Würde kennt kein Alter: Teilhabe sichern: analog und digital.

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Bundesregierung zu beauftragen, im Rahmen einer umfassenden Reform der Seniorenpolitik folgende Maßnahmen gesetzlich zu verankern und finanziell abzusichern:

Sicherung der analogen Wahlfreiheit (Recht auf analoge Teilhabe): Schaffung einer gesetzlichen Verpflichtung für alle Anbieter von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge (öffentliche Verwaltung, Energie, Mobilität, Gesundheit und Finanzwesen), gleichwertige analoge Zugangswege ohne Aufpreis und ohne Diskriminierung bei der Tarifgestaltung vorzuhalten. Die Wahl zwischen analoger und digitaler Kommunikation muss ein subjektives Recht der Bürger bleiben.

Verabschiedung eines Nationalen Aktionsplans gegen Ageismus: Implementierung einer ressortübergreifenden Strategie zur Bekämpfung von Altersstereotypen und struktureller Altersdiskriminierung. Der Plan muss konkrete Maßnahmen zur Entgeltgleichheit und Chancengleichheit älterer Erwerbstätiger sowie eine bundesweite Kampagne zur Förderung eines differenzierten Altersbildes enthalten.

Stärkung des rechtlichen Diskriminierungsschutzes:
Ergänzung von Artikel 3 Abs. 3 des Grundgesetzes um das Merkmal „Lebensalter“.27
Novellierung des AGG: Verlängerung der Fristen zur Geltendmachung von Ansprüchen auf zwölf Monate, Einführung eines Verbandsklagerechts für qualifizierte Antidiskriminierungsverbände und Ausweitung des Schutzes auf staatliches Handeln.

Gesetzliche Regelförderung für intergenerationale Infrastruktur: Überführung der Bundesprogramme „Mehrgenerationenhaus“ und „BELL“ in eine dauerhafte, gesetzlich verankerte Regelförderung im Rahmen des Sozialgesetzbuches (SGB), um die Existenz lokaler Begegnungs- und Bildungsräume unabhängig von befristeten Förderperioden und freiwilligen kommunalen Leistungen abzusichern.

Einrichtung eines/einer Unabhängigen Bundesbeauftragten für die Belange älterer Menschen: Schaffung einer eigenständigen Instanz mit weitreichenden Befugnissen zur Untersuchung von Diskriminierungsfällen, zur Einleitung von Verbandsklagen und zur Überwachung der Einhaltung der Rechte älterer Menschen nach dem Vorbild des „Older People’s Commissioner“.

Begründung

In Deutschland werden viele Menschen immer älter. Das ist eigentlich etwas Gutes. Jahre voller Erfahrung sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Aber viele ältere Menschen werden heute ausgeschlossen. Das muss sich ändern.

Das sind die größten Probleme:

  • Zwang zur Technik (Digital-Zwang): Viele Dinge gehen nur noch mit dem Handy oder dem Computer. Zum Beispiel Fahrkarten (BahnCard) oder Hilfe vom Finanzamt. Aber fast jeder dritte Mensch über 65 Jahre nutzt kein Internet oder möchte es nicht. Diese Menschen dürfen nicht schlechter behandelt werden. Sie brauchen gute Wege ohne Technik (analog), die nicht mehr kosten.
  • Schlechte Behandlung (Alters-Diskriminierung): Fast jeder zweite Mensch in Deutschland hat schon erlebt, dass er wegen seines Alters schlecht behandelt wurde. Das passiert bei der Arbeit, bei der Suche nach einer Wohnung oder bei der Bank. Wir brauchen einen Plan für ganz Deutschland, um das zu stoppen.
  • Fehlende Gesetze: In unserem wichtigsten Gesetz (dem Grundgesetz) steht noch nicht klar genug: Niemand darf wegen seines Alters benachteiligt werden. Auch andere Gesetze müssen besser werden, damit man sich leichter gegen Ungerechtigkeit wehren kann.
  • Fehlende Treffpunkte: Orte, an denen Jung und Alt zusammenkommen (wie Mehrgenerationenhäuser), brauchen dauerhaft Geld vom Staat. Bisher gibt es das Geld oft nur für kurze Zeit.

Was wir erreichen wollen (Das Pro-Aging Manifest)

Wir wollen eine Gesellschaft, die das Alter schätzt. In unserem Pro-Aging Manifest fordern wir:

  1. Erfahrung nutzen: Ältere Menschen sind eine Kraft für das ganze Land.
  2. Gleiche Rechte: Jeder soll selbst entscheiden, ob er Dinge mit Technik oder auf Papier erledigen will.
  3. Bessere Bilder vom Alter: Wir wollen keine Klischees mehr sehen, sondern zeigen, wie vielfältig das Leben im Alter ist.
  4. Respekt und Würde: Jeder Mensch ist wertvoll, egal wie alt er ist.

Wieso ich mich dafür einsetze?
In meinem Podcast „Gelassen älter werden“ und meinem Buch „Die größte Reise deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden“ höre ich viele Geschichten. Meine Vision ist eine Gesellschaft mit einer Kultur des Pro Aging.

Ich sehe: Reife und Erfahrung werden oft an den Rand gedrängt. Die Stimme von älteren Menschen wird oft nicht mehr ernst genommen.

Ich möchte, dass wir alle ohne Angst älter werden können. Wir brauchen einen neuen Vertrag zwischen den Generationen. Älterwerden darf kein Hindernis sein, sondern muss als Gewinn für uns alle gelten.

Unterschreiben Sie jetzt für ein Recht auf analoges Leben und gegen Alters-Diskriminierung!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bertram Kasper, Marburg
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 17.02.2026
Sammlung endet: 16.08.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

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Warum Menschen unterschreiben

Weil die Hetze gegen alte/ältere Leute immer schlimmer wird. Sie werden für alles Schlechte verantwortlich gemacht. Werden nicht Ernst genommen und finden kein Gehör.
Sogar und vor alle Dingen von unsereren Politikern.
Kein Wunder, dass die Jugend sich respektlos Älteren gegenüber verhält.

Es fällt mir jetzt schon schwer mit den schnell fortschreitenden digitalen veränderungen Schritt zu halten.
Analog verbindet real Menschen.
Sicherung, wenn Ausfälle.

Weil es much selber auch betrifft.

Anerkennung der Lebensleistung älterer Menschen, keine Zwangsdigitalisierung z.B Zwang zur ePA, die Diskussionen über die ePA in Gesundheitseinrichtungen sind entwürdigend! Kein Zwang zu online-Banking und vielen weiteren Alltagsangelegenheiten bei denen Ältere definitiv ausgegrenzt werden (sollen)! Für eine Pflichterhaltung des analogen Lebens ohne "wenn und aber"!

Weil Teilhabe sehr wichtig ist

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