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Bild zur Petition mit dem Thema: Viktoria bleibt Viertel! Vielfalt erhalten und behutsam weiterentwickeln Viktoria bleibt Viertel! Vielfalt erhalten und behutsam weiterentwickeln
  • Von: Bonn im Wandel e.V.
  • An: Bonner Stadtverordnete
  • Region: Bonn mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 150 Tage verbleibend
  • 318 Unterstützende
    248 in Bonn
    10% erreicht von
    2.500  für Quorum  (?)

Viktoria bleibt Viertel! Vielfalt erhalten und behutsam weiterentwickeln

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In einem selbst-organisierten Prozess haben wir folgende Grundsätze für die Weiterentwicklung des Viktoriaviertels entwickelt:

  • Erhalt der gewachsenen und kleinteiligen Strukturen und der Bausubstanz: Der vorhandene vielfältige Nutzungsmix im Viktoriaviertel wird durch eine schrittweise und organische Weiterentwicklung des Viertels sichergestellt.

  • Mobilität für die Zukunft gestalten: Durch verkehrsberuhigende Maßnahmen (Stichwort "Shared Space", Unterbrechung des Cityrings am Hauptbahnhof) und die Umwidmung der Franziskanerstraße zu einer reinen Fußgängerzone wird der Verkehrsdruck reduziert. Eine für Fahrradfahrerinnen und Fußgängerinnen sichere Querung der Straße Belderberg öffnet das Viertel zum Rhein hin.

  • Der Innenhof des Viktoriaviertels wird erhalten und vom ruhenden Verkehr befreit. Der entsiegelte und begrünte Innenhof wird für Anwohnerinnen und Besucherinnen zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Die historische Franziskanergasse wird reaktiviert. Das nachbarschaftliche Wohnen im innerstädtischen Viktoriaviertel wird gestärkt. Menschen in der City führen zu einer lebendigen Innenstadt auch außerhalb der Ladenöffnungsszeiten. Bezahlbare und gemeinschaftliche Wohnformen im Sinne neuer Nachbarschaften werden bevorzugt berücksichtigt.

  • Die Schwimmhalle des Viktoriabades mit ihrer denkmalgeschützten Fensterfront wirkt identitätsstiftend für das Viertel und die gesamte Stadt. Sie wird erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Fensterfront ist so zu gestalten, dass sie zum ästhetischen Anziehungspunkt der Bonner Innenstadt wird.

  • Der Innenbereich des Viktoriabades wird der lokalen Bevölkerung als Ort des gemeinsamen Kulturschaffens, Arbeitens und der Begegnung geöffnet. Betreiber der Räumlichkeiten ist ein Zusammenschluss Bonner Initiativen, der für die Nutzung ein tragfähiges Konzept erarbeitet. Aufgabe des Betreibers ist es, den Charakter des Bades als Ort Bonner Kultur und Geschichte zu wahren. Kommerzielle Teil-Nutzungen werden nicht ausgeschlossen, die Schaffung von Räumen ohne Konsumzwang steht jedoch im Zentrum.

Das Viktoriaviertel wies bereits eine gesunde, an den Bedürfnissen der dort wohnenden, arbeitenden und lebenden Bürger*innen orientierte Struktur auf, bevor sie durch die destruktive Leerstands-Politik der Signa in Mitleidenschaft gezogen wurde. Durch die Umsetzung der oben genannten Prinzipien kann das Viertel optimal in die Innenstadt integriert werden.

Wir fordern die Stadt und die in der Bürgerwerkstatt beteiligten Planungsbüros dazu auf, diese Grundsätze bei der weiteren Arbeit zu berücksichtigen.

Kontakt: info@viktoriableibt.de Website: viktoriableibt.de

Begründung:

Vor zwei Jahren gründeten Menschen aus dem Viktoriaviertel die Initiative Viva Viktoria! und starteten ein Bürgerbegehren gegen den Verkauf der städtischen Grundstücke im Viertel an die Münchner Signa Holding. Im Herbst darauf sammelte die Initiative mehr als 20.000 Unterschriften und kippte damit den Ratsbeschluss, der einen weitgehenden Abriss des Viktoriaviertels und den Bau einer Shopping-Mall vorsah.

In einem selbst organisierten Prozess haben wir Grundsätze erarbeitet, die aus unserer Sicht für eine ökologisch nachhaltige und sozial ausgewogene Weiterentwicklung des Viertels notwendig sind. Die begrenzten Partizipationsmöglichkeiten vor, während und im Entscheidungsprozess der Bürgerwerkstatt bedauern wir ausdrücklich.

Zukünftige Stadtentwicklung fördert Vielfalt in der Stadt. Eine einseitig auf Kommerzialisierung ausgelegte Stadtplanung, die Großkonzerne und Ladenketten anstelle von lokalem Kleingewerbe fördert, ist sowohl sozioökonomisch also auch ökologisch wenig nachhaltig. Historisch gewachsene Sozial-, Nutzungs- als auch Bau-Strukturen müssen in der Planung berücksichtigt werden und dürfen nicht einer kurzfristigen Verwertungslogik untergeordnet werden. Die Beteiligung von Bürger*innen muss bereits im Vorfeld von Planungen geschehen und in Entscheidungsprozesse ernsthaft integriert werden. Die Zukunft unserer Stadt geht uns alle an.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Bonn, 23.04.2017 (aktiv bis 22.10.2017)


Neuigkeiten

Wir freuen uns sehr, das sich schon 24 Bonner Initiativen unserer Erklärung angeschlossen haben. Das macht deutlich: Der Bedarf ist groß an Entwicklungsperspektiven, die die vorhandenen Bau- und Sozialstrukturen berücksichtigen. Heute ist die Bürgerwerkstatt ...

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Warum Menschen unterschreiben

Ich suche in Städten die kleinen Viertel mit Vielfalt und nicht die überall gleicher werdenden Verkaufsgiganten, die uns immer gleicher werden lassen die Verkäufer in den kleinen Läden sind meist viel freundlicher und aufgeschlossener, ich sehe ihnen ...

Der Viktoriaviertel hat Charme und ist einen der Orten in Bonn, der die Stadt so gemütlich und hübsch macht! Es hat einfach Identität! Und Wofür?! Für ein modernes kommerzielles Stadtanonymes Shoppingmal?! Die Stadt braucht es nicht! Es gibt genug E ...

Weil es genügend Negativbeispiele in anderen Städten zu Shopping-Malls gibt, z. B. Saarbrücken. Das geht nur solange gut, solange Investoren damit wirtschaftliche Erfolge erzielen. Danach ziehen sie weiter und die Kommunen bleiben auf verwahrlosten S ...

Weil das Viktoriaviertel für mich ein Modellfall dafür ist, wie die Stadtentwicklung in Bonn keinesfalls weitergehen darf. Der Verkauf öffentlicher Räume an private Investoren und die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche muss ein Ende haben. Im Vi ...

Es ist wichtig für uns alle, wie wollen wir leben?

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