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Bild zur Petition mit dem Thema: Weiterförderung der Landesfachstelle "Trauma und Leben im Alter NRW" Weiterförderung der Landesfachstelle "Trauma und Leben im Alter NRW"
  • Von: Paula e.V. / Wildwasser Bielefeld e.V.
  • An: Landesregierung NRW, Fraktionsvorsitzende ...
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 37 Tage verbleibend
  • 1.014 Unterstützende
    888 in Nordrhein-Westfalen
    3% erreicht von
    29.000  für Quorum  (?)

Weiterförderung der Landesfachstelle "Trauma und Leben im Alter NRW"

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Die im Herbst 2016 vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW ins Leben gerufene Landesfachstelle "Trauma und Leben im Alter" soll ab 2018 nicht weiter gefördert werden.

Die neue Landesregierung sollte die Förderung der Landesfachstelle auch in den kommenden drei Jahren unbedingt fortführen. Die Arbeit der Fachstelle ist sowohl für die älteren Menschen in NRW, als auch für all diejenigen, die mit alten Menschen haupt- und ehrenamtlich arbeiten, eine wichtige Unterstützung!

Nicht nur den älteren Menschen gibt traumasensibler Umgang mehr Sicherheit, Kontrolle und Selbstbestimmung. Auch diejenigen, die mit ihnen arbeiten, werden durch relativ einfache und gleichzeitig intensiv wirkende Instrumente, die die Landesfachstelle in die Praxis trägt, in ihrem Handeln gestärkt.

Begründung:

Traumatische Erlebnisse sind Bestandteil der meisten Lebensgeschichten. Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass etwa 75 % aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben eine plötzliche, lebensbedrohliche seelische Verletzung erleiden. Nicht alle brauchen therapeutische oder ärztliche Hilfe, aber das Erlebte prägt nachhaltig deren weiteren Lebensweg. Im Alter greifen entwickelte Strategien zur Bewältigung und/oder Verdrängung des Erfahrenen dann häufig nicht mehr. Als Resultate können Retraumatisierungen auftreten aber auch belastende Symptome, die erst bei genauerem Hinschauen in Zusammenhang mit dem traumatischen Ereignis gebracht werden. Hier setzt die traumasensible Arbeit an.

Eine traumasensible Haltung in der Arbeit ermöglicht bereits mit einfachen Rahmenbedingungen eine Erleichterung für die Betroffenen. Die Landesfachstelle möchte dazu all diejenigen, die haupt- oder ehrenamtlich mit alten Menschen arbeiten, für eine traumasensible Haltung sensibilisieren, informieren, schulen, beraten und vernetzen. Dazu wird z.B. die Wahrnehmung einer möglichen Traumasymptomatik und der entsprechende Umgang damit geschult.

Die Landesfachstelle hat in ihrer gut einjährigen Arbeit eine intensive Informations- und Sensibilisierungsarbeit zum Thema Alter und Trauma geleistet. Es ist gelungen viele Praktikerinnen und Praktiker aus der Altenpflege, dem medizinischen Kontext sowie der Beratungslandschaft für die Bedeutung eines traumasensiblen Umgangs mit alten Menschen zu sensibilisieren. Aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Kommunen und der Fachpresse haben haben die Wichtigkeit des Themas erkannt. Das belegen zahlreiche Anfragen für Vorträge, Workshops, Schulungen, Beratungen und Fachartikel, die bei der Landesfachstelle aus allen genannten Bereichen eingegangen sind.

Mehr als 40 konkrete Schulungs- und Beratungsanfragen liegen für das Jahr 2018 bereits vor. Diese kommen sowohl von autonomen Trägerinnen und Trägern (Traumakliniken, Akutkrankenhaus, private Altenpflegeeinrichtungen und -dienste, Kommunen, mehrere Pflegeschulen, Selbsthilfegruppen, Frauenberatungsstellen, jüdische Gemeinde, ...) als auch von unterschiedlichen Verbänden (Diakonie, Caritas, AWO, Johanniter, ASB, DRK, Paritätischer, ...). Darüber hinaus übernimmt die Landesfachstelle auch die Funktion einer Koordinations- und Vernetzungsstelle, um die neusten Ergebnisse aus Forschung und Praxis zusammen zu bringen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

50678 Köln / 33611 Bielefeld, 21.11.2017 (aktiv bis 20.01.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Ich denke, dass es deutlich zu kurz gegriffen ist, das Thema auf den Aspekt sexuelle Identität zu begrenzen. Vielmehr könnte man sich hier auch mit den Traumata der Nachkriegskinder und auch der Nachkriegsenkel beschäftigen, s. u.a. Studie "Kriegskindheit" ...

PRO: Gerade jetzt steigt die Zahl der alten Menschen nahezu explosionsartig. Und viele gerade aus der Altersgruppe hat massiv mit Gewalterfahrungen zu tun und leiden fürchterlich gerade dann, wenn kognitive Fähigkeiten sich verändern. Wir brauchen mehr Projekte ...

CONTRA: 3 % der Bevölkerung ist homosexuell, also 1,5% lesbisch. Alt werden idR 100% der Bevölkerung. Wieso solches auf eine so kleine Minderheit beschränken? Es ist einfach nur sozial und angemessen alle alten Menschen damit einzubeziehen. Dazu bedarf es aber ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Ich halte es für ein gutes und wichtiges Projekt.

Als Heilpraktikerin und aus therapeutischer Sicht finde ich es wichtig, die Betroffenen auf allen Ebenen thematisch fachlich und fundiert zu unterstützen. Außerdem handelt es sich um ein gesellschaftlich wichtiges Thema!

Ich habe berufflich mit dem Thema Traumatisierungen zu tun und finde es wichtig, es in der Gesellschaft voranzubringen und vor allem zu unterstützen.

Inhaltlich selbstverständlich und weil ich jemanden kenne, die für das Projekt arbeitet.

Weil Pflegepersonal, das sich mit Traumata nicht auskennt, schwerwiegende Fehler machen kann. Dadurch könnte es traumatisierten Menschen sehr schlecht gehen, weil sie retraumatisiert werden, Flashback bekommen und körperlich wie psychisch sehr leiden ...

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