Seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Gültigkeit der Arzneimittelpreisverordnung für rezeptpflichtige Arzneimittel befindet sich die deutsche Apothekerschaft in existenziellen Nöten - so dass in der Folge die gesamte deutsche Gesundheitsversorgung durch Apotheken vor Ort gefährdet sein wird.

Die einzige Option, die sichere, redundante und qualitativ hochwertige Versorgung der Patientenschaft in all ihren Belangen (Individualrezepturen, Nacht- und Notdienste insbesondere an Sonn- und Feiertagen, Spezialversorgungen wie die palliative Versorgung) aufrechtzuerhalten, zu sichern und damit dem gesetzlich verankerten Versorgungsauftrag nachzukommen, stellt ein Versandverbot rezeptpflichtiger Arzneimittel dar sowie die Durchsetzung der Gültigkeit der Arzneimittelpreisverordnung auch für ausländische Versender.

Dies wird weitgehend als konform zum Europarecht gesehen - und muss zeitnah von der deutschen Regierung erarbeitet und beschlossen werden. Apotheker und ihre Teams, zumeist Frauen und insgesamt ca 150.000 Beschäftigte warten nun darauf, dass die Große Koalition diesen Punkt des Koalitionsvertrags aufgreift und mit der Umsetzung beginnt.

Aus diesem Grund fordern wir:

  • das klare Bekenntnis des amtierenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn zum Koalitionsvertrag

  • die zeitnahe Umsetzung des Versandhandelsverbots unter Ausschöpfung aller (europa-)juristischen Möglichkeiten

Begründung

Warum diese Petition?

Durch politische Hängepartien, Verzögerungen während der letzten Regierung, während der Regierungsbildung sowie der zunehmenden Zahl geschlossener Apotheke gerät das deutsche Gesundheitssystem in eine bedrohliche Schieflage - eine Entwicklung, die dringend aufgehalten werden muss.

150.000 hochqualifizierte, familienfreundliche Arbeitsplätze vor Ort stehen auf dem Spiel - von den Existenzen der Apothekeninhaber nicht zu reden. Das Versorgungssystem, das seit Jahren gewachsen ist und sich bewährt hat droht erst auszudünnen und zuletzt zusammenzubrechen - zu Lasten der Patienten. Ein adäquater Ersatz durch sogenannte Versandapotheken ist nur auf den ersten Blick eine Alternative und gewährleistet in keinem Fall eine gleichartige Versorgungsqualität mit persönlicher Hinwendung zum Patienten.

Bitte unterstützen Sie ihre Apotheke vor Ort und helfen Sie mit, dass die schnelle Versorgung und eine gute Beratung durch das Versandverbote nachhaltig bestehen bleiben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Christian Redmann aus Ebermannstadt
Frage an den Initiator

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  • Liebe Unterstützende,

    ein lieber Kollege hat die Schriftgröße der Bögen etwas den geminderten Sehverhältnissen seiner Patientinnen und Patienten angepasst.

    Diese Unterschriftenbögen können auch ausgedruckt und anschließend mit den händischen Unterschriften zur Petition hochgeladen werden.

    Vielen Dank für das Engagement!

  • Liebe Unterstützende,

    zu wenige wissen über die negativen Folgen des Versandhandels von rezeptpflichtigen Medikamenten. openPetition hat ein kurzes Video der Deutschen Apotheker Zeitung zu unserer Petition in den sozialen Medien veröffentlicht. So viele Menschen wie möglich sollen das teilen, um noch mehr Aufmerksamkeit und Druck zu erzeugen. Sie finden den Videobeitrag hier:

    +++ Link zum Facebookpost: www.facebook.com/openPetition/videos/1712932718804937/

    +++ Link zum Tweet: twitter.com/oPetition/status/1007286408212635648

    Jedes “Gefällt mir” (Like), aber vor allem geteilte Inhalte (Shares) sorgen dafür, dass noch mehr Menschen von der Petition erfahren. Das Video kann auch in Gruppen geteilt werden.

    Wer nicht in den Sozialen Netzwerken ist, kann gerne per Whatsapp oder E-Mail Freunde, Kollegen und die Familie auf die Petition hinweisen. Kurzlink: www.openpetition.de/!versandhandelverbot

    Herzlichen Dank für die Unterstützung!

    Mit besten Grüßen
    Christian Redmann & die openPetition-Redaktion

Pro

Öffentliche Vor-Ort Apotheken sind verpflichtet bestimmte Notfallmedikamente immer vorrätig zu haben, auch wenn dies ein Minusgeschäft ist, da diese kaum genutzt werden, und schließlich nach Ablauf der Aufbrauchsfrist in den Müll wandern. Sie sind daher eine der Stützen der Notfallversorgung. Für schnelle Versorgung ohne Lieferzeit!

Contra

Die Konzentration von Apotheken existiert nur in größeren Orten und (nur) dort findet man an fast jeder Ecke eine Apotheke. Auf dem Land hat man Wege oder nutzt den Versandhandel mit Freude. Denn selbst übliche Medikamente bekommt man öfter nicht auf direktem Weg und muss ein 2. Mal den Weg zur Apotheke suchen, da auch die Auslieferung nicht für alle Gebiete erfolgt. Da ist der Versandhandel doch wesentlich komfortabler und dazu oft noch kostensparend. Natürlich ist es sinnvoll, ein gesundes Maß an Apotheken zu halten, nur andere Fachhändler müssen sich auch auf dem Markt behaupten...

Warum Menschen unterscheiben

  • Eckard Klimach Wietzendorf

    vor 3 Std.

    Stärkung der einheimischen Betriebe/Unternehmen.

  • vor 13 Std.

    Wenn ich ein Rezept vom Arzt bekomme möchte ich es meistens gleich einlösen . Bei freiverkäuflichen Medikamenten möchte ich es kaufen wenn ich es brauche , nicht erst 2-3 Tagen später .

  • Jürgen Oesten Breidenbach

    vor 15 Std.

    Mittelständische Unternehmen werden durch das EuGH Urteil benachteiligt. Die Arbeitsplätze sollen anscheinend ins Ausland verlegt werden, Von dort kommen dann keine Steuern in unser Sozielsystem und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist , höre ich schon die Politiker jammern. Man denkt als Politiker leider nur maximal in Zeiträumen von 4 Jahren.

  • vor 15 Std.

    Studentin der Pharmazie

  • vor 17 Std.

    ,Die Tatsache, dass ausl. Lieferanten keiner Preisbindung unterliegen, also güstiger anbieten können, unterhöhlt das ganze System Inländische Apotheken haben durch höhere Personal kosten, und anderen Auflagen wie Labor, Nachtdienste usw. einen höheren fin. Aufwand, sodass die Existenz der deutschen Apotheken gefährdet ist und die Versorgung der Bevölkerung ebenfalls.

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