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Bild zur Petition mit dem Thema: Viktoria bleibt Viertel! Vielfalt erhalten und behutsam weiterentwickeln Viktoria bleibt Viertel! Vielfalt erhalten und behutsam weiterentwickeln
  • Von: Bonn im Wandel e.V.
  • An: Bonner Stadtverordnete
  • Region: Bonn mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 858 Unterstützende
    694 in Bonn
    Sammlung abgeschlossen

Viktoria bleibt Viertel! Vielfalt erhalten und behutsam weiterentwickeln

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In einem selbst-organisierten Prozess haben wir folgende Grundsätze für die Weiterentwicklung des Viktoriaviertels entwickelt:

  • Erhalt der gewachsenen und kleinteiligen Strukturen und der Bausubstanz: Der vorhandene vielfältige Nutzungsmix im Viktoriaviertel wird durch eine schrittweise und organische Weiterentwicklung des Viertels sichergestellt.

  • Mobilität für die Zukunft gestalten: Durch verkehrsberuhigende Maßnahmen (Stichwort "Shared Space", Unterbrechung des Cityrings am Hauptbahnhof) und die Umwidmung der Franziskanerstraße zu einer reinen Fußgängerzone wird der Verkehrsdruck reduziert. Eine für Fahrradfahrerinnen und Fußgängerinnen sichere Querung der Straße Belderberg öffnet das Viertel zum Rhein hin.

  • Der Innenhof des Viktoriaviertels wird erhalten und vom ruhenden Verkehr befreit. Der entsiegelte und begrünte Innenhof wird für Anwohnerinnen und Besucherinnen zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Die historische Franziskanergasse wird reaktiviert. Das nachbarschaftliche Wohnen im innerstädtischen Viktoriaviertel wird gestärkt. Menschen in der City führen zu einer lebendigen Innenstadt auch außerhalb der Ladenöffnungsszeiten. Bezahlbare und gemeinschaftliche Wohnformen im Sinne neuer Nachbarschaften werden bevorzugt berücksichtigt.

  • Die Schwimmhalle des Viktoriabades mit ihrer denkmalgeschützten Fensterfront wirkt identitätsstiftend für das Viertel und die gesamte Stadt. Sie wird erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Fensterfront ist so zu gestalten, dass sie zum ästhetischen Anziehungspunkt der Bonner Innenstadt wird.

  • Der Innenbereich des Viktoriabades wird der lokalen Bevölkerung als Ort des gemeinsamen Kulturschaffens, Arbeitens und der Begegnung geöffnet. Betreiber der Räumlichkeiten ist ein Zusammenschluss Bonner Initiativen, der für die Nutzung ein tragfähiges Konzept erarbeitet. Aufgabe des Betreibers ist es, den Charakter des Bades als Ort Bonner Kultur und Geschichte zu wahren. Kommerzielle Teil-Nutzungen werden nicht ausgeschlossen, die Schaffung von Räumen ohne Konsumzwang steht jedoch im Zentrum.

Das Viktoriaviertel wies bereits eine gesunde, an den Bedürfnissen der dort wohnenden, arbeitenden und lebenden Bürger*innen orientierte Struktur auf, bevor sie durch die destruktive Leerstands-Politik der Signa in Mitleidenschaft gezogen wurde. Durch die Umsetzung der oben genannten Prinzipien kann das Viertel optimal in die Innenstadt integriert werden.

Wir fordern die Stadt und die in der Bürgerwerkstatt beteiligten Planungsbüros dazu auf, diese Grundsätze bei der weiteren Arbeit zu berücksichtigen.

Kontakt: info@viktoriableibt.de Website: viktoriableibt.de

Begründung:

Vor zwei Jahren gründeten Menschen aus dem Viktoriaviertel die Initiative Viva Viktoria! und starteten ein Bürgerbegehren gegen den Verkauf der städtischen Grundstücke im Viertel an die Münchner Signa Holding. Im Herbst darauf sammelte die Initiative mehr als 20.000 Unterschriften und kippte damit den Ratsbeschluss, der einen weitgehenden Abriss des Viktoriaviertels und den Bau einer Shopping-Mall vorsah.

In einem selbst organisierten Prozess haben wir Grundsätze erarbeitet, die aus unserer Sicht für eine ökologisch nachhaltige und sozial ausgewogene Weiterentwicklung des Viertels notwendig sind. Die begrenzten Partizipationsmöglichkeiten vor, während und im Entscheidungsprozess der Bürgerwerkstatt bedauern wir ausdrücklich.

Zukünftige Stadtentwicklung fördert Vielfalt in der Stadt. Eine einseitig auf Kommerzialisierung ausgelegte Stadtplanung, die Großkonzerne und Ladenketten anstelle von lokalem Kleingewerbe fördert, ist sowohl sozioökonomisch also auch ökologisch wenig nachhaltig. Historisch gewachsene Sozial-, Nutzungs- als auch Bau-Strukturen müssen in der Planung berücksichtigt werden und dürfen nicht einer kurzfristigen Verwertungslogik untergeordnet werden. Die Beteiligung von Bürger*innen muss bereits im Vorfeld von Planungen geschehen und in Entscheidungsprozesse ernsthaft integriert werden. Die Zukunft unserer Stadt geht uns alle an.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Bonn, 23.04.2017 (aktiv bis 22.10.2017)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Viktoriaviertels, heute drohte die Signa Holding offenbar in einem sechs-seitigen Brief an den Oberbürgermeister Ashok Sridharan mit dem Rückzug aus dem „Projekt Viktoriakarree“. Die in der Bürgerwerkstatt ...

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Debatte zur Petition

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CONTRA: ich bin dagegen!!! Die Vielfalt kann dort nur einziehen, wenn alles abgerissen wird und neu und gleich groß gebaut wird. Also weltoffen , frei , .Wieso nur Für Fahrradfahrerinnen? Auch und vor allem für Muslime und innen. Es werden nach der Wahl ca. 600 ...



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

Unterstützer Betroffenheit