Anmerkung: Ich alleine kann nicht wirklich etwas ausrichten, da mir einfach die Erfahrung fehlt. Mit Hilfe von Podologen, Podologieschuelern und Fußpflegen moechte ich ueber den Zeitraum weitere Fakten sammeln, die man bis zu einer Woche vor Abgabe der Petition hinzufuegen kann. Ich bitte daher um Unterstuetzung, Anregungen und auch Kritik, wenn ich etwas nicht korrekt darstelle oder es etwas verwirrend rueber kommt. Einige Dinge was die Krankenkassen u.ae. betreffen werden ebenfalls noch hinzugefuegt. Desweiteren auch der Hinweis, dass man Unterschriftenprotokolle weiter unten downloaden und diese in der Praxis auslegt oder anderweitig Unterschriften sammeln kann um diese dann vor Ablauf der Petition wieder hochzuladen.

Ich moechte mit dieser Petition die Aenderung des Podologen Gesetzes (vom 4. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3320), das zuletzt durch Artikel 56 des Gesetzes vom 6.Dezember 2011 (BGBl. I S. 2515) geaendert worden ist) bewirken, da dieses bislang nur den Titelschutz vorsieht. Das Heilpraktiker Gesetz nachdem wir Podologen auf HMVO arbeiten muss in das Podologengesetz integriert werden. Hier muss eindeutig die Anerkennung der Podologen als HP Bereich Podo erfolgen. Bei der Grundversorgung von Pflegebeduerftigen muss man zwingend zwischen der normalen, taeglichen Fusspflege (Pedikuere) und der medizinischen Fusspflege (Podologie) unterscheiden. Folgende Punkte muessen dringend in das Gesetz aufgenommen werden:

Alle die sich Podologen oder medizinische Fusspfleger/innen nach dem aktuellen PodG nennen duerfen, sollten auch ohne Heilmittelverordnung und aerztliche Weisung am kranken Fuss arbeiten. Die Podologenverbaende sehen folgende Taetigkeitsfelder für die medizinische Behandlung vor: -Nagelbehandlungen Richtiges Schneiden der Naegel, Behandlung eingerollter und eingewachsener Naegel, Nagelmykosenoder verdickten Naegeln -Hyperkeratosenbehandlungen Abtragen uebermaessiger Hornhaut und Schwielen -Behandlung von Clavi und Verrucae Fachgerechtes Entfernen und Behandeln von Huehneraugen und Warzen -Druck- und Reibungsschutz Massnahmen zur Entlastung schmerzhafter Stellen -Orthonyxie Anfertigung spezieller Nagelspangen bei eingewachsenen Naegeln -Orthesentechnik Anfertigen von langlebigen Druckentlastungen -Nagelprothetik kuenstlicher Nagelersatz -Fuss und Unterschenkel Massage als therapeutische Massnahme oder zur Steigerung des Wohlbefindens -Allgemeine und individuelle Beratung

Indikationen / Risikoerkrankungen die von einem Podologen versorgt werden duerfen: -Diabetes mellitus oder andere Erkrankungen mit neurologisch beeintraechtigenden Faktoren (z.B.: Multiple Sklerose, Polyarthritis, Hemiplegie, Alkoholmissbrauch) -Stoffwechselerkrankungen -Chronische Polyosthritis -Durchblutungsstoerungen (arteriell oder venoes) -Infektionskrankheiten -bei immungeschwaechten Patienten (durch Dialyse, Krebs, AIDS, Hepatitis usw.) oder bei Patienten mit immunsuppressiver Medikation (z.B.: Chemotherapie, Allergie usw.) -Bluterkrankheit (Haemophilie) -Erhoehter Blutungsneigung (Haemorrhagische Diathese) -bei Patienten mit verzoegerter Wundheilung (z.B. bei bestimmten Medikamenten).

Für alle Fusspfleger/innen die nicht die Bezeichnung des Podologen oder med. Fusspflegers fuehren duerfen ist folgender Taetigkeitsbereich durch die Podologenverbaende deklariert: Der kosmetische Fusspfleger/in arbeitet am gesunden Fuss, dies bedeutet die Pflege und Prophylaxe des gesunden Fuss. Dazu gehoert: -fachgerechtes Schneiden der Naegel -Abtragen von Nagelverdickungen ohne pathologischen Befund -Sondieren der Nagelfalzen -Abtragen von Hautverdickungen (Hornhaut) ohne pathologischen Befund -Anleitung zur praeventiven Fussgymnastik -Durchfuehrung praeventiver Fussmassagen -Anleitung zur haeuslichen Pflege der Fuesse durch den Kunden -Dekorative Pflege der Fuesse -Beratung bei der Auswahl von Pflegemitteln

Sinn der Trennung in medizinisch und kosmetisch liegt darin, dass Fusspfleger und Podologen gemeinsam und ergaenzend arbeiten koennen. Das kann nur in Einverstaendnis mit den Gesetzen passieren. Jeder Fusspfleger/in muss eine Ausbildung machen, mit fester Stundenzahl, festen Inhalten und festgelegten Praxisstunden damit auch die Wertigkeit der Fusspfleger in der Oeffentlichkeit steigt, da es derzeit keinen anerkannten Beruf Fusspfleger/in in Deutschland gibt.

Desweiteren duerfen nur noch Podologen oder med. Fusspfleger/innen mit medizinischer Fusspflege werben, da dies sonst Irrefuehrungen zur Folge hat. Verbraucher muessen klar erkennen koennen wer ueber die entsprechende Ausbildung verfuegt und qualifiziert genug ist, sich mit Problemfuessen auseinander setzen zu koennen.

Egal ob man als Podologe oder Fusspfleger/innen tätig ist, sind entsprechende Hygienevorschriften einzuhalten. Desinfektion und Sterilisation der Geraete / Instrumente sollte auch zur Pflicht von Fusspflegern gemacht und von den entsprechenden Gesundheitsaemtern ueberprueft werden.

Begründung

Die medizinische Fusspflege ist gerade bei Patienten mit Risikoerkrankungen dringend anzuraten. Durch unsachgemaess durchgefuehrte Pedikueren mit zum Teil nicht desinfizierten /sterilisierten Instrumenten entstehen oft Verletzungen am Fuss, die zum Beispiel beim Diabetiker zu Wundinfektionen mit Beteiligung des tieferliegenden Gewebes oder des Knochens fuehren koennen. Besteht bei dem Patienten schon eine Nervenschaedigung bleibt die Verletzung unter Umständen unbemerkt und kann sich bis zur Gangraen (Gewebsuntergang durch Minderdurchblutung mit zusaetzlicher Infektion) entwickeln. Dies fuehrt oft zur Amputation des Fusses oder des ganzen Beines. Podologen muessen eine 2 bzw. 3 jaehrige medizinische Ausbildung mit staatlicher Pruefung absolvieren, sich Fortbildungen unterziehen, nach hoechsten hygienischen Standards arbeiten und werden solange sie nicht auf Heilmittelverordnung arbeiten mit einer Fusspflegerin gleich gestellt. Fusspfleger/innen absolvieren meist nur einen Wochenkurs oder haben gar kein Zertifikat und arbeiten einfach darauf los. Kontrollen durch die Gesundheitsaemter finden so gut wie nie statt. Sicherlich gibt es zahlreiche Fusspfleger/innen mit vielen Jahren Berufserfahrung, die nicht die Moeglichkeit einer Zusatzausbildung als Podologe haben und sehr gute Arbeit abliefern, mit Podologen zusammen arbeiten und diese unterstuetzen. Aber gerade weil die Podologen die teure medizinische Ausbildung absolviert haben, sollten sie ohne HMVO und aerztlicher Weisung nicht mit der kosmetischen Fusspflege gleich gestellt werden. Es ist an der Zeit der Bevoelkerung Deutschlands den Unterschied zwischen Fusspflege und Podologie nahe zu bringen und das geht nur durch ein schaerferes Gesetz mit klarer Abtrennung dieser beiden Gebiete wie oben angegeben. Da nuetzt es auch nichts nur die Podologin mit HMVO medizinisch arbeiten zu lassen. Entweder man hat die medizinische Ausbildung und darf es oder nicht. Die Podologenverbaende geben zu, dass das aktuelle Gesetz ziemlich viele Luecken aufweist und somit sehe ich und viele andere Podologen und Schueler dringenden Handlungsbedarf. Ich selbst bin Fachfusspflegerin in podologischer Ausbildung und moechte meine ca. 10000 Euro die ich als Selbstzahler in diese Ausbildung investiere gut angelegt wissen und vor allem beduerftigen Menschen (dem Verbraucher) medizinisch helfen, egal ob mit oder ohne Heilmittelverordnung, denn schliesslich lernen wir einen medizinischen Beruf!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    mit dem heutigen Datum wurde die Petition beendet und von mir soeben beim Petitionsausschuss und unserem Gesundheitsminister Herrn Hermann Gröhe (MdB) eingereicht.
    Desweiteren habe ich alle Unterlagen noch einmal ausgedruckt und zusammen mit einem Anschreiben persönlich zu Händen Herrn Gröhe nach Berlin gesendet in der Hoffnung das die Petition wohlwollend geprüft wird.

    Sobald ich weitere Informationen habe lasse ich Sie es wissen.
    Ich möchte mich noch einmal bei Ihnen für die Unterstützung und Mithilfe bedanken.

    Herzlichst Claudia Schein

Pro

es muß auch etwas an diesen Ceashkursen getan werden. Dort bekommt man nach 3 Tagen oder einer Woche ein Zertifikat , mit diesem sich die Absolventen dann dazu berufen fühlen, Diabetikern und Blutern eine Fußpflege zu machen oder Pilznägel zu behandeln. Sie wissen gar nicht genug darüber, denn nach einem 4Std Diabetikerkurs, bei dem oft der Produktverkauf im Vordergrund steht, kann man Folgeschäden überhaupt nicht einschätzen.Genauso eingewachsene Nägel. Ein Podologe braucht die Genehmigung vom Arzt, weil es als Heilbehandlung deklariert ist, Fußpfleger machen es einfach....

Contra

Med. Tätigkeiten gehören in die Hände eines med. Berufes wie Krankensch.als Weiterbildung Fußpflege! Grund: diese haben die Erfahrung in Krankh., haben diese schon in Natura gesehen, haben die Komplikationen schon gesehen, kennen die Kommunikation mit Ärzten und anderen Berufsgr.? Podo.lernen nur vom Buch kaum an wirklich klin.Pat. Mit Wunden sind sie meist überfordert und diese werden dann von einem Wundmanager Krankensch. versorgt und behandelt. Auch ist die Frage eines Notfalles bei Schmerzschock meiner Meinung nicht genug geklärt. Reicht dafür ein Kurs oder besser klin. Personal das geübt