Forderungen:

Der Deutsche Bundestag beschließt, alle erdenklichen Maßnahmen zu treffen, um das Insektensterben zu stoppen:

  • Reduzierung oder Unterbindung von natur-gefährdenden Pestiziden

  • Förderung der biologischen Landwirtschaft, im b. Bioland und biologisch-dynamisch

  • Reformierung der Flächenaufteilung und Nutzung der Landwirtschaft

  • Ausbau und Vergrößerung der Landschaftsschutzflächen

  • Deklarierung jeglicher landwirtschaftlicher Flächen als "Naturschonraum". (abgemilderte Form eines Landschaftsschutzgebietes)

Jeder aufmerksame Autofahrer konnte in diesem Frühjahr bemerken, dass etwas nicht stimmt. Eine zunächst als angenehm empfundene Arbeitsentlastung, nämlich die Windschutzscheibe bei langen Autofahrten nicht mehrmals reinigen zu müssen, wurde für mich zur Hiobsbotschaft. Wenn mehr als 2/3 aller Insekten nicht mehr existent, die Bienen bereits seit Jahren bedroht sind, welche katastrophalen Folgen hat dies für Natur und Mensch? Diese Frage erschüttert hoffentlich alle wachen Zeitgenossen bis ins Mark und ruft zu Handlungen und Veränderungen auf. Die Ursachen liegen mehr oder weniger auf der Hand, allerdings sind diese noch nicht ausreichend wissenschaftlich nachgewiesen. Haben wir die Zeit, zu warten, bis Ergebnisse vorliegen, die vielleicht schon jetzt auf der Hand liegen?

Die Zahl der Fluginsekten ist in einem großen Teil Deutschlands um teilweise mehr als 75 Prozent zurückgegangen (Studie: „More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas“ "PLoS One" journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809) Damit wird das Insektensterben in Deutschland wissenschaftlich bestätigt, allerdings nicht die Ursachen. Die Analysen zeigen ebenfalls, dass die Untersuchungen über Schmetterlinge oder andere Bestäuber ebenfalls drastische Bestandseinbrüche und verschwundene Arten zeigen. Und sie belegt endlich auch die oben beschriebene Geschichte mit den Windschutzscheiben. Nach Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen ist die Biomasse der Fluginsekten seit 1989 mancherorts um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Nicht nur die Zahl der Arten, sondern auch die der Individuen befindet sich in einem dramatischen Sinkflug. Ein Großteil der Schädlingsbekämpfung findet auf ganz natürliche Art statt. Auf einem Hektar Acker mit Getreideanbau leben hunderttausende von Spinnen und räuberischen Käfern. Da, wo es keine Wildbienen mehr gibt, sinken die Ernten von Erdbeeren und Süßkirschen um mehr als das Doppelte wie die Studien zeigen. Rund 70 Prozent aller Tierarten in Deutschland sind Insekten.

Begründung

Die Fragmentierung und Einschränkung der Lebensräume von Insekten durch den landwirtschaftlichen Strukturwandel, möglicherweise auch der Einsatz von hochwirksamen Insektiziden in der Landwirtschaft, zum Beispiel Neonicotinoide und Glyphosphat, sollten dringlich untersucht werden. Viele Arten fliegen auch aus Landschaftsschutzgebieten in die umgebenden Äcker und nutzen deren Ressourcen als Futter. Die Vorherrschaft von Monokulturen haben zur Folge, dass in Brachen, Hecken oder breiten Feldrändernvo Rückzugsräume fehlen. Stattdessen werden die Flächen von Raps-, Mais- oder Weizenfeldern immer größer. Die Bestäubungsfähigkeit der Bienen geht zurück, Honigbienen finden ihre Völker nicht mehr, Hummeln zeugen weniger Königinnen für das kommende Jahr, Blattkäfer finden keine Partner mehr. Auf deren negative Auswirkungen verwies auch Teja Tscharntke, Professor für Agrarökologie an der Uni Göttingen. Auch der Klimawandel scheint als Grund des Rückgangs der Insektenpopulation nicht von der Hand zu weisen zu sein.

Werden Vögel in Zukunft hungern und sterben müssen? Welche Auswirkung wird das Insektensterben auf die menschliche Nahrungsgrundlagen haben? Wie wird sich unsere Natur verändern?

Wir können und dürfen nicht zusehen, wie diese Entwicklung weitergeht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, sozia aus Freiburg
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