Region: Germany

Klima-Kollaps und Artensterben: Stoppt den Mäh-Wahn auf öffentlichen Grünflächen!

Petition is addressed to:
Bundesumweltministerium mit den Umweltministerien der Bundesländer

6,757 Signatures

21 %
6,445 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 19/07/2026
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Petition addressed to: Bundesumweltministerium mit den Umweltministerien der Bundesländer

Gegen die Sommerhitze, für die Artenvielfalt – Lasst das öffentliche Grün leben!

Reason

Unsere Sommer werden heißer, die Dürren extremer und die globale Artenkrise spitzt sich dramatisch zu. Trotz dieser unübersehbaren Zeichen der Klimaerwärmung rücken städtische und kommunale Rasenmäher in ganz Deutschland im Hochsommer unverändert aus, um die letzten grünen Halme bodennah zu kappen.
Das Ergebnis dieser überholten Grünpflege? Braune, vertrocknete Staubwüsten mitten in unseren Siedlungsräumen. Statt zu kühlen, stauen diese kahlen Flächen die Hitze in den Städten und Gemeinden extrem an und wirken wie gigantische Heizplatten. Damit muss flächendeckend Schluss sein! Wir fordern ein radikales, gesetzlich verankertes Umdenken in der öffentlichen Grünpflege von der Bundesebene bis zur kleinsten Gemeinde.

Warum ein Mäh-Stopp der absolute Klima-Booster für ganz Deutschland ist:
1. Die natürliche Klimaanlage (Hitzeschutz): Hohes Gras und Wildblumenwiesen verdunsten massenhaft Wasser und kühlen die Umgebung sowie den angrenzenden Asphalt aktiv ab. Kurz geschorener, vertrockneter Rasen hingegen verliert jegliche Kühlfunktion und heizt das lokale Mikroklima massiv auf.
2. Die Schwammstadt-Funktion (Hochwasserschutz): Wenn es nach langen Trockenphasen zu Starkregen kommt, kann staubtrockener, ultrakurz gemähter Boden die Wassermassen nicht aufnehmen. Hohes Gras mit tiefen, lebendigen Wurzeln hält den Boden locker und aufnahmefähig – das Wasser versickert dort, wo es fällt, anstatt Kanäle zu überlasten und Keller zu fluten.
3. Lebensraum statt Öko-Wüste (Artenschutz): Jeder radikale Mähvorgang im Sommer vernichtet schlagartig Lebensräume. Tausende Insekten sterben direkt, Vögel und Igel verlieren ihre Nahrungsgrundlage. Ein selteneres, abschnittsweises Mähen holt das Summen und die biologische Vielfalt zurück in unsere Wohnviertel.
4. Geld & CO₂ sparen (Wirtschaftlichkeit): Weniger Mähzyklen bedeuten einen spürbar geringeren Treibstoffverbrauch für schwere kommunale Maschinen, eine Reduktion der CO₂-Emissionen, weniger Arbeitsstunden für ohnehin belastete Bauhöfe und somit einen deutlich klügeren, nachhaltigeren Einsatz von Steuergeldern.

Unsere konkreten Forderungen an den Gesetzgeber:
Wir fordern die Anpassung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) und der Landesnaturschutzgesetze, um verbindliche Mindeststandards für das Management von öffentlichem Grün festzulegen. Die Bundesländer müssen den Kommunen den rechtlichen Rahmen und die Pflicht vorgeben, folgende Maßnahmen flächendeckend umzusetzen:
 Konsequenter Mäh-Stopp im Hochsommer:
In Zeiten anhaltender Hitze und Dürre im Hochsommer sollte das flächige Mähen von öffentlichen Grünflächen und Wiesen  untersagt werden.(2) Das Verbot dient der Vermeidung von Boden- und Austrocknungsschäden.
(3) Flächen die aus Gründen der Verkehrssicherheit regelmäßig gemäht werden müssen dürfen in diesem Zeitraum nicht tiefer als 7 cm gemäht werden.
 Verbindliche Einführung der Staffel-Mahd: Grünflächen dürfen flächenmäßig nur noch zeitlich und räumlich versetzt gemäht werden, damit dauerhaft Zufluchtsorte und Nahrungsquellen für die Tierwelt erhalten bleiben.
 Höher stehen lassen: Bei regulären Schnitten muss die Schnitthöhe signifikant angehoben werden, damit die Grasnarbe den Boden effektiv beschattet und die Restfeuchtigkeit im Boden hält.
 Mut zur Wildnis und gezielte Transformation: Systematische und langfristige Umwandlung von pflegeintensiven, ökologisch wertlosen Rasenflächen in artenreiche, heimische Wildblumen- und Blühwiesen.

Es ist höchste Zeit für eine moderne, klimaresistente und lebendige Stadt- und Landschaftspflege in ganz Deutschland. Unterschreibe jetzt für den Schutz unserer Arten und ein kühleres Klima vor unserer Haustür!

Quellen:
https://www.zsk.tum.de/fileadmin/w00bqp/www/_my_direct_uploads/Abschlussbericht_Gruene_Plaetze_Muenchen_26Mai2023.pdf
https://www.telepolis.de/article/Maehen-verboten-Warum-hohe-Graeser-Klima-Helden-sind-10389038.html
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/naturschutz/deutschland/33830.html
https://spreeakademie.de/blog/geld-sparen-vielfalt-schuetzen-wie-kommunale-haushalte-von-weniger-maehen-profitieren/
https://www.deutschlandfunkkultur.de/gruener-rasen-parkanlagen-klima-stadt-100.html

Thank you so much for your support, Anne Wöhlert, Bergheim

Petition details

Petition started: 07/19/2026
Collection ends: 01/18/2027
Region: Germany
Topic: Environment

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News


  • Hallo zusammen,

    ein riesiges Dankeschön an jede und jeden Einzelnen von euch:
    Wir haben gemeinsam die Marke von 1.100 Unterschriften geknackt!

    Das zeigt ganz deutlich: Wir sind viele, die nicht mehr tatenlos zusehen wollen, wie unsere öffentlichen Grünflächen, Straßenränder und Wiesen mitten in der Sommerhitze kahlgeschoren werden.

    Dass ein Umdenken möglich ist, beweisen andere Kommunen bereits eindrucksvoll:
    Die Stadt Bamberg macht es vor! Mit ihrem ökologischen Grünflächenmanagement und ihrer Biodiversitätsstrategie schützt sie Straßenränder und Wiesen, mäht schonend und lässt Lebensräume entstehen. Das Ergebnis? Die Pflanzen- und Insektenvielfalt dort hat sich massiv erhöht – und Bamberg wurde dafür sogar mit dem Bayerischen Biodiversitätspreis ausgezeichnet! 🏆

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/bambergs-bluetenreiche-strassenraender-ausgezeichnet,VQHKAOv

    Was dort klappt, muss auch in anderen Städten und Gemeinden zum Standard werden! Genau dafür kämpfen wir.

    Jetzt brauche ich kurz eure Hilfe für den nächsten Meilenstein:

    Um bei Politik und Verwaltungen noch mehr Gewicht zu bekommen, müssen wir unsere Reichweite weiter ausbauen.
    Wenn jeder von euch diese E-Mail oder den Link heute an nur zwei oder drei Bekannte, Arbeitskolleginnen oder in eine WhatsApp-Gruppe weiterleitet, verdoppeln wir unsere Stimmen im Handumdrehen!

    🔗 Hier geht’s direkt zur Petition:

    http://openpetition.org/stopptdenmaehwahn

    So könnt ihr in 1 Minute helfen:

    1. Kopiert den Link und teilt ihn in eurer WhatsApp-Story oder in Gruppen.
    2. Leitet diese Mail an Familie, Freunde oder Nachbarn weiter.
    3. Sprecht mit Bekannten darüber – Bamberg zeigt, dass der Druck aus der Bürgerschaft wirkt!

    Danke für euren großartigen Einsatz und eure Unterstützung für den Naturschutz vor unserer Haustür!

    Herzliche Grüße,

    Anne Wöhlert

In Hamburg werden die Grünflächen trotz Hitze vormittags gemäht, man kann auf manchen Flächen sehen, dass der Rasen entlang der „Mähwege“ braun wird. Ich weiß nicht, was die beste Strategie ist, um sowohl den Kühleffekt als auch die Artenvielfalt bestmöglich zu erhalten, so weiterzumachen wie bisher scheint mir jedoch angesichts des Klimawandels nicht der richtige Weg zu sein.

Basiert teilw.auf fehlendem Fachwissen über Ökosysteme. Nach der Mahd treiben "Blumen" wieder aus weil sie Hemikryptophyten sind. Flächen würden verbrachen und Störzeiger wie Solidago und Calamagrostis würden sich ausbreiten. Gräser wie der Glatthafer würden kleine spezialisierte lichtbedürftige Pflanzenarten verdrängen auf die Insekten angewiesen sind. Durch die fehlende Aushagerung werden die Flächen nährstoffreicher und somit artenärmer. Höhere Schnitthöhe verhindert keimen seltener Arten

Why people sign

Ich frage mich oft, warum an Stellen gemäht wird, die keinen stören. Nahrung, die für Insekten so wichtig sind. Wann wird man endlich wach?

Für mehr Artenvielfalt am Straßenrand :-)

.

Gegen die Sommerhitze, für die Artenvielfalt – Lasst das öffentliche Grün leben!
Während Menschen an der Hitze sterben, mähen wir die Kühlung weg – und bezahlen dafür auch noch mit unseren Steuergeldern.

Die Klimakrise ist auf unseren Straßen angekommen: Die Sonne brennt, der Asphalt glüht, Menschen leiden unter extremer Hitze – und wenige Meter weiter fährt der kommunale Rasenmäher auf und rasiert die letzte grüne Vegetation bis zum Wüstenboden herunter. Wir sehen es überall.

Während wir über Hitzeschutz reden, mähen wir den kühlenden Hitzeschutz weg.

Astrid Schnell von der Stadtbaumgruppe Regensburg / Bayern nennt diese Praxis „nicht nur ökologisch rückwärtsgewandt, sondern politisch unverantwortlich“. Gerade Städte und Gemeinden heizen sich besonders stark auf. Umso absurder ist es, jene Vegetation zu beseitigen, die zur Kühlung beitragen kann.

Öffentliches Grün ist Klimavorsorge.

Der perfekt geschorene Kurzrasen wird in der Klimakrise zum Symbol einer überholten Vorstellung von „Ordnung“ – und im Hochsommer zur dürren Wüste.

Und währenddessen verschwindet das Leben

Denkt daran, wenn ihr morgens Kaffee trinkt oder Erdbeeren esst: Wer bestäubt eigentlich die Pflanzen, von denen unsere Ernährung abhängt?

Bei der Mahd werden Blüten, Nahrungsquellen und Rückzugsräume beseitigt. Tiere werden getötet oder verlieren ihren Lebensraum – auch jene Insekten, die unsere Pflanzen bestäuben.

Das Artensterben findet nicht irgendwo weit entfernt statt. Es findet auch auf der Grünfläche neben unserem Rathaus statt.

Jetzt muss die Bundesregierung handeln

Appelle reichen nicht mehr. Wir fordern verbindliche Mindeststandards für die Pflege öffentlichen Grüns:

Mäh-Stopp bei extremer Hitze und Dürre: Großflächige Mahd soll in solchen Perioden unterbleiben. Wo Verkehrssicherheit einen Schnitt erfordert, muss die Vegetation möglichst hoch bleiben.

Staffelmahd statt Kahlschlag: Grünflächen dürfen nicht gleichzeitig vollständig gemäht werden. Rückzugs- und Nahrungsräume müssen erhalten bleiben.

Höhere Schnitthöhen: Schluss mit dem bodennahen „Rasieren“. Bodenbeschattung und Restfeuchtigkeit müssen erhalten werden.

Mehr Wildnis wagen: Ökologisch wertarme Rasenflächen sollen systematisch in heimische, artenreiche Wiesen und klimaangepasste Grünstrukturen umgewandelt werden.

Der Bund muss dafür den Rahmen schaffen.
Astrid Schnell | Stadtbaumgruppe Regensburg | Stadtnaturschutz BUND Bundesarbeitskreis BAK | BUND Naturschutz Deligierte | naturheldin@gmx.de

Wiesen statt Ödnis! Lebendige Natur statt toter, verdichteter Flächen!

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