Schutz für Frauen in der Prostitution gewährleisten - Finanzierung der Beratungsstelle TAMAR sichern

Petition richtet sich an
Kreistag Siegen-Wittgenstein

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  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch > 3 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Kreistag Siegen-Wittgenstein

Wir fordern den Kreistag Siegen‑Wittgenstein auf, die Entscheidung vom 12. Dezember 2025 zu revidieren und die Finanzierung der Prostituierten‑ und Ausstiegsberatungsstelle TAMAR Südwestfalen im Jahr 2026 wieder sicherzustellen.

Wir fordern den Kreistag Siegen‑Wittgenstein auf:

  1. Die Entscheidung vom 12. Dezember 2025 zu revidieren.
  2. Die Finanzierung von TAMAR bereits in 2026 wieder sicherzustellen. Wir erfuhren nun, dass die nächste Sitzung, in der das Thema wieder behandelt wird, allerdings erst Ende September stattfinden wird. Trotzdem belieben wir dran.  
  3. Die fachliche Empfehlung des Gesundheitsausschusses umzusetzen.
  4. Verantwortung für den Schutz von Frauen in schwierigen Lebenslagen zu übernehmen.

Unterschreiben Sie jetzt, um den Schutz von Frauen in der Prostitution zu sichern!

Wir bitte um Spenden, damit wir die Zeit überbrücken und TAMAR finanzieren können in Siegen-Wittgenstein - benötigt werden mindestens 15.000 Euro, damit Beratung in Siegen-Wittgenstein durch TAMAR bis dahin (September 2026) stattfinden kann. Hier ist Spenden online möglich!

Begründung

TAMAR schützt Frauen – seit elf Jahren
TAMAR Südwestfalen ist die einzige spezialisierte Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution im Kreis Siegen‑Wittgenstein. Sie bietet: • psychosoziale Beratung • Gesundheitsprävention • Unterstützung bei Behörden • Begleitung bei Schuldenregulierung • Hilfen beim Ausstieg oder Umstieg aus der Prostitution
Diese Expertise existiert im Kreis kein zweites Mal.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache
2024 • 76 Frauen erreicht • 47 Erstkontakte
2025 (bis Mitte November) • 63 Frauen bei der aufsuchenden Arbeit angetroffen • 39 intensiv beraten • 36 in Ausstiegs‑ und Umstiegsprozessen begleitet
Seit Bestehen der Beratungsstelle • 1.104 Sexarbeiterinnen im Kreis Siegen‑Wittgenstein angetroffen • Die große Mehrheit stammt aus EU‑Ländern
TAMAR erreicht Frauen, die sonst niemand erreicht.
Der Gesundheitsausschuss hat die Notwendigkeit bestätigt
Der Ausschuss für Gesundheit und Bevölkerungsschutz – das fachlich zuständige Gremium – hat am 2. Dezember 2025 die Weiterförderung empfohlen. Der Kreistag hat diese Empfehlung ignoriert.
Die Entscheidung des Kreistags gefährdet den Schutz besonders vulnerabler Frauen
Die Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) stellt klar: „Auch gegenüber denjenigen Personen, die die Prostitution im Rechtsinne freiwillig ausüben, hat der Staat angesichts von Risiken, die mit der Tätigkeit als Prostituierter verbunden sein können, eine Schutzpflicht.“
Diese staatliche Schutzpflicht umfasst den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung, der Gesundheit, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie eine wirksame ordnungsrechtliche Überwachung. Die Evaluation fordert ausdrücklich eine Stärkung der spezialisierten Fachberatungsstellen.
Mit seiner Entscheidung hat der Kreistag diese Schutzpflicht nicht berücksichtigt.
Im 650‑Millionen‑Euro‑Haushalt sollen keine 36.600 Euro für diese wichtige Arbeit vorhanden sein. Damit endet die Arbeit von TAMAR im Kreis Siegen‑Wittgenstein ab 2026.
Frauen in der Prostitution gehören zu den verletzlichsten Gruppen unserer Gesellschaft.
Der Wegfall der Förderung bedeutet: • weniger Schutz • weniger Prävention • weniger Ausstiegshilfen • mehr Risiko für Gewalt und Ausbeutung.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 06.01.2026
Sammlung endet: 31.05.2026
Region: Kreis Siegen-Wittgenstein
Kategorie: Soziales

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Warum Menschen unterschreiben

Ich habe auf einer Tagung zur Gewalt gegen Frauen von dieser Petition erfahren und möchte die Petition aufgrund der dort geschilderten Dringlichkeit unterstützen.

Weil ich wenigstens hiermit betroffene Frauen gerne unterstützen möchte.

Den Mädels muss weiterhin geholfen werden! Es ist unmöglich, dass die Hilfe gestrichen wurde.

Die psychsiche Gesundheit junger Frauen ist extrem wichtig. Hier werden imme rnoch wichtige Weichen gestellt.

Schutz und Stärkung von Frauen in schweren Situationen

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