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Bild zur Petition mit dem Thema: Visaangelegenheiten - Kriterien für die Beantragung eines Schengen-Visums Visaangelegenheiten - Kriterien für die Beantragung eines Schengen-Visums
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 31 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

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Visaangelegenheiten - Kriterien für die Beantragung eines Schengen-Visums

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen…Bei der Entscheidung über die Erteilung eines Schengen-Visums sollen die deutschen Botschaften nicht nur ökonomische Kriterien zur Beurteilung der Rückkehrwilligkeit heranziehen, sondern auch objektive Kriterien wie Bildungserfolg und Bildungslaufbahn. Unbescholtene Personen sollen bei Vorliegen aller formalen Voraussetzungen auch dann ein Visum erhalten, wenn sie nicht über Grundbesitz oder ein festes Einkommen verfügen, insbesondere Studierende.

Begründung:

Derzeit ist es so, dass Freundschaften, die durch Reisen oder soziale Netzwerke entstehen, häufig nicht zu einem Besuch in Deutschland führen, wenn die betroffenen Personen aus Schwellenländern stammen, zum Beispiel aus Südostasien. Obwohl die Finanzierung gesichert ist, eine Einladung vorliegt, die eingeladenen befreundeten Ausländer gut untergebracht sind, wird kein Visum erteilt. Die Botschaften begründen die Ablehnung des Visumantrags mit einer ungünstigen Prognose zur Rückkehrwilligkeit des Antragstellers. Der Antragsteller hat die Beweislast. Er muss nachweisen, dass er in seinem Heimatland verwurzelt und rückkehrwillig ist. Verfügt er über kein Vermögen und keinen Grundbesitz oder eine gute bezahlte Festanstellung, ist das schwierig. Insbesondere Studierende verfügen nicht über diese sozioökonomischen Merkmale. Trotzdem sind sie in ihren Heimatländern verwurzelt, weil sie in der Regel nur dort ihr Studium abschließen können. Dies sollten die Botschaften würdigen und berücksichtigen und Visa dann erteilen, wenn die Antragsteller unbescholten sind, erfolgreich studieren und in ihrem Studium so weit fortgeschitten sind, dass ein Abschluss wahrscheinlich ist. Zudem sollten auch durch objektivierbare Leistungen nachgewiesene Persönlichkeitsmerkmale wie Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit berücksichtigt werden. Es wäre sehr schade, wenn der interkulturelle Austausch gerade mit jungen Menschen aus Asien dadurch erschwert würde, dass persönliche Freundschaften nicht durch Besuche in Deutschland gefestigt werden können. Bei der derzeitigen Praxis unserer Botschaften ist das leider so. Das Auswärtige Amt sollte vor allem mehr Transparenz zeigen und klar und offen sagen, wer bei einem Visumantrag keine Chance hat. Wenn dies für Studenten generell gilt, sofern sie "arm" sind, wäre das den Interessen der Bundesrepubik Deutschland nicht dienlich. Denn Studierende sind die künftigen Eliten in ihren Ländern und Studierende können auch nach Abschluss ihrer Studien für den deutschen Arbeitsmarkt interessant sein. Sie sollten mehr Möglichkeiten bekommen, Deutschland und seine Menschen kennen zu lernen, auch ohne Auslandssemester, die oft schwer in die Studiengänge dieser Länder zu integrieren sind. Ich weise noch darauf hin, dass aufgrund der von deutschen Staatsbürgern abgegebenen Verpflichtungserklärung alle finanziellen Risiken für die Bundesrepubik abgewendet werden. Der Einladende muss gegegebenenfalls auch für die zwangsweise Rückführung eines Eingeladenen haften. Ich kann daher nicht nachvollziehen, warum die Botschaften trotzdem einer theoretisch möglichen illegalen Verlängerung des Auslandsaufenthaltes durch eine restriktive Visavergabepraxis unbedingt vorbeugen wollen.

21.01.2018 (aktiv bis 05.03.2018)


Debatte auf openPetition

PRO: Ich habe eine offizielle Einladung, eine Verpflichtungserklärung, eine Krankenversicherung sowie die Flüge zur Verfügung gestellt, was bereits im Vorfeld mit erheblichen Kosten für mich verbunden war! Das sollte rechtsverbindlich eigentlich genügen, dass ...

PRO: Ich denke (als Betroffener) auch, man kann nicht in jedem Antragsteller, in meinem Fall Marokko, einen Mensch sehen, der ein Besuchsvisum missbraucht. Wenn man eine ausländische Freundschaft pflegen möchte, dann ist es beschämend für mich, dass ein Besuchsvisum ...

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