Region: Bavaria

Verbesserungsversuch darf nicht zur Kostenfalle werden

Petition is addressed to
Landesjustizprüfungsamt Bayern

1,606 Signatures

6 %
1,347 from 24,000 for quorum in Bavaria Bavaria

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Petition addressed to: Landesjustizprüfungsamt Bayern

Die Gebühr für den Verbesserungsversuch im juristischen Staatsexamen in Bayern wurde zu kurzfristig eingeführt und trifft insbesondere den aktuellen Examensjahrgang unvorbereitet. Die Info ist eher durch Zufall an die Referendar*innen durchgedrungen, ohne dass zudem die JAPO dementsprechend bis jetzt offiziell geändert worden ist. 

Unser zentrales Anliegen:
Einführung einer Übergangsfrist (mindestens für die Jahrgänge 2025/1 bis 2026/1)

⚖️ Begründung:

  • Kein Vertrauensschutz: Examen 2025/1 und 2025/2 wurde im Vertrauen auf einen kostenfreien Verbesserungsversuch geschrieben
  • Zu kurzfristige Umsetzung: Keine Möglichkeit, Rücklagen zu bilden oder Nebentätigkeit auszuüben
  • Finanzielle Belastung: Hohe Kosten bei gleichzeitig niedriger Unterhaltsbeihilfe, welche bei Bestehen der Prüfung zu dem auch wegfällt und das Arbeitslosengeld meist das Existenzminimum nicht decken kann
  • Zusätzliche Ausgaben: Neue Kommentare/Lernmaterialien für Verbesserungsversuch notwendig
  • Nach Referendariat Einkommenslücke: Nur begrenzte finanzielle Mittel mit ALG bis zum Berufseinstieg
  • Kurze Frist zur Anmeldung: Kaum realistisch, kurzfristig mehrere hundert Euro aufzubringen
  • Chancengleichheit gefährdet: Verbesserungsversuch darf nicht vom Geld abhängen und darf nicht Sozialschwächere die Chancen für eine Berufskarriere verbauen
  • Erhöhter Prüfungsdruck: Wegfall der „zweiten Chance“ ohne finanzielle Hürde

📢 Fazit:
Die Gebühr mag grundsätzlich nachvollziehbar sein – ihre sofortige Anwendung ist es nicht.

👉 Fair wäre eine Einführung erst für zukünftige Jahrgänge, die sich von Beginn an darauf einstellen können und somit auch von Beginn an etwas ansparen können. 

Für eine faire Übergangsregelung und echten Vertrauensschutz! 

Reason

Als Rechtsreferendar*innen sind wir direkt betroffen: Viele haben das Examen 2025/1 und 2025/2 im Vertrauen darauf geschrieben, dass der Verbesserungsversuch kostenfrei bleibt. Die nun kurzfristig eingeführte Gebühr trifft uns unvorbereitet.

Mit der geringen Unterhaltsbeihilfe, hohen Kosten für Lernmaterialien und der Einkommenslücke nach dem Examen ist es für viele kaum möglich, kurzfristig mehrere hundert Euro aufzubringen. Die kurze Anmeldefrist verschärft das Problem zusätzlich.

Für einige bedeutet das: kein Verbesserungsversuch – nicht wegen fehlender Leistung, sondern wegen fehlender finanzieller Mittel.

Das gefährdet die Chancengleichheit. Deshalb braucht es dringend eine Übergangsregelung.

Thank you so much for your support, Natalie Orth, Würzburg
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Petition details

Petition started: 04/01/2026
Collection ends: 09/30/2026
Region: Bavaria
Topic: Education

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Why people sign

Da ich selbst betroffen bin als Referendarin

Während die Kinder wohlhabender Eltern wohl kein Problem haben werden, trifft es wieder die Student*innen weniger betuchter Eltern.

Da damit Personen aus den unteren sozialen Schichten benachteiligt werden

Die Jahrgänge, die bereits vor Einführung der Kostenpflicht mit ihrem Studium oder Referendariat begonnen haben, werden durch diese übereilte Änderung quasi direkt benachteiligt. Speziell viele Referendare haben den Freistaat gerade wegen der Kostenfreiheit des Verbesserungsversuchs als Ausbildungsort gewählt und dafür weit weg von Familie & Co gezogen.
Neue Jahrgänge können sich bereits von Beginn an darauf einstellen und dies bei der Entscheidung nun entsprechend berücksichtigen. Dies ist bereits eingetretenen Referendaren nicht möglich.

Noch viel schlimmer ist die Änderung für Studenten/Referendare, die gerade erst den Erstversuch abgelegt haben und nun ad-hoc die Gebühr aufbringen müssen.
Gerade weil allseits bekannt ist, wie „gut“ Referendare verdienen, liegen die damit verbundenen Schwierigkeiten - speziell für Referendare und Studenten aus einkommensschwächeren Familien - klar auf der Hand.
Es erscheint demnach als einzig faire Lösung, wenigstens eine Übergangsphase einzuführen.

Die finanzielle Belastung für junge Menschen ist ohnehin bereits immens. Gleichzeitig verfügt der Staat über stetig steigende Einnahmen. In diesem Kontext ist es absurd, von jungen, ambitionierten Studenten und Referendaren Gebühren in Höhe von mehreren Hundert Euro zu verlangen.

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