Traffic & transportation

Wir akzeptieren keinen Ausverkauf vom Wrangelkiez

Petition is directed to
Bezirksamt für Bürgerhaushaltsideen, Bezirksverordnetenversammlung, Ausschuss - Eingaben und Beschwerden & Bezirksbürgermeisterin Herrmann
3.134 Supporters 2.345 in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
Collection finished
  1. Launched August 2019
  2. Collection finished
  3. Submission on the 30 Nov -0001
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Hiermit möchte ich mich zu dem Vorhaben, den Wrangelkiez zu einer Autofreien Zone zu machen, denn die geplanten Sperren sind eindeutig der Beginn von Wrangelkiez – Autofrei, äußern.

Tatsächlich fanden im letzten Jahr Infoveranstaltungen zu diesem Thema statt. Dass es massiven Widerstand und Proteste dagegen gab, wird von den Grünen und dem Bezirksamt scheinbar ignoriert. Eine Mobilitätswende wollen die meisten Anwohner und Gewerbetreibenden hier nicht. Der Wrangelkiez ist seit vielen Generationen ein Abbild seiner Bewohner und Gewerbetreibenden geworden. Er wurde durch das hier Leben und Sein zu einem zu Hause geprägt. Was jetzt durch das geplante Projekt befürchtet wird, ist nicht weit her geholt. Ein autofreier Kiez wird unbestritten dazu führen, dass sich viel verändert. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Veränderungen hier nur den Besserverdienen gut tun.

Autofrei bedeutet ganz klar auch eine finanzielle Wertsteigerung für den Kiez und deren Immobilien und gibt es hier nicht schon genügend Familien, die mit vier Kindern in zwei Zimmern leben, die um Ihr zu Hause fürchten müssen oder es bereits verloren haben? Viel zu viele Menschen, die den Wrangelkiez seit Jahren ihr zu Hause nannten, die den Wrangelkiez mit geprägt haben, ihn zum Leben erweckt haben, mussten ihn schon verlassen. Ebenso kämpfen alt eingesessene Ladenbesitzer um ihr Bestehen. Viel zu viele Läden, die ganz festen Bestand im Wrangelkiez hatten, die zum Alltag der Bewohner gehörten, mussten schon schließen. Das ist traurig!

Der Aufwand, der den Gewerbetreibenden durch einen autofreien Kiez zugemutet wird, ist untragbar.

In Ihrer Mitteilung wurde als Argument die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer genannt. Wenn es wirklich darum ginge, könnte man Temporegulierende Maßnahmen ergreifen und nicht gleich den ganzen Kiez umbauen. Da gibt es viele Möglichkeiten, wie Huckel auf den Straßen, vermehrtes Hinweisen auf das Tempolimit, mithilfe von Bodenmarkierungen, Schildern etc. Sie als Bezirksamt wissen sicher am besten, welche Möglichkeiten es gibt.

Einen autofreien Kiez als Reaktion für die Nichteinhaltung des Tempolimits und der Parksituation empfinde ich als maßlose Übertreibung. Eher drängt sich mir der Gedanke auf, dass es eine ganz gezielte Kiezaufwertung ist, die sich alteingesessene Berliner und Kreuzberger nicht leisten können sollen.

Dass diese Worte nicht nur meine Gedanken, sondern die Gedanken vieler Kreuzberg widerspiegelt, zeigen folgende Unterschriften.

Wir akzeptieren keinen Ausverkauf vom Wrangelkiez!

Reason

Nicht nur für die Bewohner und Gewerbetreibenden vom Wrangelkiez kann "Wrangelkiez - Autofrei" schlimme Folgen haben, denn das ist nur der Anfang. Wenn erst der eine Kiez erfolgreich wertgesteigert wurde, werden andere Kieze und Bezirke schnell nachziehen.

Thank you for your support, Daiana Domke from Berlin
Question to the initiator

News

  • Frau Herrmann plant derzeit eine Machbarkeitsuntersuchung zum weiteren Hergang bzgl. des autofreien Wrangelkiezes. Natürlich ohne uns überhaupt darüber zu informieren. Deswegen schrieben wir ihr einen Brief, in dem wir unseren Unmut kundgetan haben und die Teilnahme an ihrer Untersuchung forderten. Dieser Brief und ihre Reaktion sollen in der Presse veröffentlicht werden.

    Auszug aus Berliner Woche, Thomas Frey:
    "Herzstück sind dabei wiederum drei Workshops mit ungefähr 60 Teilnehmern – immer die gleichen Personen, ausgewählt aus Vertretern verschiedener Ämter und Institutionen und aus dem Kiez. Dazu zählen Repräsentanten der Gewerbetreibenden, Kultureinrichtungen, der beiden konträren Interessengruppen, der Anwohner. Wie letztere außerhalb... further

Artikel 21 Grundgesetz (1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. (...) Wessen Interessen und Wünsche werden hier Vertreten?Hier wird mitnichten auf die politische Willensbildung der Mehrheit der Kreuzberger Rücksicht genommen. Demokratisch ist das auch nicht. Sollten sie uns doch alle abstimmen lassen, ob wir diesen Mist wirklich wollen. Aber selbst wenn wir alle dagegen stimmen würden, fürchte ich würden sie sich irgendeine Legitimation ausdenken und über unsere Köpfe hinweg entscheiden. Das ist nicht demokratisch, das ist totalitär.

Wenn tatsächlich weniger Autoverkehr direkt eine finanzielle Wertsteigerung für den Kiez zur Folge hat, wäre es sinnvoll die alten Pläne der A16 /Autobahnkreuz Oranienplatz wieder aus der Schublade zu kramen. Eine Autobahn hält die Mieten sicher niedrig.

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