchaus nachvollziehbar. Allerdings fallen dabei noch einige Mängel auf, die im folgenden kurz umrissen werden.

1.) Die Nutzung des GeldKarte-Chips der UniCard 2.0 ist für viele Studierende nicht kostenlos möglich, da einige Bankinstitute Kosten für das Aufladen der Geldkartenchips erheben.

2.) Die gegebene Infrastruktur auf dem Campus Nord/Süd an der TU Dortmund stellt sich als mangelhaft dar. Auf dem Campus Nord befinden sich nur wenige Aufladestationen. Hinzu kommt, dass diese Stationen zum Beispiel in vielen Gebäuden nicht zu finden sind, obwohl sich viele Besucher der Mensa in diesen Gebäuden überwiegend aufhalten. Es wird demzufolge ein Umweg über die Bibliothek, die Ladestationen in den Banken oder die meist überfüllte Ladestation im Mensafoyer auferzwungen.

3.) Die Wartezeiten des Aufladeprozesses sind eine Zumutung

4.) In der Vergangenheit kam es bei der Technik der Uni-Cards oft zu ausfällen oder Defekten.

5.) Ein Funktionsverlusts des Chips führt zum Verlust des aufgeladenen Geldes. Dieser Umstand verleitet dazu, dass die Benutzer regelmäßig (meist vor dem Mittagsessen) die Karte mit kleineren Beträgen aufladen, was zu dieser Uhrzeit zu erheblich längeren Wartezeiten an den Stationen führt.

6.) Der Zeitgewinn der derzeitig umgesetzten Technik kann nur in Frage gestellt werden, weil es zur Zeit zu einer Verlängerung der Wartezeiten kommt, da Studierende mit "Zahlkarte" in der Bargeldschlange stehen bzw. zwei Kassen je Einheit faktisch außer Betrieb sind, weil die bargeldlose Bezahlung nicht im gewünschten Sinne angenommen wird.

7.) Die Mitarbeiter*innen sind mit der derzeitigen Situation überfordert, weil es oft zu Vorwürfen bis hin zu Anfeindungen kommt.

8.) In der Galerie gibt es oft eine geschlossene "Express"-Kasse zu den Stoßzeiten.

9.) Personen, die aus Gründen des Datenschutzes die Karte nicht nutzen wollen, werden von Natur aus benachteiligt.

Hauptkritikpunkte in Stichworten: Zeitaufwendiges Aufladen der Karte Geldverlust durch Kartenverlust Lange Wartezeiten, da bargeldloses Zahlen kaum angenommen

Eine Verbesserung der Bezahlvorgänge steht selbstverständlich auch im Interesse der Studierenden. Ein optimales System sollte wie folgt umgesetzt werden: Das "aufgeladene" Geld ist gegen Verlust abgesichert, das "Aufladen" ist unabhängig vom Kreditinstitut und der Auflademethode (Laden des Geldkartenchips, Bargeldeinzahlung, Überweisung auf ein Konto, Online-Banking) und es gibt dennoch eine Möglichkeit der Bargeldzahlung für mögliche Uni-fremde Personen in der Mensa.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Katrin Lögering aus Dortmund
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Pro

Ich möchte da auf das vorbildliche Kartenbezahlsystem der Uni Münster verweisen: -Das Aufladen der Karte im Foyer der Mensa geht blitzschnell und mit Bargeld, Schlangen gab's dort nie. -An der Kasse reagiert der Kontakt an der Kasse so sensibel, dass ein 'Schwenken' der Geldbörse in Kassennähe reicht, kein drauflegen, reinstecken und Warten. -Sollte an der Kasse das Guthaben mal nicht reichen, kann die Karte AN DER KASSE mit BARGELD aufgeladen werden. -An allen Kassen kann Bar und mit Karte bezahlt werden (hier der einzige Punkt, den ich etwas Fragwürdig finde: bar zahlen kostet 1€ mehr.

Contra

Niemand ist gezwungen, seine Unicard aufzuladen und zu verwenden. Mit den Karten der meisten Banken geht es genauso, und deren Aufladung ist am Geldautomaten kostenlos möglich, in Zukunft sogar per Smartphone