Region: Isernhagen

Rettet unser Dorf – Ihre Stimme für ein lebenswertes, nachhaltiges Isernhagen H.B.!

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Tim Mithöfer
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

695 Unterschriften

Sammlung beendet

695 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung am 26.01.2026
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Bürgermeister Tim Mithöfer

In Isernhagen HB, einer Gemeinde in der Region Hannover mit rund 4.000 Einwohnern, sollen zwei ehemalige Industrieareale durch einen ortsansässigen Bauunternehmer bebaut werden. Alleine durch die Bebauung des ersten Areals in der aktuell geplanten Form würde die Einwohnerzahl um knapp 10% wachsen, was deutliche Auswirkungen auf die Infrastruktur haben dürfte. Der vorliegende Bebauungsplan lässt Schlimmstes erahnen, geplant ist ein städtebaulich angelegtes Quartier mit massiven kubischen Bauwerken mit bis zu 4 Vollgeschossen und 13m Gebäudehöhe ohne jegliche Anbindung an das teils noch dörflich geprägte Umfeld.

Die Bürgerinitiative Lebenswertes Isernhagen stellt sich keinesfalls gegen eine seit langem geplante Erschliessung der Flächen, aber wir fordern eine zum Ortsbild passende, den Menschen und ihren Bedürfnissen zugewandte, zukunftsweisende und nachhaltige Bebauung mit Grünflächen und Begegnungsplätzen, keine gesichtslose Massenarchitektur ohne jeden Bezug zum Ortsbild und der Bestandsbebauung.

Begründung

Die größten Probleme auf einen Blick:
Wohnen, Gemeinwohl & Gesundheit

  • Geplante Mehrfamilienhäuser und Stadtvillen mit 4 Vollgeschossen und Flachdach zerstören den historischen Dorfcharakter.
  • Gefahr von Entfremdung und Verlust der dörflichen Identität.
  • Es fehlen ausreichende Grünflächen und Orte für Begegnung.
  • Bezahlbares, generationenübergreifendes und gemeinschaftliches Wohnen wird nicht berücksichtigt.

Verkehr & Infrastruktur

  • Fehlende Fuß- und Radwege gefährden sichere Schulwege.
  • Mehr Autoverkehr, Lärm und Umweltbelastung drohen.
  • Digitalisierung, Regenwassermanagement und Photovoltaik werden nicht ausreichend berücksichtigt.
  • Der Bedarf an Schul-, Kita- und Vereinsräumen wird ignoriert.

Soziales, Umwelt & Wirtschaft

  • Bürgerbeteiligung und demokratische Mitsprache fehlen.
  • Innovative Wohn- und Arbeitsformen werden nicht genutzt.
  • Keine ausreichende soziale und pflegerische Infrastruktur.
  • Keine Grünanlagen, keine Vorsorge gegen Hitze, keine nachhaltige Flächennutzung.

Unser Aufruf an alle Bürger*innen:

Wir fordern:

  • Eine gemeinwohlorientierte Gesamtstrategie für die Entwicklung unseres Dorfes.
  • Echte Bürgerbeteiligung bei allen wichtigen Entscheidungen.
  • Den Schutz von Dorfcharakter, Lebensqualität und Vielfalt.

Jetzt mitmachen – Ihre Stimme zählt!
Gemeinsam sichern wir die Zukunft unseres Dorfes.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative Lebenswertes Isernhagen, Isernhagen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 30.10.2025
Sammlung endet: 30.06.2026
Region: Isernhagen
Kategorie: Bauen

Neuigkeiten

  • Hallo Unterzeichner,
     
    bevor wir zu dem offiziellen Teil kommen mit „Danke für Eure Unterstützung“ möchte ich eine sehr persönliche Einordnungen der beiden letzten Ratssitzungen und der gestrigen finalen Abstimmung über das Bodegelände (die ähnlich knapp ausging wie das gestrige Fussballspiel, aber wir haben besser gespielt) liefern.
     
    Die von Heinrich Bätke CDU in Abwesenheit von Simon Müller geführte Sitzung des Bauausschusses am 17.06.26 liess schon erahnen, wo die Reise hingeht: die Fragen der der Einwohner zum Bodegelände wurden nicht separat beantwortet, sondern „gesammelt“, um dann in der Ratsdiskussion entweder gar nicht beantwortet oder von Frau Uphoff professionell wegmoderiert zu werden.
     
    Auf Nachfragen oder Beschwerden hiess es dann „Hey, die Einwohnerfragestunde ist vorbei“.
    Das war schon keine Sternstunde der Demokratie, aber der Umgang seitens der CDU mit den Bürgermeinungen stellte klar die Weiche für den gestrigen Abend:
     
    wir als BI waren ja vorab mit allen Parteien im Gespräch (ausser der FDP und speziell Helge Mensching, die jede Kontaktaufnahme ignoriert haben) und wie man an der Entwicklung gesehen hat, waren die Grünen, die seit der wundersamen Aufstockung der Pläne auf 150 Wohnungen konsequent gegen das Projekt gestimmt haben sowie SPD/BSI und der parteilose Ortsbürgermeister Matthias Kenzler willens und in der Lage, zuzuhören und sich nach Faktenlage und neu gewonnenen Erkenntnissen und Argumenten ein differenziertes Bild zu machen und ihre Meinung, leider erst eine Minute vor zwölf, zu ändern.
     
    Im Gegensatz dazu haben sich CDU/FDP dazu entschlossen, auf Angriffsmodus zu gehen und die Entwicklung und den Widerstand von 1.000 ihrer Wähler in Unterschriftenliste, 600 online und 77 detaillierte Eingaben konsequent zu ignorieren und argumentativ auf Punkt Null zurück zu gehen:

    Wenn in der gestrigen Sitzung zum Beispiel Cord Burchard (FDP) die sehr dezidierte und ausgearbeitete Frage einer Bürgerin mit dem Argument wegwischt, die Pläne seien seit 2015 (da war es die DIBAG mit max. 80 Wohnungen) bekannt und unverändert, dann argumentiert er bewusst mit falschen Fakten oder aus Unkenntnis, jeden falls zeigt es, dass er unsere Argumentation und die Entwicklung des Geländes und der Diskussion darüber komplett ignoriert hat.

    Den Vogel abgeschossen hat wiederum Heinrich Bätke, der einen erkennbar zugezogenen Bürger im Stil eines Feudalherren mal kurz darüber belehrte, dass „er schliesslich seit 10 Generationen in Isernhagen wohnt und tätig ist“ und allen anderen, die nicht die gleiche Lebenslinie aufweisen, damit faktisch das Recht auf Einspruch und andere Meinung absprach.
    Wenn man mal davon absieht, dass Vertreter der SPD mehrfach von der Gegenseite bezüglich ihrer Argumentation als „AfD“ verunglimpft wurden, aber das hake ich mal unter „Wahlkampf“ ab.
     
    Was können wir jetzt noch tun?
     
    Wie das Abstimmungsergebnis von 17:18 zeigt, gibt es hier und jetzt die wohl einmalige Chance, bei der Kommunalwahl im September einen Wechsel zu erzwingen und das ewige „Weiter so!“ der CDU/FDP Fraktion inclusive der kompletten Ignoranz von 1.000 Wählerstimmen zu beenden.
     
    Das Abstimmungsergebnis im Detail: FÜR den Bebauungsplan 18 Stimmen: CDU / FDP / Herbert Löffler (parteilos) bei 17 Gegenstimmen SPD/BSI / Bündnis 90/Die Grünen / Matthias Kenzler (parteilos).
     
    Make your choice.
     
    Danke für alles bis hierhin, es war eine sehr fordernde Zeit und wie schon gesagt: es ist unglaublich, was wir gemeinsam alles erreicht haben.
    Aber wie zu befürchten war, hat man uns in der Nachspielzeit aus dem Turnier gekickt.

  • Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    am Sonntag, den 14.06., haben wir eine Ortsbegehung durchgeführt. Dazu hatten wir im Vorfeld alle Mitglieder des Gemeinderats, des Bauausschusses, des Ortsrats Isernhagen HB, die Fraktionsvorsitzenden sowie unseren Bürgermeister eingeladen. Unserer Einladung gefolgt sind Vertreter der SPD, der Grünen, der Bürgerstimme Isernhagen (BSI) sowie das fraktionslose Ratsmitglied Herr Kenzler. Mit Herrn Löffler (ebenfalls fraktionslos) hatten wir bereits diese Woche am Donnerstag ein Gespräch geführt.

    Bevor wir uns auf den Weg machten, übergaben wir den Teilnehmern die Unterschriften, die wir parallel zu der Onlinepetition ganz analog in Isernhagen an den Haustüren gesammelt haben – inzwischen sind es knapp über 1.000!

    Unser wichtigster aktueller Kritikpunkt sind die Diskrepanzen, die zwischen den nach dem Bebauungsplan möglichen Bebauungsvarianten und der bisher vorgestellten Visualisierung klaffen.
    Die Visualisierung von Heinz von Heiden, die nach Wunsch des Rates bindend sein soll, steckt voller Ungenauigkeiten und Ungereimtheiten. So wurden alle Parkplätze innerhalb des Geländes weggelassen und durch Hecken ersetzt, das fehlende Grün durch das Bestandsgrün der umliegenden Gärten aufgehübscht usw.

    Bei der Ortsbegehung haben wir dann nicht nur das Bodegelände betrachtet, sondern gemeinsam auch alle wichtigen Kreuzungen und Nebenstraßen in Augenschein genommen. Die anwesenden politischen Vertreter konnten sich dadurch direkt vor Ort ein Bild von der aktuellen Parkplatz- und Verkehrssituation sowie dem Charakter des Wohngebiets machen.

    In den vergangenen Wochen hat sich für uns insbesondere die Frage herauskristallisiert: Welche konkreten Vorteile ergeben sich für die Bürger in Isernhagen HB aus den geplanten Dimensionen des Projekts?

    Denn im Vergleich zu allen Neubaugebieten, die in den letzten Jahren in unserer Gemeinde entwickelt wurden, soll das Bodegelände um ein Vielfaches dichter bebaut werden – ohne dass daraus erkennbare Vorteile für unsere Gemeinschaft entstehen. Geplant sind weder ein Kindergarten noch ein Treffpunkt für die Nachbarschaft, weder ein Bereich zum Verweilen noch ein Park oder ein adäquater Spielplatz. Ebenso fehlen gewerblich nutzbare Flächen, beispielsweise für ein Café, seniorengerechte Wohnangebote sowie ein nachvollziehbares und dauerhaft tragfähiges Konzept für bezahlbaren Wohnraum.

    Diese Punkte werden wir als Bürgerinitiative weiterhin gegenüber den politischen Entscheidungsträgern vertreten.

    Die beiden nächsten entscheidenden Termine:

    * Bauausschusssitzung (mit dem Tagesordnungspunkt „Bodegelände“ und geplanter Abstimmung!) am 17.06. um 18:30 Uhr im Rathaus in Altwarmbüchen

    Sollte die Abstimmung im Bauausschuss zugunsten des Projekts „Bodegelände“ ausfallen, könnte anschließend die abschließende Entscheidung im Rat erfolgen.

    * Ratssitzung am 29.06., ebenfalls um 18:30 Uhr im Rathaus in Altwarmbüchen

    Eure Bürgerinitiative Lebenswertes Isernhagen

  • Unter dem Link
    https://sessionnet.owl-it.de/isernhagen/BI/si0057.asp?__ksinr=6460

    Dies geschah schon nicht ganz freiwillig, sondern erst, nachdem die Politik sich unsere Forderung nach einer Visualisierung endlich zu eigen gemacht hat und die Bilder zu einer Grundvoraussetzung für die Abstimmung am 17.6. gemacht hat.

    Wer wissen will, wogegen wir kämpfen, kann sich hier endlich ein offizielles Bild machen - wobei wir mit unserer " inoffiziellen " Version ja nur ganz knapp neben dieser bebilderten architektonischen Ödnis lagen.

Noch kein PRO Argument.

Die Petition lehnt das Bauvorhaben weitgehend reflexhaft ab und ignoriert den klaren Bedarf an Wohnraum. Viergeschossige Gebäude entsprechen bereits der bestehenden Umgebung und gefährden den „Dorfcharakter“ nicht. Viele Kritikpunkte – von sozialer Infrastruktur bis Hitzevorsorge – haben mit dem Projekt wenig zu tun und bleiben unbelegt. Statt pauschaler Ablehnung braucht es konstruktive Vorschläge für eine zeitgemäße, nachhaltige Ortsentwicklung. „Dagegensein“ hilft allen nicht weiter.

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