Petition richtet sich an:
Landrat Alex Eder
In der 1500-Seelen-Gemeinde Amberg im Unterallgäu soll ein Rechenzentrum mit einer Rechenleistung von bis zu 120 MW entstehen. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan ist derzeit noch nicht rechtskräftig, das Projekt steht jedoch kurz vor seiner Verwirklichung.
Das KI-Rechenzentrum von Polarise geht mit einem enormen Stromverbrauch einher:
Bei einer Rechenleistung von 120 MW ist mit einem jährlichen Stromverbrauch von 120MW*8760h=1.051.200 MWh zu rechnen.
Zum Vergleich: der jährliche Stromverbrauch der Stadt Augsburg lag 2024 bei 1.340.304 MWh.
Die Abdeckung eines solch enormen Bedarfs durch erneuerbare Energien kann durch den angrenzenden PV-Park nicht gewährleistet werden, da dieser jährlich nur ca. 70.000 MWh grünen Strom generiert. Bei einer Rechenleistung von 30 MW ist mit einem Bedarf von 262.800 MWh pro Jahr zu rechnen.
Über den Wasserverbrauch liegen meinen Recherchen nach, aktuell keine präzisen öffentlich bekannten Daten vor.
Das 15 MW-Rechenzentrum der Polarise GmbH in München wird mit Wasser aus dem Münchner Eisbach gekühlt. Genaue Informationen über die Kühlung in Amberg sind derzeit nicht öffentlich zugänglich.
Durchschnittlich verbraucht ein Rechenzentrum in Deutschland ca. 100 Liter pro MWh, was im Rechenbeispiel bei einem jährlichen Strombedarf von 1.051.200 MWh einen jährlichen Wasserverbrauch von 105.120.000 Litern Wasser entspricht. Täglich werden damit 288.000 Liter Wasser verbraucht. Selbst bei einer geringfügigen Skalierung nach unten wäre der Wasserverbrauch weiterhin enorm und im Hinblick auf die bereits vorliegende Wasserknappheit nicht vertretbar. Bei einer Rechenleistung von 30 MW ist ein Wasserverbrauch (soweit dieser im deutschen Durchschnitt liegt) von 26.280.000 Litern jährlich zu erwarten.
Begründung
Helfen Sie mit, dieses Bauprojekt zu stoppen!
Wassermangel war bereits im Sommer 2026 ein zentrales Thema. Durch den Bau von Rechenzentren in der Region wird dieser noch weiter verstärkt und gefährdet langfristig Mensch und Natur.
Aus Solidarität zu unseren Nachbarn und auf Hinblick auf Wasser und Stromverbrauch