115 Unterschriften
Petition richtet sich an: Stadtrat Castrop-Rauxel
Hitzewellen wie im Juni, in der sowohl die Temperatur als auch die Dauer durch den menschengemachten Klimawandel zu extremen Werten getrieben werden, bringen uns allmählich an den Rand der menschlichen Anpassungsfähigkeit.
Deshalb fordert das Klimabündnis Castrop-Rauxel, der Stadtrat möge folgendes Notfall-Programm gegen die Überhitzung unserer Stadt beschließen:
A. Alle Bäume konsequent schützen
- Der Rat erlässt für alle Bäume in seiner Zuständigkeit ein Baumfäll-Moratorium (Fälle von „Gefahr im Verzug“ müssen im Nachhinein öffentlich und transparent begründet werden). Ausnahmen müssen vor der Fällung im Klima-Ausschuss beschlossen werden.
- Der Rat beschließt, dass – parallel zu Artikel 8 der EU-Wiederherstellungsrichtlinie – die Fläche der Baumüberschirmung in Castrop-Rauxel in Zukunft nicht verringert werden darf.
B. Versiegelung von Grünflächen konsequent vermeiden
- Der Rat beschließt, dass in Zukunft keine Neubaumaßnahmen mehr erfolgen sollen, für die vorhandene Grünflächen versiegelt werden müssen.
- Der Rat beauftragt die Verwaltung, ein Kataster mit – öffentlichen und privaten – versiegelten Flächen zu erstellen, auf denen Neubauten errichtet werden können.
C. Entsiegeln und begrünen
- Die Urbanen Hitze-Hotspots müssen zum Schutz der Menschen dringend entsiegelt und begrünt werden. Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum Herbst einen entsprechenden Entsiegelungs- und Begrünungsplan vorzulegen und danach konsequent umzusetzen.
- Der Plan muss die Hitze-Hotspot Altstadt Castrop, Markt Ickern, Bahnhofsvorplatz Rauxel und Neuroder Platz Schwerin umfassen, ebenso wie alle versiegelten Schulhöfe.
Begründung
Die Juni-Hitzewelle beweist: Der Klimawandel ist auch bei uns angekommen und belastet die Menschen extrem. Langzeit-Hitze weit über 30 Grad führt uns an den Rand unserer Anpassungsfähigkeit. Betroffen sind vor allem Ältere, Kranke und Kinder. „In fast allen Teilen Europas ist ein Anstieg der hitzebedingten Todesfälle zu verzeichnen – im Jahr 2024 schätzungsweise 62.000.“ (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 22.04.2026)
Menschen in Städten sind besonders betroffen, weil der hohe Versiegelungsgrad unsere Städte zu extremen „Hitze-Inseln“ gemacht hat, während das grüne Umland nicht ganz so stark von der Hitze geplagt wird.
Aber auch in den Städten zeigen sich Hitze-Unterschiede, je nachdem, ob man sich auf einem versiegelten „Hitze-Hotspot“ befindet oder in einem schattigen Grünbereich. Das haben aktuell auch unsere Messungen am Erinplatz ergeben: Während auf dem Marktplatz Castrop im Schatten 38,7 Grad gemessen wurde, waren es 300 Meter weiter auf dem Erinplatz nur 32,1 Grad – also 6,6 Grad Unterschied.
Stadtbäume und urbanes Grün gewinnen also zunehmend an Bedeutung. Sie bieten nicht nur Schatten und kühlere Temperaturen, sondern leisten auch einen essenziellen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und zum Schutz unserer Gesundheit.
Da die CO2-Emmissionen immer noch weiter steigen, werden wir in den kommenden Jahren weitere Hitzewellen mit noch höherer Intensität und Dauer erleben. Klar ist: Diese CO2-Emmissionen müssen gestoppt werden, damit unsere Enkel und Urenkel würdig auf dieser Erde leben können.
Aktuell müssen wir unsere Stadt gegen weitere Überhitzungen schützen durch konsequenten Baumschutz, durch Verzicht auf weitere Versiegelungen und durch großflächige Entsiegelung und Begrünung.
Das Klimabündnis Castrop-Rauxel wird die Petition durch einen Bürgernatrag nach § 24 GO NRW in den Stadtrat tragen
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
03.07.2026
Sammlung endet:
02.01.2027
Region:
Castrop-Rauxel
Kategorie:
Umwelt
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Weil es lebenswichtig ist, aber leider nicht wie vieles beachtet, ernst genommen und umgesetzt wird. Wir amüsieren uns zu Tode, immer Ääaktschen auf dem Marktplatz und Fotos mit "hoch die Tassen" in allen Variationen und immer wieder. Das Geld dafür wäre in Klimaschutz etc. sinnvoller eingesetzt. Das Bewusstsein fehlt in den meisten Fällen. Warum? Hitze trifft doch jeden.
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Klimaschutz ist aktuell ein wichtiges Anliegen, was zu wenig Beachtung findet. Durch mehr Grünflächen und Baumanpflanzungen kann der Überhitzung der Stadt entgegengewirkt werden.