177 Unterschriften
Petition richtet sich an: Stadt Jena
Wir fordern:
01 Die Stadt Jena sieht bei der Anwendung der Vorkaufsrechtssatzung, im Rahmen bauplanungsrechtlicher Beschleunigungsinstrumente sowie bei der Fortschreibung und Anwendung des Flächennutzungsplans von dem Erwerb von Gartenland, insbesondere von Kleingartenland im Sinne des Bundeskleingartengesetzes sowie von Freizeitgartenland, und von dessen planerischer Umwandlung in Bauland ab.
02 Für sachlich begründete Ausnahmefälle erarbeitet die Stadtverwaltung im Benehmen mit dem Beirat für Kleingartenwesen und dem Regionalverband Jena/SHK der Kleingärtner e.V. einen Kriterienkatalog, der als verbindliche Entscheidungsgrundlage für die Prüfung und Bewertung solcher Ausnahmefälle dient.
03 Für jede als Ausnahme in Betracht kommende Fläche sind vor einer Entscheidung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie ein Klimagutachten vorzulegen und in die Abwägung einzustellen.
Begründung
Ausgangslage in Jena
Jena ist aufgrund seiner Tallage besonderen räumlichen und klimatischen Bedingungen ausgesetzt. Diese erschweren sowohl die Schaffung von Wohnraum als auch die Sicherung ausreichender Gartenflächen. Hinzu kommen stadtklimatische Belastungen wie die Überhitzung der Innenstadt, eingeschränkte Kaltluftschneisen und ein erhöhtes Überschwemmungsrisiko.
Bedeutung von Gartenland und Kleingärten
Die Schaffung von Wohnraum darf daher nicht zulasten von Gartenland erfolgen. Kleingärten erfüllen wichtige Funktionen für die Stadtentwicklung und das Gemeinwesen:
· Sie leisten einen Beitrag zum Stadtklima und zur ökologischen Ausgleichsfunktion.
· Sie schaffen soziale Begegnungsräume und fördern nachbarschaftliches Miteinander.
· Sie haben eine städtebauliche Bedeutung als dauerhaft nutzbare Grünflächen.
Beispiel: Kleingartenverein „Obstbau Süd-West e.V.“ Jena
Die Folgen einer Umwandlung von Gartenland in Bauland lassen sich exemplarisch am Kleingartenverein „Obstbau Süd-West e.V.“ in Jena verdeutlichen. Dort ist vorgesehen, auf einer Fläche von 2,6 Hektar mit derzeit 49 Gärten und einem Vereinsheim insgesamt 90 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern zu errichten.
Vorliegende Gutachten und fachliche Stellungnahmen bewerten diese Entwicklung kritisch. In der „Klimaanpassungsstrategie JenaWasser – Starkregen- und Überflutungsfürsorge“ (KASJW) wird für eine weitere Verdichtung in diesem Bereich von einer erheblichen Hochwassergefährdung ausgegangen.
Auch das Handbuch „Klimawandelgerechte Stadtentwicklung für Jena“ (JenKAS, 2012) sowie die Untersuchung „Klimauntersuchungen in Jena für die Anpassung an den Klimawandel und seine erwarteten Folgen“ des Deutschen Wetterdienstes kommen zu dem Ergebnis, dass sich die klimatischen Bedingungen im Südviertel durch die geplante Maßnahme deutlich verschlechtern würden.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
09.06.2026
Sammlung endet:
08.12.2026
Region:
Jena
Kategorie:
Soziales
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Weil ich zum einen unterstütze,dass vorab klare Regeln vereinbart werden wann die Umwandlung in Bauland sinnvoll ist und zum anderen im konkreten Fall der Bau von Ein und Zweifamilienhäusern nicht im Verhältnis steht zum Nutzen der Kleingärten. Würde es sich um Mehrfamilienhäuser handeln würde ich das nochmal anders bewerten, daher sind vereinbarte Regeln unter Abwägung von Ziel und Nutzen sinnvoll
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Lest es aufmerksam, denkt mal drüber nach. Und wenn ihr immer noch zweifelt, macht im Sommer abends einen Spaziergang beginnend in der Gartenanlage und dann zum Birnstiel und weiter bergab ins Wohngebiet Richtung Zentrum. Dann könnt ihr es auch spüren...
Es geht nicht alleine um die viele Arbeit, Sorgfalt, Liebe ( und auch das Geld), die Generationen in 100 Jahren in dieses Fleckchen Erde gesteckt haben.
Die Gärten waren und sind enorm wichtig für das Stadtklima.
Wir pflegen unseren Garten seit 4 Generationen und das wird auch so bleiben!