Das Justizprüfungsamt hat seine Verwaltungspraxis geändert. Die Prüflinge der ersten staatlichen Pflichtfachprüfung sollen ab sofort, also schon für den nächsten Examensdurchgang, per Losverfahren einen Prüfungsort in ganz Hessen für ihre mündliche Prüfungen zugeteilt bekommen. Bisher fand die mündliche Prüfung am eigenen Studienort statt. Mögliche Orte sind Marburg, Gießen, Frankfurt und Wiesbaden. Wir möchten wieder, dass Examensprüflinge in Hessen wieder am Sitz ihrer Universität die mündliche Prüfung ablegen dürfen.

Begründung

Wir finden, dass diese Regelung unzumutbar ist. Die mündliche Prüfung stellt eine besondere Stresssituation dar. Am Prüfungstag schon vor 6 Uhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch halb Hessen zu reisen oder sich Wochen vorher um eine kostspielige Unterkunft am Prüfungsort zu kümmern, kann den Prüflingen nicht auch noch auferlegt und zugemutet werden. Zudem wird so eine ähnliche Regelung im Rest des Bundesgebietes kaum angewendet.

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Neuigkeiten

Pro

Eine mündliche Prüfung folgt in der Regel keinem Standard. Bei der Vorbereitung darauf ist es wichtig die Argumentationsweise des Prüfers zu kennen und sich darauf vorbereiten zu können. Es gibt in den Rechtswissenschaften, wie auch in anderen Bereichen, unterschiedliche Lehrmeinungen zu zentralen Themen. Durch die "Verschickung" der Prüflinge an eine andere Uni befinden diese sich ggf. im Kreuzfeuer gegenläufiger Ansichten. Eine objektive Leistungsbeurteilung ist dann nicht mehr möglich.

Contra

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