473 Unterschriften
Sammlung beendet
Petition richtet sich an: Sächsischer Landtag Petitionsausschuss
In Sachsen müssen immer mehr Wohngruppen für erwachsene Menschen mit Schwerbehinderung schließen. Nicht, weil die Betreuung schlecht ist – sondern weil der Kommunale Sozialverband (KSV) nur die Betreuung bezahlt. Gebäude, Reparaturen und Instandhaltung werden nicht ausreichend finanziert. Dies hat allerdings der KSV selbst nicht in der Hand sondern sind übergeordnete Regelungen aus den 2000er Jahren.
Viele Gruppen leben seit 15–20 Jahren wie Familien zusammen. Bewohner*innen und langjährige Betreuer*innen verlieren dadurch ihre gewohnten Beziehungen. Für einige bedeutet das echten gesundheitlichen Schaden.
Für Kinder und Jugendliche gibt es eine andere Finanzierung: Hier werden auch Gebäude und Instandhaltung übernommen. Für Erwachsene fehlt diese Regelung.
Wir fordern die Landesregierung und den KSV auf:
- Die Finanzierung für erwachsene Menschen mit Schwerbehinderung sofort neu zu berechnen. Inklusive der Kosten für Instandhaltung, Gebäudeerhalt und bauliche Anpassungen anteilig zu übernehmen. Dies kann ggf. durch Steuerverlegungen erbracht werden.
- Bestehende Wohngruppen nicht zu schließen, bis eine sichere Finanzierung steht.
Jeder Mensch hat ein Recht auf ein sicheres Zuhause. Bitte unterstützen Sie diese Petition – für Stabilität, Menschlichkeit und echte Inklusion.
Begründung
Meine Tochter lebt seit zwei Monaten in dieser Wohngruppe für Menschen mit Schwerstbehinderung. Ich bin froh, endlich eine Einrichtung gefunden zu haben, die sie angemessen versorgt, nachdem das vorherige Wohnheim ihre Bedürfnisse nicht abdecken konnte. Die Betreuer*innen sind mit Leib und Seele dabei, und die Gruppe gibt meiner Tochter Sicherheit und Stabilität.
Doch nun soll diese Wohngruppe, die seit über 20 Jahren existiert, aufgelöst werden. Der Kommunale Sozialverband (KSV) übernimmt nur die Betreuungskosten, nicht aber Gebäude, Reparaturen und Instandhaltung, obwohl genau diese Ausgaben notwendig sind, um die Wohnplätze zu erhalten. Für meine Tochter und andere Betroffene bedeutet das nicht nur den Verlust ihres Zuhauses, sondern auch echten gesundheitlichen Schaden durch die Zerstörung vertrauter Strukturen.
Es kommen immer mehr Bewohner/innen, doch die Plätze sind so knapp, dass Wege von 100km und mehr schon fast normal sind. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, so für seine Angehörige da zu sein und ggf. auch zu kontrollieren, ob es dem Hilfsbedürftigen da wirklich gut geht. Leider haben wir dies im Jahr 2025 hart zu spüren bekommen, als meine Tochter fast starb.
Bitte unterstützen Sie diese Petition – für den Erhalt von Leben, Stabilität und Heimat schwerstbehinderter Menschen!