Construction

Weidensteg für die Menschen in Bergedorf

Petition is directed to
Bezirksversammlung Bergedorf
115 Supporters 0 in Hamburg Bergedorf
0% from 1.300 for quorum
  1. Launched 02/04/2021
  2. Time remaining > 7 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Das Bezirksamt Bergedorf hat am 4.Februar 2021 den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes B 113 für das Gebiet „Weidensteg“ mit 744 Wohneinheiten in Hamburg-Bergedorf gefasst. Gegenüber der Planung des Bezirksamtes sollen folgende Eckpunkte berücksichtigt werden:

1.     Rückkehr zu einer Anzahl von 500 bis 550 Wohneinheiten durch

·      Verzicht auf ein Gebäude, um die Gebäudeabstandsflächen zu vergrößern,

·      Reduzierung aller verbleibenden Gebäude um ein Vollgeschoss.

2.     Schaffung von mehr Spiel- und Freizeitflächen auf den freigewordenen Flächen.

Diese Forderungen haben wir den Fraktionen in der Bezirksversammlung und dem Bezirksamt vorgetragen. Ob unsere Forderungen Gehör finden, ist noch offen. Sie können aber auch Ihre Stimme erheben, indem Sie sich den Forderungen anschließen.

Reason

Auf der großen Brachfläche am Weidenbaumsweg zwischen Wiesnerring und der Kampbille soll das Neubaugebiet „Weidensteg“ entstehen. Der aktuelle Grundlage Bebauungsplan B-100 sieht hier den Bau von 325 Wohneinheiten vor. 

Doch seit Jahren wird an einem neuen Bebauungsplan B 113 für dieses Gebiet gearbeitet, wobei die Zahl der Wohneinheiten von 325 über 450 (Grobplanung vom Dezember 2015) und 540 im Wohnungsbauprogramm des Bezirks Bergedorf vom Februar 2019 auf nunmehr 744 in der aktuellen Planung vom September 2019 erhöht wurden. Zur Planung siehe Drucksache 21-0076 der Bezirksversammlung Bergedorf mit Änderung durch Drs. 21-0625 vom 2.12.2020; https://sitzungsdienst-bergedorf.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1004472.

Die Interessensgemeinschaft Glasbläserhöfe 8-10 hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das die folgenden Kritikpunkte herausgearbeitet und die Planung als rechtlich nicht einwandfrei und damit angreifbar bewertet hat:

Maß der Bebauung

Unter Ziff. 1.4 der Drucksache 21-0076 wird unter Ziff. 1.4 die bauliche Dichte dargestellt. Die Grundflächenzahl (GFZ) beträgt für das Sondergebiet 0,52 und die Geschossflächenzahl (GFZ) 1,96. Für den übrigen Wohnungsbau liegen die Werte bei durchschnittlich 0,45 (GRZ) und 2,14 (GFZ). Nach Ansicht der Planer verbleibt die bauliche Dichte jedoch auf einem für Allgemeine Wohngebiete hohen Niveau in Bezug auf die in §17 Baunutzungsverordnung festgelegten Obergrenzen (GRZ 0,4, GFZ 1,2). Die Abstandsflächen zwischen den Gebäuden gewährleisten eine knapp ausreichende Besonnung. Die Nachteile sollen durch große Fensterflächen ausgeglichen werden. Ob die dort wohnenden Menschen sich damit in ihren Wohnungen wohlfühlen, ist fraglich.

Die Überschreitung der Grenzwerte ist nur aus städtebaulichen Gründen möglich, die aber in der aktuellen Planung zu B113 nicht ersichtlich sind, denn das unbebaute Gebiet lässt ja eine andere Planung zu.

Belange des Natur- und Umweltschutzes und der Freizeitgestaltung der Anwohner*innen werden auf Randflächen verwiesen. Die Außerspielfläche für die Kindertagesstätte wird auf einer allgemeinen Grün- bzw. Spielfläche in 150 m Entfernung nachgewiesen. Das ist ein Erschwernis für den Alltagsbetrieb einer Kita.

Fazit: Die Wohnqualität genügt nicht den heutigen Ansprüchen und dem eigentlich in einem unbebauten Plangebiet Möglichen.

Verkehrsaufkommen

Die Verkehrsprognose gelangt zu dem verblüffenden Ergebnis, dass das Verkehrsaufkommen für 744 Wohneinheiten unter der bisherigen Prognose für 540 Wohneinheiten liegt. Das Planungsbüro bezieht sich auf statistische Daten zum Mobilitätsverhalten und zur Einwohnerstruktur, deren Aussagekraft für eine Verkehrsprognose für das Plangebiet höchst zweifelhaft ist. Die Annahme, dass der Individualverkehr in der Zukunft in dem angenommenen Maß tatsächlich abnehmen wird, erscheint nicht belastbar. Außerdem können nur im Rahmen eines Gesamtkonzeptes Aussagen für Bergedorf insgesamt gemacht werden. 

Der Stellplatzschlüssel von 0,18 ist sehr gering. Da auch der öffentliche Parkraum im Weidenbaumsweg reduziert wird, ist die Unterbringung des ruhenden Verkehrs der Anwohner (und deren Besucher) nicht befriedigend gelöst. 

Fazit: Die Kreuzung zum Sander Damm sowie die unmittelbar davor liegenden Zufahrten aus den angrenzenden Wohngebieten werden stark belastet werden. Es ist zu befürchten, dass noch mehr Fahrzeuge in den Parkraum im Umfeld des neuen Wohngebietes drängen werden. 

Eine Planung mit Weitblick

Es geht nicht darum die Bebauung zu verhindern. Ganz im Gegenteil. Mit dem neuen Wohngebiet wird endlich die Brücke über den Schleusengraben ebenso möglich wie die Fertigstellung des Wander- und Radweges am Wasser. Auch eine Kita und ein Supermarkt werden dort entstehen. Es geht um eine dem vorhandenen Stadtbild angepasste und menschenfreundliche Gestaltung, also eine Planung mit Weitblick für die kommenden Jahrzehnte.

Thank you for your support, Oliver Bödeker from Hamburg
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützer*nnen,

    zunächst vielen Dank für Eure Unterschriften. Innerhalb der ersten Woche haben wir schon über 50 Unterschriften zusammen. Am heutigen Samstag haben wir zu zweit ca. 1.000 Flyer in die Briefkästen in den Glasbläserhöfen und am Güterbahnhof verteilt, um in unserer direkten Nachbarschaft auf unsere Aktion aufmerksam zu machen.

    Gerne könnt Ihr die Petition entweder per eMail oder mit den druckbaren Unterschriftszetteln an Freunde, Bekannte und Familie weiterleiten.

    Vielen Dank für Eure Unterstützung und ein schönes Wochenende,

    Oliver

Not yet a PRO argument.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • Not public Hamburg

    12 hours ago

    Menschenfreundliche Nachbarschaft

  • 13 hours ago

    Ich wurde in Bergedorf geboren und wohne seit kurzem wieder hier. Ich unterstütze die Forderung dieser Petition zu 100%. Bebauung und neue Projekte in Bergedorf sind wichtig und ich freue mich auf die Zukunft aber man darf die Infrastuktur nicht vergessen und nur auf die Masse schauen! Insbesondere die Spielflächen für Kinder in unserem Quartier sind unglaublich wichtig.

  • 13 hours ago

    Der städtebaulichen Entwicklung im Bergedorfer Süden fehlt eine qualitätsvolle Gesamtstrategie, eine Art Rahmenplan mit vereinbarten Qualitätskriterien, die dann in städtebaulichen Verträgen mit den Projektträgern verankert werden. Dies zeigt sich besonders im Wohnumfeld (s. Straßenraum Glasbläserhöfe), aber auch an den baulichen Strukturen (z.B. Neubauten am Schleusengraben nördlich Glasbläserhöfe oder Schilfpark). Qualitäten müssen von Anfang an mitgeplant werden, sie lassen sich kaum bzw. nur zu ungleich höheren Kosten nachträglich herstellen, wenn die Gebäude erst einmal stehen. Während große Gebietsentwicklungen wie Oberbillwerder wenigstens teilweise im öffentlich Diskurs beleuchtet werden, findet hier ein weitgehend nicht-öffentlicher Entwicklungsprozess statt, bei dem offenbar Investitionsvolumen und Wohnungsbauzahlen die wichtigsten Kriterien sind. Nur so lässt sich der Anblick des Schilfparks an einem Standort erklären, der früher einmal Referenzstandort der Internationalen Bauausstellung Hamburg war und heute jegliche städtebauliche Qualität vermissen lässt. "Ganzheitliche Quartiersentwicklung aus einer Hand" sieht anders aus und sollte Am Weidensteg ernst genommen werden. Und: Die Folgekosten werden nicht ausreichend bedacht. Ein Beispiel: Was passiert an der Engstelle Weidenbaumsweg 93, wenn die Corona-Pandemie eingedämmt ist und das alltägliche Leben seinen Lauf nimmt ? Wenn hier morgens große Zahlen an Schüler*innen Richtung Glasbläserhöfe strömen, aus Richtung Schleusengraben die Autos in den Stau auf den Weidenbaumsweg rauschen und aus Süden kommend der Fahrradverkehr in Richtung S-Bahn sich mit dem Fußverkehr gefühlt 1m Gehweg teilt? Warum nicht vor dem ersten schlimmen Unfall den Weg am Schleusengraben herstellen? Der öffentliche Raum, Fuß- und Radverkehr müssen mehr Gewicht bekommen!

  • Not public Hamburg

    15 hours ago

    Direkter Wohnort

  • Andre Prey Hamburg

    17 hours ago

    Bin der gleichen Meinung und finde die Petition richtig und gut.

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