Region: Marburg

Sofortige Überprüfung der neuen 30-km/h-Zone in Marburg und Stopp der frühen Blitzkontrollen

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Thomas Spies

1.134 Unterschriften

Sammlung beendet

1.134 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Thomas Spies

Wir fordern die Stadt Marburg und das zuständige Ordnungsamt auf:

  1. Die Einführung der 30-km/h-Zone vollständig und transparent zu begründen, inklusive aller Gutachten, die zur Entscheidung geführt haben.
  2. Die sofortigen Blitzkontrollen zu stoppen, bis eine angemessene Übergangsphase gewährleistet wurde.
  3. Eine verkehrserzieherische Phase einzuführen, z. B. durch Hinweisschilder, sichtbare Polizeipräsenz und mündliche Verwarnungen.
  4. Die Rechtmäßigkeit der Beschilderung und Umsetzung überprüfen zu lassen, einschließlich Messpunkten und Beschilderungslogik.
  5. Die Bürger umfassend zu informieren, bevor neue Sanktionen oder Kontrollen durchgeführt werden.

Begründung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in Marburg wurde vor kurzem eine neue 30-km/h-Zone auf einer zentralen Verkehrsachse eingerichtet. Was viele Bürger jedoch fassungslos zurücklässt: Bereits wenige Tage nach der Einführung wurden dort umfassende Blitzkontrollen durchgeführt, ohne angemessene Übergangszeit, ohne klare Aufklärung und ohne verkehrserzieherische Maßnahmen.

Viele Verkehrsteilnehmer fahren diese Strecke seit Jahrzehnten mit 50 km/h. Von heute auf morgen eine neue Regel einzuführen und nach nur wenigen Tagen schon Bußgelder auszustellen, ist für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar.

Unsere Kritikpunkte:

  • Die Einführung der 30-km/h-Zone erfolgte mit extrem kurzer Vorlaufzeit.
  • Bereits kurz nach der Einrichtung wurden Blitzer aufgestellt und Kontrollen durchgeführt.
  • Es gab kaum Hinweise, Aufklärung oder Übergangsphase, obwohl viele diese Strecke jahrzehntelang mit 50 km/h gefahren sind.
  • Die Maßnahme wirkt auf große Teile der Bevölkerung wie eine Einnahmequelle, gerade vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Stadt.
  • Hier wird Verkehrserziehung übersprungen und direkt sanktioniert.
  • Bürger empfinden das Vorgehen als unfair, überhastet und belastend, insbesondere kurz vor der Weihnachtszeit.

Warum ist diese Petition wichtig?

  • Verkehrspolitik darf nicht als überraschende Einnahmequelle empfunden werden. Sie muss nachvollziehbar, fair und verhältnismäßig sein. Bürger müssen die Möglichkeit haben, sich auf neue Regelungen einzustellen – besonders wenn diese Jahrzehnte alte Gewohnheiten betreffen.
  • Die Stadt Marburg hat eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die hier leben und arbeiten. Vertrauen entsteht nicht durch Hast und Bußgelder, sondern durch Transparenz, Rücksicht und Dialog.
  • Viele Bürger fühlen sich in dieser Situation übergangen und finanziell belastet – und genau deshalb braucht es diese Petition.

Offener Brief an die Stadt Marburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte ich meine erheblichen Bedenken hinsichtlich der neu eingerichteten 30-km/h-Zone in Marburg äußern. Die Geschwindigkeitsreduzierung wurde erst vor kurzer Zeit veröffentlicht und bereits wenige Tage nach der offiziellen Einführung intensiv überwacht. Dass unmittelbar nach einer so kurzen Übergangsphase bereits geblitzt wird, halte ich für ein höchst fragwürdiges Vorgehen und für ein enttäuschendes Signal an die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.

Viele Verkehrsteilnehmer sind seit Jahren an eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h in diesem Bereich gewöhnt. Eine abrupt eingeführte Reduzierung auf 30 km/h ohne ausreichende Gewöhnungsphase berücksichtigt weder menschliches Verhalten noch den verkehrserzieherischen Anspruch, den eine Kommune haben sollte. Statt sofort auf Sanktionen zu setzen, wäre es deutlich angemessener gewesen, zunächst durch sichtbare Präsenz der Stadt- oder Landespolizei aufzuklären, mündliche Hinweise auszusprechen oder Verwarnungen auszugeben. Ein solches Vorgehen hätte den notwendigen Lerneffekt erzeugt, ohne die Bürger in einer ohnehin wirtschaftlich belastenden Zeit zusätzlich finanziell zu treffen – insbesondere unmittelbar vor der Weihnachtszeit.

Darüber hinaus empfehle ich allen Verkehrsteilnehmern, die an dieser Stelle – selbst bei geringfügigen Überschreitungen von nur wenigen km/h – geblitzt wurden, ihren Fall anwaltlich prüfen zu lassen. Eine rechtliche Überprüfung kann klären, ob die Einführung, Beschilderung und Umsetzung der neuen Regelung ordnungsgemäß erfolgte und ob ein Einspruch Aussicht auf Erfolg hat.

Ich appelliere an die Stadt Marburg, dieses Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Sollte die 30-km/h-Regelung bestehen bleiben, so wäre ein stärkerer Fokus auf verkehrserzieherische Maßnahmen statt auf frühzeitige und umfassende Bußgeldmaßnahmen wünschenswert.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern trotz der aktuellen Situation eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit.

Mit freundlichen Grüßen
Ein besorgter Bürger

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.11.2025
Sammlung endet: 17.05.2026
Region: Marburg
Kategorie: Verkehr

Neuigkeiten

  • Update 12.12.2025

    am 12.12.2025
    Die Petition hat inzwischen die Marke von über 1.000 Unterstützenden erreicht. Das zeigt deutlich, wie viele Bürgerinnen und Bürger die neue Tempo-30-Regelung auf der zentralen Verkehrsachse Marburgs kritisch sehen.

    Die Stadt Marburg hat auf unsere Anfrage reagiert. Die Stellungnahme des Oberbürgermeisters liegt vor. Daraufhin haben wir weitere, konkrete Fragen zu Umsetzung, Verhältnismäßigkeit, fehlender zeitlicher Differenzierung sowie zu den Auswirkungen auf Pendlerinnen, Pendler und Berufstätige schriftlich nachgereicht. Diese Fragen sind bislang nicht inhaltlich beantwortet.

    Um größtmögliche Transparenz herzustellen, haben wir die bisherige Kommunikation sowie alle Fragen und Antworten vollständig öffentlich gemacht. Diese sind in unserem WhatsApp-Kanal einsehbar. Dort informieren wir laufend über neue Entwicklungen.

    Vielen Dank für die anhaltende Unterstützung.
    Wir bleiben sachlich, transparent und dran.

    Bürgerinitiative Verkehrsgerechtigkeit Marburg-Biedenkopf
  • WhatsApp Kanal

    am 01.12.2025
    Bleiben Sie auf dem neusten Stand 🙂

    Folge dem Kanal Bürgerinitiative Verkehrsgerechtigkeit Marburg-Biedenkopf auf WhatsApp:
    whatsapp.com/channel/0029Vb6XhRN7T8baiBWfPE46
  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Wer die gesamte Strecke jeden Arbeitstag hin und zurück fährt benötigt laut OB Spiess 6 Minuten mehr am Tag. Das sind 30 Minuten mehr in der Woche, bei 47 Arbeitswochen 1410 Minuten, also ziemlich genau ein 24h Tag im Jahr. Ein gewonnener Tag an dem man mit den Kindern spielen oder einige Bücher lesen könnte. Marburg den Marburgern, die Dörfler bleiben auf dem Lande, und bei Pendlern kommt es eh nicht drauf an?

Ich finde die ganze Aufregung unverständlich. Der Zeitunterschied auf dieser Strecke betrüge, sollte man wirklich die ganze Strecke mit Tempo 50 fahren können im Vergleich zu Tempo 30 maximal 2 Minuten. Mir scheint das hier wieder ein von diesen vielen ideologischen Debatten zu sein, indem es eigentlich um was ganz anderes geht. Aber ja, ich finde auch so eine Übergangszeit geben, in der nicht sofort- scharf - geblitzt wird.

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