Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag
Wir fordern vom Deutschen Bundestag die vollständige Wiederherstellung der biblischen (jüdischen) Namen im deutschen Buchstabieralphabet, die von den Nationalsozialisten getilgt und durch „deutsche“ Namen ersetzt worden waren.
„Samuel“ (statt „Siegfried“) und „Zacharias“ (statt „Zeppelin“) wurden bereits restituiert, warum dann nicht die drei übrigen biblischen Namen?
„Dora“ soll wieder zu „David“,
„Julius“ wieder zu „Jacob“ und
„Nordpol“ wieder zu „Nathan“ werden!
Wir stellen uns gegen die Einführung eines komplett neuen Buchstabieralphabets auf der Basis von Städtenamen, weil diese ein völliges Neuerlernen des Buchstabieralphabets erforderlich machen würde und keinerlei erkennbaren Mehrwert brächte.
Begründung
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
immer wieder staune ich, daß sich in unserer Kultur und Gesetzgebung immer noch Reste des menschenverachtenden Rassenwahns und des Antisemitismus der Nationalsozialisten finden.
Deshalb ist es u. a. längst überfällig, daß auch die noch nicht wiederhergestellten biblischen (jüdischen) Namen des deutschen Buchstabieralphabets aus der Fassung von 1926 wieder in das aktuelle Buchstabieralphabet aufgenommen werden, und das nicht nur – wie jetzt im öffentlichen Diskurs vorgeschlagen – „vorübergehend“, „zum Gedenken“ an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, sondern dauerhaft, ohne Wenn und Aber.
Wir brauchen auch kein komplett neues deutsches Buchstabieralphabet auf der Basis von Städtenamen, durch das über Nacht die Bevölkerung zu „Buchstabierdeppen“ gemacht würde. Das Buchstabieralphabet ist fest im Volksgedächtnis verankert und bedarf keiner grundsätzlichen Reform, deren Mehrwert nicht zu erkennen ist.
Vielmehr stünde es uns Deutschen gut zu Gesicht, auch durch diese kleine Geste jüdisches Leben in Deutschland noch mehr zur Normalität zu machen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie diese Petition unterstützen würden.