• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 58 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Visaangelegenheiten - Verfahrensänderungen zur Visaprüfung zum Familiennachzug von syrischen schutzbedürftigen Angehörigen

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, daß syrische Familien im Rahmen des Familiennachzugs von der Neubeschaffung syrischer Pässe befreit werden und nach Feststellung der Identität (syrische ID / andere Dokumente) RAfAs ausgestellt werden.Die deutschen Vertretungen in Beirut und Amman sollten Terminvereinbarungen ohne Pass ermöglichen, die Einreise in den Libanon entsprechend geregelt werden.Moderne DNA Analyse sollte bei Nichtvorhandensein von Familiendokumenten Anwendung finden. MfG

Begründung:

Angesichts des Wissensstandes über das Vorgehen des syrischen Regimes gegen Oppositionelle und vermeintlich Oppositionelle und der aktuellen Lage in Syrien ist es absolut glaubhaft , was ausnahmslos alle syrischen Familienväter über die Passbeschaffung in Syrien oder den syrischen Auslandsvertretungen berichten:- es ist keine syrische Behörde mehr vorhanden, bzw. erreichbar, die Pässe oder andere Dokumente ausstellt, oder vorlegalisiert- Passbeantragung birgt Gefahr für Leib und Leben der Antragsteller/innen und deren Familien. (uns wurde berichtet: im harmlosesten Fall, wenn nach hohen Zahlungen und langen Wartezeiten Pässe ausgestellt werden, ist der Name der Familie als potentielle politische Gegner vermerkt und irgendwann bekommt die Familie Probleme (milde ausgedrückt) - alle haben Angst vor massiven Repressalien. Es gibt alle Abstufungen, auch Oppositionelle, von denen Familienmitglieder inhaftiert sind, desertierte Soldaten/Militärs... Familienmitglieder dieser Personengruppen können definitiv keine Pässe besorgen. Für sie muss man ausführliche Begründungen an die Botschaften schreiben, aber eigentlich trifft das auf alle Flüchtlinge zu.- Neubeschaffung von Dokumenten und Pässen spielt dem Terrorregime viel Geld zu.Meine Überlegungen:- das Argument, es würden ja laufend neue Pässe und legalisierte Familienstandsurkunden, Heiratsurkunden usw. bei den Botschaften vorgelegt, zählt für mich nicht, weil ich täglich erlebe, wie z.B. aus Verzweiflung darüber, daß wegen dem fehlenden Pass die Familie keine Chance hat nach Deutschland zu kommen, die Entscheidung getroffen wird, trotz der Gefahr für die ganze Familie in Syrien die Pässe zu beantragen.- in der heutigen Zeit sind Papierdokumente, besonders aus Staaten mit koruptem Behördenapparat nicht aussagekräftig. - Syrische Mütter sind so gut wie ausnahmslos verheiratet. Ihre Männer, anderkannte Flüchtlinge, sind in Deutschland/Europa kontrolliert und erfasst, sonst könnten sie keinen Antrag auf Familiennachzug stellen.- Identitätsklärung ist oft auch über syr. ID-Karte und andere Dokumente möglich.- Glaubhaftmachung im Einzelfall ist bürokratisch sehr aufwändig- Ein DNA Test unter ärztlicher Probennahme und Laborauswertung in Deutschland wäre durchführbar, sicher, vollkommen unabhängig von syrischen Behörden und könnte viele schwer zu beschaffende, teure und fragwürdinge Ausweispapiere und Dokumente ersetzten. - deutsche Labore würden etwas verdienen und nicht eine Kriegspartei.- den Syrern geht es schlecht genug. Es besteht ein Rechtsanspruch auf Familiennachzug, das sollte nicht wegen steifer Bürokratie mit noch mehr Leid und Verzweiflung gekoppelt sein, wenn Deutschland (wir) das verhindern kann.

07.05.2016 (aktiv bis 29.06.2016)


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