Region: Zirndorf

Zirndorf: Umbenennung der Carl-Diem-Straße in Yaron-Lischinsky-Straße

Petition richtet sich an:
Stadtrat Zirndorf

528 Unterschriften

3 %
18 von 530 für Quorum in Zirndorf Zirndorf

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  1. Gestartet 15.08.2026
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Petition richtet sich an: Stadtrat Zirndorf

Umbenennung der Zirndorfer Carl-Diem-Straße in Yaron-Lischinsky-Straße

Petition an den Stadtrat und den Bürgermeister in Zirndorf – Umbennenung der Carl-Diem-Straße in Yaron-Lischinsky-Straße

Liebe Petitionsunterstützer,


Schande, dass es immer noch eine Carl-Diem-Straße in Zirndorf gibt! 1979 wurde in Zirndorf entschieden, dass ein Straßenname nach ihm benannt wird.

**Carl Diem **war ein Sportfunktionär vor allem während der Zeit des Nationalsozialismus. Als Organisator der Olympischen Spiele 1936 in Berlin fiel er immer wieder durch antisemitische und rassistische Äußerungen auf. Lange wurde er als politisch unbelastet eingestuft, neuere Forschungen haben ergeben, daß er eng mit dem Nazi-Regime verstrickt und ein Anhänger des NS-Rassegedankens war.


Er wusste von Massendeportationen und -vernichtungen der Juden, Sinti und Roma, stand nicht dagegen auf und legte keine Fürsprache für diese Mitbürger ein. Stattdessen rief er in den letzten Kriegstagen, durch seine Reden Jugendliche auf, den „letzten Opfergang für den Führer“ zu gehen, also den Freitod für das NS-Regime hinzugeben.

Damit nicht genug, stellte er nach dem 2. Weltkrieg reihenweise „Persilscheine“ für Nazischergen aus und verhinderte gerechte Strafen für Kriegsverbrecher. Nie wurde er dafür strafrechtlich verfolgt.

Außerdem stammen von ihm folgende Zitate:

- „Der Krieg ist der vornehmste und ursprünglichste Sport“

- „Durch unser Volk geht das Sehen nach dem Führer“

- „Sport ist der Büchsenspanner des Soldaten“


Auch war er nie in Zirndorf und wusste wahrscheinlich nicht einmal von uns. Eine Aufarbeitung fand erst etwa nach 2005 statt, wodurch etwas mehr als 10 Namensbenennungen in Deutschland nach Carl Diem aufgehoben wurden. Leider gehört Zirndorf zu den wenigen Kommunen in Deutschland, wo dieser Name noch unverändert steht.


2012 wurde bereits eine Namensveränderung angestrebt ohne genau zu erklären, warum. Aufgrund mangelnder Information ist sie damals gescheitert.

Dass es diesen Namen im Straßenbild noch immer gibt, ist für die breite Allgemeinheit unerträglich. Eine Schande für Zirndorf!

Begründung

Wir fordern daher die Umbenennung zu dem Namen


Yaron-Lischinsky-Straße


Yaron Lischinsky wuchs überwiegend in Zirndorf auf und emigrierte als 14-jähriger mit seiner Familie 2009 nach Israel. Am 22. Mai 2025 wurde er bei einem Attentat in Washington, D.C., USA von einem Palästina-Aktivisten zusammen mit seiner Freundin Sarah Milgrim (mit der er sich in der Woche darauf in Israel verloben wollte) vor dem jüdischen Museum (Jewish Capital Museum) ermordet. Die gesamte Weltpresse berichtete darüber.


Sonntags besuchte er mit der Familie bis 2009 den Gottesdienst in der LKG Ölstraße in Zirndorf. Außerdem war er bei den Christlichen Pfadfindern Royal Ranger der Chapel Fürth und besuchte das Heinrich-Schliemann-Gymnasium in Fürth. Bis zur Auswanderung spielte er im ASV Weinzierlein-Wintersdorf und der SG Quelle Fürth Fussball. Er träumte vom Profifußball bei der SpVgg Greuther Fürth, stattdessen wanderte die Familie nach Israel aus: Sein Vater Daniel Lischinsky ist von der Abstammung her Jude und steht zu seinen jüdischen Wurzeln. Seine Mutter Irene ist eine Pfarrerstochter aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die gesamte Familie bekennt sich zum christlichen Glauben, der in den jüdischen Wurzeln verankert ist. Durch die Auswanderung wollten sie dem Land Israel dienen.

Yaron absolvierte den Studiengang internationale Beziehungen und Asienwissenschaften und Japanisch an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Danach studierte er Regierungslehre, Diplomatie und Strategie an der Reichman Universität in Herzliya, Israel. Er setzte sich für Wege des Friedens zwischen Palästinensern, Arabern und Israelis ein. Schade, dass er als Jungdiplomat mit seiner Fast-Verlobten noch nicht seine Fähigkeiten zum Erfolg führen konnte. Sie hatte übrigens auch die gleichen Interessen und Studiengänge International Affairs and Natural Resources and Sustainable Development in den USA und in Costa Rica abgeschlossen. Beide hätten einen entscheidenden Beitrag zum echten Frieden in der Welt, gerade im Nahen Osten, leisten können. Die Würdigung für Yaron Lischinsky wäre in Zirndorf ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, für Toleranz und Menschlichkeit, gerade im schwierigsten Konflikt unserer Zeit. Sie wäre ein Beitrag dem Morden in der Welt nicht tatenlos zuzusehen und einen Bürger der Stadt zu würdigen, wie auch einem ehemaligen Nazi und heutigen Nachfolgern eine Absage zu erteilen.

Wir fordern daher die Stadt Zirndorf auf

  • die sofortige Umbenennung der Carl-Diem-Straße in Yaron-Lischinsky-Straße.
  • Auf einem Schild unter dem neuen Strassennamen soll erklärt werden, wer Yaron Lischinsky war.
  • Auf einem Schild darunter muss der ehemalige Name Carl Diem erwähnt werden und wer er war .
  • Diese Erklärungen sollten für mindestens fünf Jahre an den Straßenschildern hängen bleiben. Somit besteht kein Zwang kurzfristig Dokumente oder Briefbögen von Anwohnern zu ändern.
  • Die Stadt und alle entscheidenden Behörden sollen eine möglichst lange Frist nach den gesetzlichen Möglichkeiten geben, evtl. Personalausweise oder sonstige Dokumente zu ändern. Änderungen seitens der Kommune sollen kostenfrei erfolgen. Dadurch entstehen nur überschaubare Kosten, wie auch wenig Aufwand für das Einwohnermeldeamt und Anwohner.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Bevölkerung sich des Sinns der Umbenennung bewusst ist bei gleichzeitig überschaubaren Kosten. Lieferanten, Kunden, Briefträger, Polizisten, Sanitäter, Feuerwehr und wer auch immer können so ohne Probleme Adressen in dieser Straße finden. Evtl. Firmen und Privatpersonen können ihre vorgedruckten Briefe nach wie vor verwenden, bis sie aufgebraucht sind (wenn die Anwohner die Namensschande nicht sofort ändern wollen). Kosten wegen der Namensänderung werden damit auch auf ein Minimum reduziert und die Akzeptanz der Umbenennung gefördert.

Wir fordern nicht nur die Stadt Zirndorf, den Stadtrat und den Bürgermeister, sondern auch die Anwohner auf bei diesem Vorhaben zuzustimmen. Diese Petition wird bereits bundes- und weltweit unterstützt.


Verantwortlich:

Thomas Kraus mit einem Unterstützerkreis

Postfach 1922

D-90709 Fürth

Email: tad.kraus@t-online.de


aufgewachsen in der Carl-Diem-Straße

Quellenangabe:

Carl Diem: https://en.wikipedia.org/wiki/Carl_Diem

Yaron Lischinsky: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/anschlag-in-washington-todesopfer-stammt-aus-bayern,UltnUtK

https://edition.cnn.com/2025/05/22/us/lischinsky-milgrim-israel-embassy-shooting

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Thomas Kraus, Fürth
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.08.2026
Sammlung endet: 14.02.2027
Region: Zirndorf
Kategorie: Kultur

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Neuigkeiten

  • Im Augenblick befinden wir uns noch in der Sammlungsphase. Die Petition hat aber schneller Fahrt und Überzeugung aufgenommen als erwartet. Sie wird zum Erfolg führen! Und Zirndorf wird dadurch selbst überzeugt ein Zeichen gegen Antisemitismus und gegen Hass setzen.
    Yaron Lischinsky war ein Friedensstifter und wir wollen, daß ein klares Zeichen der Versöhnung gesetzt wird. Das wird gelingen!

  • Liebe Unterstützer der Petition,

    wir haben bereits 440 Unterschriften unter der Petition und sie hat bereits Fahrt aufgenommen. Dabei kam ich selbst noch nicht dazu mit den Anwohnern zu reden. Tut mir leid, das werde ich allmählich nachholen. Auch machen mir die Kommentare in der Petition Mut. Durch diese merken wir, es war eine richtige Entscheidung den Mut endlich aufzubringen, die Namensänderung voranzutreiben. Woher die Unterstützung kommt? Vor allem aus der Metropolregion Nürnberg, sogar Unterschriften aus den Niederlanden, Österreich, Schweiz, Afrika, den USA und aus Israel sind dazu gesetzt worden. Dabei haben wir den Kontakt in diese Länder bis auf zwei Teilnehmer gar nicht gesucht, die meisten Teilnehmer kennen wir gar nicht. Das zeigt, wie wichtig es ist, einem Zirndorfer die Ehrerbietung zu geben, der als Friedensstifter seinen Werdegang aufgenommen hat und der dann ermordet wurde. Es zeigt aber auch, daß man Leuten wie Carl Diem keine Ehre geben soll.

    Aus diesem Grund möchten wir weiter um Unterstützung der Petition bitten, damit es vorwärts geht. Teilt die Petition weiter. Werbt dafür. Es bleibt viel zu tun. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.

    Vielen Dank und packen wir es an,

    Thomas Kraus

Warum Menschen unterschreiben

Ich habe Yaron und seine Familie persönlich gekannt

Jesus Christus liebt Gerechtigkeit!

Es ist wichtig, sich mit dem Hintergrund und der Identität mit Namen im öffentlichen Raum zu beschäftigen.

Danke, 2025 bin ich in Jerusalem seinen Eltern begegnet.
Meine Freunde kannten ihn und Sarah zum Teil persönlich.
Daniela Dorrhauer
1.Vorsitzende Pfälzer Israelfreunde e.V.

Ich möchte den Straßennamen ändern lassen und damit die christliche Botschaft des Paares unterstützen. Der alte jetzige Name gehört einem Mann, der den Nazis nahe stand und keinerlei Ehrung dafür verdient hat.

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