Systemversagen beenden: Radikales Bundes-Teilhabegesetz für ALLE mit Behinderung JETZT!

Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesrat / Bärbel Bas

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  1. Gestartet 14.06.2026
  2. Sammlung noch > 8 Monate
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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesrat / Bärbel Bas

Wir weigern uns, länger Menschen zweiter Klasse zu sein. Wir fordern vom Bund ein kompromissloses, bundesweites Teilhabegesetz, das jeden Menschen mit Behinderung sowie pflegende Angehörige einschließt. Die konkreten Forderungen umfassen:

1. Finanzielle Würde und Entbürokratisierung:

  • Ein universelles, bundesweites Behindertengeld: 200 € ab GdB 70, 300 € ab GdB 90. Für jedes festgestellte Merkzeichen (aG, G, Bl, Gl, TBl, H etc.) pauschal 50 € zusätzlich. Keine Postleitzahlen-Lotterie mehr!
  • Persönliches Budget: Radikale Entbürokratisierung durch Umkehr der Beweislast. Hilfen müssen unkompliziert bewilligt werden.
  • Pflegegeld: Massive Erhöhung und automatische, prozentuale Anpassung an die Inflation (analog zu Diäten und Renten).

2. Schutz pflegender Angehöriger:

  • Eine staatliche Lohnersatzleistung für den 24/7-Einsatz pflegender Angehöriger zur Sicherung des Lebensunterhalts.
  • Faire und massive Rentenpunkte für jedes Jahr der häuslichen Pflege, um Altersarmut zu verhindern.

3. Lückenloses Barrierefreiheits-Gesetz:

  • Gesetzliche Pflicht für Kliniken und Ämter zu lückenloser Barrierefreiheit (taktile/akustische Leitsysteme, rollstuhlgerechte Zugänge, Gebärdensprachdolmetscher auf Abruf, Leichte Sprache). Bei Weigerung müssen alle staatlichen Fördergelder gestrichen werden.
  • Grundversorgung: Barrierefreie Filialen (z. B. Post) in Eigenregie müssen bundesweit gesetzliche Pflicht werden, keine Auslagerung in unzugängliche Kioske.

4. Grenzenlose Mobilität:

  • Freie Fahrt im Fernverkehr (ICE, IC, FlixBus/FlixTrain) für Inhaber der Schwerbehinderten-Wertmarke.
  • Dauerhaft stark ermäßigtes ÖPNV-Ticket für Schwerbehinderte ohne Wertmarke.
  • Gesetzliche Räum-Pflicht durch das Zugpersonal für Schwerbehindertenplätze; diese dürfen niemals für die Allgemeinheit reservierbar sein.
  • Massiv ermäßigter (mind. 50-60 %) oder kostenloser Zugang zu Kultur und Events, unabhängig von einer Begleitperson.

Begründung

Ich gehe auf die 30 zu. In einem Alter, in dem andere ihre Karriere und Zukunft aufbauen, kämpfe ich jeden Tag ums Überleben in einem System, das mich unsichtbar macht. Mein Name ist Juliusz Kamil Krause, ich lebe in Monheim am Rhein und ich bin vom Gesetz her blind. Auf dem linken Auge nehme ich nur noch Handbewegungen wahr, auf dem rechten kann ich allenfalls noch Finger zählen. Ohne meinen weißen Blindenstock bin ich aufgeschmissen – und der erste Arbeitsmarkt ist für mich zu fast 100 % verschlossen.

Aber ich schreibe diese Petition nicht nur für mich. Mein Kampf ist der Kampf von Millionen Menschen mit körperlichen, geistigen, psychischen und seelischen Behinderungen in ganz Deutschland – und der Kampf ihrer Angehörigen!

Egal, ob du blind bist, im Rollstuhl sitzt, gehörlos bist, an einer unsichtbaren chronischen Krankheit leidest oder neurodivergent bist: Das staatliche Versprechen von "Inklusion" ist eine Lüge. Wir werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt, von einem unmenschlichen Bürokratie-Monster zermürbt und aus dem öffentlichen Leben gestrichen. Schlimmer noch: Die Menschen, die uns pflegen und lieben, werden vom Staat finanziell und emotional in den Ruin getrieben.

Behinderung und Pflege machen arm. Das ist die bittere Realität in Deutschland. Ohne pflegende Eltern, Partner oder Kinder würde das gesamte deutsche Pflegesystem morgen früh kollabieren. Der Dank des Staates? Burnout und Altersarmut! Wer ohnehin jeden Tag Hürden überwindet, darf nicht auch noch beim Bahnfahren, auf unzugänglichen Ämtern oder durch fehlende Leitsysteme bestraft werden.

Warum DU jetzt unterschreiben musst: Behinderung und Pflegebedürftigkeit sind keine exklusiven Clubs. Ein Autounfall, ein Schlaganfall, eine schwere Krankheit – und morgen bist du oder ein Mensch, den du über alles liebst, genau auf diese Hilfen angewiesen. Willst du in einem Land leben, das dich dann fallen lässt?

Zeig Solidarität! Deine Stimme macht den Unterschied! Unterschreibe diese Petition. Lasst uns dieses ignorante System einreißen und dafür sorgen, dass Inklusion und Pflege in Deutschland endlich Respekt, Geld und echte Würde erhalten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Juliusz Kamil Krause, Monheim am Rhein
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 14.06.2026
Sammlung endet: 30.04.2027
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

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Warum Menschen unterschreiben

ja und das sofort.

Wir wollen in Deutschland ein Sozialstaat sein, der für alle seine Staatsbürger gleichsam Sorge trägt und ein gerechtes Miteinander fördert !!!

Teilhabe darf keine Hindernisse haben

Ich bin neurodivergent und erhalte ein persönliches Budget, um damit eine Assistenzperson zu bezahlen. Diese steht mir jedoch nur für einen bestimmten (eng umrissenen) Zweck zu, d.h. für meine anderen ehrenamtliche Aktivitäten, bei denen es die Arbeit in der Gruppe nicht komplett sprengt (aber sehr wohl stört), wenn ich unruhig werde, gilt die Bewilligung der "Eingliederungshilfe" nicht.

Und in meinem sehr breiten und vielfältigen persönlichen Umfeld gibt es zahlreiche Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und unterschiedlichen Ausprägungen von Neurodivergenz. Nicht alle von ihnen bekommen Hilfe, und wenn, dann oft nicht im vollen Umfang.

Hinzu kommt, dass es bestimmt vielen Menschen ähnlich wie mir geht: Es war mir lange nicht bewusst, dass ich Hilfe benötige und Anspruch darauf habe.

Und von der ersten Anfrage für einen EUTB-Termin bis zum ersten Arbeitstag meiner Assistenzperson vergingen mehr als ein Jahr und vier Monate. Dies auch, weil ich mich auf das, was mir niemand dabei abnehmen konnte, nur manchmal und dann nur für begrenzte Zeit konzentrieren konnte - eben weil ich neurodivergent bin. In dieser Zeit durfte ich dort, wo ich die Assistenz zwingend benötige, solange nicht mehr teilnehmen, weil meine übermäßigen Störungen einfach nicht mehr tragbar waren.

Mir ist diese Petition wichtig, weil Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen, Rechte und Möglichkeiten zur Teilhabe in der Gesellschaft verdienen. Die Politik sollte ihre Bedürfnisse stärker berücksichtigen und bestehende Barrieren abbauen.

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