Die Stadt plant, das Waldstück hinter dem Kindergarten im Ingersheimer Feld und das an den Forchenweg angrenzende Waldstück faktisch zu roden, um zum einen eine neue Kindertagesstätte zu bauen und zum anderen Bauplatz zu schaffen. Dieser Wald ist Landschaftsschutzgebiet. Die Stadt hat mit knapper Mehrheit entschieden, einen Antrag auf so genannte Waldumwandlung an das Regierungspräsidium in Tübingen zu stellen, damit sie diese Pläne umsetzten kann. Dies geht nämlich erst, wenn das RP den Antrag genehmigt (siehe Kultur- und Nutzungsplan 2017).

Begründung

Wir hoffen eben nicht, dass eine Umwandlung unserer knappen Waldflächen zum Siedlungsgebiet gelingt. Der Wald ist nicht umsonst Landschaftsschutzgebiet: er ist sehr artenreich, auch an bedrohten Pflanzen und Tierarten (Grün-, Bunt-, Schwarzspecht, Pirol, Feuersalamander, Fledermäuse, Waldkauz, Scilla, etc). Einen derart etablierten Wald kann man nicht einfach durch einen Jungwald an völlig anderer Stelle ersetzen. Unsere Region ist eine der am dichtesten besiedelten Regionen überhaupt. Somit hat der Plan der Stadt auch Auswirkungen auf die Lebensqualität und den Naherholungsfaktor der Bürgerinnen und Bürger – Besigheim hat das Prädikat „Erholungsort“! Um den Kindergarten zu erneuern (seit Jahren schon gefordert), gäbe es auch andere Möglichkeiten, die auch den Garten des Kindergartens erhalten würden und den angrenzenden Bolzplatz. Für uns ist daher der Neubau des Kindergartens an anderer Stelle mit dann notwendiger "Umwandlung" des Waldes ein sozial klingendes Projekt, das vorgeschoben wird, um die Waldumwandlung zu rechtfertigen und nebenbei Bauplatz verscherbeln zu können. In der Bürgerfragestunde kam ganz klar heraus, dass der finanzielle Aspekt der Grund für den Antrag war und Alternativen daher nicht erwogen wurden. Die Flächenversiegelung in Besigheim nimmt bedenkliche Ausmaße an und es ist immer dasselbe Schema zu erkennen: Gegen alle Widerstände und ökologischen Bedenken werden die Pläne rigoros durchgeboxt (siehe Bülzen, Bebauung Streuobstwiese Neckarblick, kostspieliges Enzparkprojekt ...). Aktuell hat man bereits im betroffenen Gebiet hochkronige Bäume gefällt, womit der ökologische Wert des betreffenden Gebiets vermindert wurde. Entsprechend wurde auch bei dem geplanten Baugebiet "Ingersheimer Feld VI - Verlängerung Neckarblick" vorgegangen (Bebauung von Streuobstwiesen). Dem muss endlich ein Ende gesetzt werden. Wir hoffen, dass das mit diesem Projekt endlich gelingt, damit weiterer Raubbau in der Zukunft verhindert werden kann. Daher setzten wir aktuell alles daran, dass das Regierungspräsidium den Antrag ablehnen wird. Hierfür sammeln wir u.a. Unterschriften, die wir dorthin weiterleiten werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Felizitas Kayling aus Besigheim
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Baden-Württemberg hat einen Generalwildwegeplan aufgestellt, um die Vernetzung der Waldlebensräume der Wildtiere aufrechtzuerhalten. Die "Waldumwandlung", sprich Rodung und Installation eines Baugebiets, betrifft einen Wald, durch den ein Wildtierkorridor von nationaler Bedeutung führt. Dieser Korridor würde durch die geplante Umwandlung stark Wanderroute für Wildtiere zwischen den westlichen und östlichen Waldgebieten.

Contra

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