Ich fordere die Wiedereingliederung des Rotwildes auf dem gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und das damit verbundene Aufheben des Gesetztes zum Ausrotten des Rotwildes außerhalb ausgewiesenen Rotwildgebieten.

Begründung

Aufgrund vermehrter Nachfragen zu meiner Petition „Wiedereingliederung des Rotwildes in der Bundesrepublik Deutschland“ gebe ich meinen Standpunkt detaillierter bekannt.

Es ist richtig, dass ich in meiner Petition das Rotwild als Nahrungsgrundlage für den Wolf anführe und deswegen die Petition gestellt habe. Der Wolf ist mit dem höchstmöglichen Schutzstatus ausgestattet und wird sich nahezu überall verbreiten. Die Liste der Wolfsrisse zieht sich durch die ganze Republik und es ist eine Frage der Zeit bis es in vielen noch wolfsfreien Gebieten zu Rudelbildungen kommen wird. Der maximale Schutzstatus für den Wolf und die für Milliarden Euro gebauten und noch geplanten Grünbrücken über die Autobahnen ermöglichen Ihm eine Verbreitung wo immer er sich territorial niederlässt. Die Grünbrücken wurden mit dem Ziel der Öffnung alter Zugwege für das Wild gebaut und es werden weitere gebaut, ich halte das auch für sehr sinnvoll. Im Moment ist es jedoch so das nur der Wolf über die mit sehr viel Steuergeld gebauten Grünbrücken ungehindert ziehen darf. Sobald das Rotwild bildlich gesehen von der linken Seite der Autobahn aus einem ausgewießenen Rotwildgebiet über die Grünbrücke auf die rechte Seite der Autobahn in ein nicht ausgewießenes Rotwildgebiet wechselt wird es gnadenlos zusammengeschossen weil es in diesem Gebiet per Gesetzt ausgerottet werden muss. Somit hat das Rotwild keine Chance die alten ursprünglichen Einstandsgebiete zu erreichen. Wozu also der Grünbrückenbau? Eine gigantische Steuergeldverschwendung? Oder doch nur für den Wolf?

Ist man beim Thema Rotwild werden sofort die möglichen Schäden wie z.B. Schälschäden an Bäumen ins Feld geführt. Die Schälschäden entstehen im Übrigen auch deshalb weil das Rotwild ursprünglich die offene Fläche bevorzugt hat, nun ist es in den Wald zurückgedrängt und es kann sich über Schälschäden und Verbiss beklagt werden. Für die durch den Wolf verursachten Schäden wie z.B. Nutztierrisse wurde eine Ausgleichskasse eingerichtet, aus welchem Grund ist das nicht auch für das Rotwild möglich? Auch gibt es Ausgleichszahlungen für Biotopflächen, Habitatbäume etc. an den Forst, für den König unserer Wälder das Rotwild ist hier nichts übrig!?

Das bekannte Problem der heute zurückgedrängten und zusammengepferchten Rotwildbestände ist der nicht mehr mögliche genetische Austausch durch das Einwandern junger Hirsche in fremde Rudel. Diese Genetische Verarmung (Inzucht) bis zur Zeugungsunfähigkeit geht jedoch so manchem wohl nicht schnell genug. Es wird schon aus diesem Grund der Niedergang dieser majestätischen Wildart in Kauf genommen.

Viele Jagdpächter machen sich Sorgen um die Pachtpreisentwicklung sofern auf einmal Rotwild im Revier ist. Es ist doch eine Frage der Verbreitung dieser Wildart, wie in der freien Marktwirtschaft: je höher das Angebot desto niedriger der Preis.

Mit der Einwanderung des Wolfes welcher wieder heimisch in Deutschland werden soll wurde die Betrachtung seines Nahrungsangebotes nahezu gänzlich „vergessen“. Zu Zeiten wo der Wolf in Deutschland heimisch war gab es fast flächendeckend Rotwildbestände aus denen sich der Wolf ernährte. Die Ergebnisse einer solch fälschlichen Beurteilung liegen bereits offen, vermehrt Nutzviehrisse, Hunderisse und evtl. auch eine Bedrohungslage für Menschen. Die teilweißen stark wildausgedünnten Gebiete (immer höhere Abschussvorgaben) bringen dann die sogenannten „Problemwölfe“ hervor und werden per Verordnung erlegt. Prima! Wäre die Dichte des Nahrungsangebotes für den Wolf da würde es vermutlich keine „Problemwölfe“ geben. Andere angerenzende Länder bestätigen das. Solange sich die Lager der Gegner und Befürworter zum Thema Wolf bekriegen kann hier keine sachliche und vor allem realistische Ebene gefunden werden.

Die erhoffte und anfangs propagierte These der Wolf würde die erhöhte Schwarzwildpopulation dezimieren hat sich wie bei den meisten Jägern erwartet nicht erfüllt. Ja, Schwarzwild ist dem Wolf dann doch zu wehrhaft und bis auf wenige, durch die führenden Bachen unbeaufsichtigten Frischlinge, wird er wohl auch nicht bekommen.

Das schlimmste was dem Rotwild in den Rotwildkerngebieten nun noch passieren kann ist ein sich dort niederlassendes Wolfsrudel, flüchtet es außerhalb des ausgewießenen Gebietes wird es erlegt, bleibt es wird es gefressen. Der Niedergang dieser Wildart ist leider eine schon heute beschlossene Sache!

Und ja, ich bin Jäger in 5. Generation und Hundeführer, und nein ich habe diese Petition nicht aus rein jagdlichem Interesse gestellt.

Sehen wir es doch so: der Wolf als Chance für den König der Wälder, das Rotwild. Weshalb? Weil es wohl ohne den Wolf nicht gehen wird.

In diesem Sinne, UNTERSTÜTZEN Sie meine Petition.

Mit Waidmannsheil wie auch mit Grüßen Hanno Zwickl

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Hanno Zwickl aus Schwäbisch Hall
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Pro

Es geht hier nicht nur um das Rotwild, es geht um alle Wildtiere, die ebenso wie wir Menschen in unserer Natur leben und nicht der Mensch hat darüber zu entscheiden, wo welche Wildart leben darf/kann, solange keine Gefahr von denselben ausgeht. Unsere Natur ist kein Industriebetrieb!

Contra

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