Region: Biedenkopf

Erhalt der Figur des "Mohren" beim Grenzgang 2033 in veränderter Darstellung und mit anderem Namen

Petition richtet sich an:
Grenzgangsverein Biedenkopf

231 Unterschriften

36 %
125 von 350 für Quorum in Biedenkopf Biedenkopf

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  1. Gestartet 19.07.2026
  2. Sammlung noch > 9 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Grenzgangsverein Biedenkopf

Der Biedenkopfer Grenzgang ist mehr als ein Heimatfest. Er verbindet Generationen, schafft Gemeinschaft, Identität und ist ein wichtiger Teil unserer Stadt. Gerade weil uns diese Tradition am Herzen liegt, setzen wir uns für seine Weiterentwicklung ein.

Mit dieser Petition setzen wir uns dafür ein mit Blick auf den Grenzgang 2033, die Figur des „Mohren“ behutsam anzupassen. Unser Ziel ist nicht, die Figur abzuschaffen oder den Grenzgang komplett auf den Kopf zu stellen. Im Gegenteil: Wir möchten dazu beitragen, dass der Grenzgang auch in Zukunft ein Fest bleibt, auf das alle Biedenkopferinnen und Biedenkopfer stolz sein können.

Lesen Sie hier mehr: www.grenzgangsmajor.carrd.co

Viele Menschen verbinden mit der Figur des „Mohren“ ausschließlich positive Gefühle. Gleichzeitig wird ihre Darstellung heute zunehmend kritisch gesehen – insbesondere wegen des Blackfacings, der negativ behafteten Bezeichnung und dem mutmaßlichen historischen Ursprung im europäischen Kolonialismus. Die Kritik richtet sich nicht gegen die vielen Menschen, die den Grenzgang mit viel Herzblut und ehrenamtlichen Engagement gestalten, sondern gegen eine Darstellungsform, die heute anders wahrgenommen wird als früher.

Diese Petition soll sichtbar machen, dass es auch innerhalb der Biedenkopfer Stadtgesellschaft Menschen gibt, die sich eine veränderte Darstellung der Symbolfigur wünschen.

Unser Anliegen ist es, das Grenzgangskomitee zu ermutigen, gemeinsam mit der Bürgerschaft darüber nachzudenken, wie die Symbolfigur künftig gestaltet werden kann – mit Respekt vor der eigenen Geschichte, sozialer und ethischer Verantwortung, und im Sinne der Zukunft unseres Heimatfestes.

Ein Vorschlag könnte so aussehen: Die Figur soll als "Major" erhalten bleiben – nur das Blackfacing soll entfallen. Uniform, Aufgabe und Rolle innerhalb des Grenzgangs bleiben unverändert.

Wir sind überzeugt: Der Grenzgang muss sich nicht zwischen Tradition und gesellschaftlicher Verantwortung entscheiden. Beides ist möglich.

P.S. Im Zuge der Unterschriftenabgabe können Sie optional Angaben machen warum Ihnen diese Petition wichtig ist. Nutzen Sie gerne diese Möglichkeit, um Ihre Gedanken zu dem Thema zu äußern.

Begründung

Der Grenzgang ist für uns zu wertvoll, um ihn dauerhaft auf die Diskussion um die Figur des „Mohren“ reduzieren zu lassen. Wir wünschen uns, dass wieder das im Mittelpunkt steht, was den Grenzgang seit Generationen ausmacht: Gemeinschaft, Heimatverbundenheit und das Miteinander.

Gleichzeitig merken wir, dass uns die aktuelle Debatte nicht mehr loslässt. Wir fragen uns, ob wir Bilder des Grenzgangs in seiner heutigen Form noch unbeschwert teilen oder Menschen von außerhalb mit derselben Selbstverständlichkeit dazu einladen würden wie früher. Das macht uns traurig, denn eigentlich möchten wir unseren Grenzgang mit Stolz nach außen tragen.

Wir befürchten, dass ein Fest, das auf berechtigte gesellschaftliche Fragen keine Antwort findet, langfristig nicht nur immer wieder in die gleiche Diskussion gerät, sondern auch dem Ansehen Biedenkopfs schadet. Das würde weder dem Grenzgang noch den vielen Ehrenamtlichen gerecht, die ihn mit großem Engagement tragen.

Wir wünschen uns deshalb eine Lösung, die Tradition und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Eine Lösung, die den Charakter des Grenzgangs bewahrt und gleichzeitig zeigt, dass unsere Stadt bereit ist, ihre Traditionen verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Denn wir möchten auch in vielen Jahren noch mit Überzeugung sagen können: Auf unseren Grenzgang sind wir stolz.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Initiative Grenzgangsmajor, Biedenkopf

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 19.07.2026
Sammlung endet: 19.07.2027
Region: Biedenkopf
Kategorie: Kultur

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Neue Sprachversion

Die Idioten die den Grenzgang nicht verstanden haben, bzw. nicht wissen woher der „Mohr“ kommt und was er im Grenzgang bedeutet, sollten sich einfach nur raushalten, oder auf hessisch:: DAS MAUL HALTEN!!!

Nicht Biedenkopf reduziert sich auf den Mohr! Dieses Argument ist falsch! Es wird Biedenkopf "aufgedrückt"! Das Symbol "Mohr" ist nicht annährend dasselbe wie ein Minstrel-Darsteller in USA. Es fehlt jeder Bezug. Es kommt eine Fremdwahrnehmung rein, die zwar zu verstehen ist - aber trotzdem nur reflexartig ist. Bitte die Eigenständigkeit der lokalen Kultur beachten - v.a. auch, daß Symbole immer nur im Kontext wirken - nie absolut!

Warum Menschen unterschreiben

Weil der Grenzgang nicht nur (Mohr) ist und auch eine Tradition veränderbar ist.

Eine veraltete Tradition, die ein schönes Heimatfest in ein schlechtes Licht stellt.

weil ich selbst gerne beim Grebzgang mitmache, aber dies einfach nicht mehr mit gutem Gefühl tun kann

weil die Herabsetzung von ethnischen Gruppen definitiv eine Form von Rassismus darstellt.

Weil es Zeit wird für Veränderung. Auch in Biedenkopf.

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