Neuigkeiten
-
„Der Streit um die Parkgebühren beschäftigt mittlerweile auch die Politiker der Bezirksvertretung 8. In einem gemeinsamen Antrag haben CDU, Grüne und FDP in die Wege geleitet, dass der Geschäftsführer des Unterbacher Sees zum Gespräch eingeladen wird. Mit dem Ziel, sowohl über die geplanten Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Naherholungsgebietes zu sprechen als auch vor dem Hintergrund der Petition die Parkgebührenregelung zu thematisieren. Ein Termin für diesen Austausch steht bisher nicht fest.“
Ein kurzes Wort von mir dazu:
Dieser Erfolg gehört euch!!!
Ich möchte mich ganz herzlich bei jedem Einzelnen von euch für die bisherigen Unterschriften und die Unterstützung bedanken. -
Der Zweckverband äußert sich erneut in der NRZ
am 28.02.2026In der NRZ äußerte sich der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Christoph Schlupkothen, zur Kritik an den gestiegenen Parkgebühren. Die wesentlichen Punkte seiner Argumentation sind:
Die Gratis-Stunde: Herr Schlupkothen betont, dass die erste Stunde Parken weiterhin kostenlos bleibt. Er begründet dies damit, dass man Besuchern entgegenkommen wolle, die nur „kurz etwas zu erledigen“ haben, für eine "kurze Gassi Runde mit dem Hund" oder „jemanden bringen oder abholen möchte". Wer länger bleibe, solle über den Tagessatz die Infrastruktur mitfinanzieren.
Mit im Fokus das Strandbad: Laut Verband sei der Tagessatz für alle ab der ersten Stunde von 4,00 Euro ein „solidarischer Akt“, um u.a. eine Kostenerhöhung für das Parken der Badegäste zu vermeiden. „Wenn jeder seinen Teil beiträgt, so wie das überall im Leben ist, dann können wir diesen schönen Ort für uns alle zukunftsfähig machen,“ so Herr Schlupkothen.
Wirtschaftlicher Druck: Aufgrund massiv gestiegener Kosten für Energie, Personal und Material sei der alte Tarif von 2,00 Euro nicht mehr haltbar, um den See „zukunftsfähig“ zu betreiben. Es gehe hierbei nicht um Luxus, sondern um die reine Existenzsicherung des Betriebs.
Der See ist kein Drive-in, sondern Lebensqualität!
Den See als einen Ort für „Kurze Erledigungen" abzutun, zeigt, wie wenig man die Bedürfnisse der Menschen vor Ort im Blick hat.
Der See ist kein Parkplatz für Erledigungen: Die vom Verband so hervorgehobene Gratis-Stunde mag zum Abholen oder Bringen reichen – vielleicht auch für eine kurze Gassi-Runde mit dem Hund - aber der Unterbacher See ist ein Erholungsgebiet, kein Supermarkt. Wer sich dort bewegt, spazieren geht oder joggt, „erledigt“ nichts in 60 Minuten. Eine bewusste Auszeit in der Natur braucht Zeit.
Die „75-Minuten-Falle“: Eine See-Umrundung dauert im Schnitt 75 bis 90 Minuten. Damit schnappt die Falle für fast jeden Alltags-Besucher und Erholungssuchenden sofort zu. Wir werden gezwungen, den vollen Tagessatz zu zahlen, nur weil wir uns an der frischen Luft bewegen wollen.
Ganzjahres-Besucher sind kein saisonales Anhängsel: Die ansässigen Betriebe leben das ganze Jahr über von den Gästen, die für einen gezielten Besuch kommen. Wenn der Kaffee, der Spaziergang oder die Runde Sport durch 4,00 Euro Parkkosten künstlich verteuert wird, schadet das genau der Infrastruktur, die der Verband schützen will. Die Bäder sind nur saisonal offen – Sportler, Spaziergänger und die Gäste der Betriebe sind das ganze Jahr über da. Sie sind das Rückgrat des Sees und werden nun am härtesten bestraft.
Faire Staffelung statt Pauschal-Abkasse: Sollen hier Badegäste und Alltags-Besucher/Erholungssuchende gegeneinander "aufgerechnet" werden? "Entweder wir erhöhen das Parken für alle oder wir müssen das Parken für Badegäste teurer machen?" (Der Preis für die Schwimmbäder ist mit 5,50 € übrigens auch erhöht worden).
Wir fordern keine Geschenke, sondern ein gerechtes Staffelmodell! Für einen ganzen Tag sind 4 Euro Parkgebühren vielleicht verhältnismäßig – aber dass eine Parkdauer von 61 Minuten exakt genauso viel kostet wie ein Aufenthalt von 10 Stunden, lässt sich kaum mit realen nutzungsabhängigen Kosten rechtfertigen. Das trifft vor allem diejenigen, die den See als täglichen Erholungsraum nutzen, unverhältnismäßig hart. Wer für seine tägliche Dosis Bewegung kommt oder die Betriebe nutzt, sollte nicht mit dem gleichen Betrag belastet werden.
Fazit: Naherholung muss für alle bezahlbar bleiben und darf nicht durch starre Pauschalpreise zur sozialen Hürde werden. -
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
es gibt Neuigkeiten: Der Zweckverband Unterbacher See hat gegenüber dem Portal Anzeiger24.de (Dein Hilden) eine erste Stellungnahme abgegeben:
www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.anzeiger24.de/hilden/lokale-empfehlungen/protestwelle-gegen-parkgebuehren-am-unterbacher-see-was-sagt-der-zweckverband&ved=2ahUKEwih9ajJzseSAxX1xwIHHVQ0PNcQFnoECBwQAQ&usg=AOvVaw31z0HTIg0XzNhLftqVsiuV
Da die Argumente der Verwaltung aus meiner Sicht die sozialen Folgen unserer Kritik nicht ausreichend berücksichtigen, habe ich dazu folgendes Statement verfasst:
Die Reaktion des Zweckverbandes zeigt leider, dass die Sorgen der Bürger nicht ernst genommen werden. Der Verweis auf eine angeblich 'marktübliche Preisstruktur' geht an der Realität vorbei: Es geht uns nicht um den Preis für ein Tagesticket beim Strandbadbesuch o.ä., sondern um die unverhältnismäßige Belastung der Menschen, die den See (u.a. regelmäßig) als kurze Auszeit besuchen.
Wer nur 1,5 oder 2 Stunden spazieren geht, joggt, den Hund ausführt oder die Gastronomie besucht, zahlt nun den vollen Tagessatz. Eine moderate Staffelung der Gebühren fehlt völlig. Der Verweis auf bestehende Vergünstigungen greift zudem viel zu kurz: Er ignoriert die Geringverdiener, Familien, Alleinerziehende und Rentner, die keine staatliche Unterstützung erhalten, für die 4 Euro pro Besuch aber eine echte finanzielle Hürde darstellt. Wir fordern eine faire Lösung, die den See als Naherholungsgebiet für ALLE erhält.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Parkdruck in den umliegenden Stadtteilen: Bei der bisherigen Gebühr von 2 Euro blieb die Belastung der Wohngebiete überschaubar. Mit der Verdopplung auf 4 Euro riskiert man aber nun massiv, dass Besucher in die angrenzenden Straßen ausweichen.
Auch die Nutzerzahlen aus dem Januar 2026 als Erfolg zu werten, ist irreführend. Viele Besucher wurden am Automaten kalt erwischt. Sie wussten schlichtweg nichts von der Erhöhung, bis sie am Automaten standen. Wer die Fahrt auf sich genommen hat, zahlt zähneknirschend - kommt aber vielleicht nie wieder. Erst die Sommersaison wird zeigen, wie viele Stammgäste dem See den Rücken kehren, weil die Verhältnismäßigkeit fehlt.
Zudem war der Januar 2026 wetterbedingt sehr attraktiv für Ausflüge. Diesen Wettereffekt als Akzeptanz für die Preiserhöhung umzudeuten, ist eine sehr gewagte Interpretation.
Ich bleibe für euch an dem Thema dran und habe dieses Statement auch bereits an die Lokalredaktion der Rheinischen Post gesendet, die sich zeitnah dem Thema annehmen wird.
Bitte teilt die Petition weiterhin fleißig!
Ein Naherholungsgebiet muss für jedermann nutzbar sein. Kosten fürs Parken sollten nicht erhoben werden oder zumindest günstiger sein als jetzt. Man gibt ja noch Geld vor Ort für Essen und Trinken, Schwimmen oder Boot fahren aus.