07.02.2026, 09:46
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
es gibt Neuigkeiten: Der Zweckverband Unterbacher See hat gegenüber dem Portal Anzeiger24.de (Dein Hilden) eine erste Stellungnahme abgegeben:
www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.anzeiger24.de/hilden/lokale-empfehlungen/protestwelle-gegen-parkgebuehren-am-unterbacher-see-was-sagt-der-zweckverband&ved=2ahUKEwih9ajJzseSAxX1xwIHHVQ0PNcQFnoECBwQAQ&usg=AOvVaw31z0HTIg0XzNhLftqVsiuV
Da die Argumente der Verwaltung aus meiner Sicht die sozialen Folgen unserer Kritik nicht ausreichend berücksichtigen, habe ich dazu folgendes Statement verfasst:
Die Reaktion des Zweckverbandes zeigt leider, dass die Sorgen der Bürger nicht ernst genommen werden. Der Verweis auf eine angeblich 'marktübliche Preisstruktur' geht an der Realität vorbei: Es geht uns nicht um den Preis für ein Tagesticket beim Strandbadbesuch o.ä., sondern um die unverhältnismäßige Belastung der Menschen, die den See (u.a. regelmäßig) als kurze Auszeit besuchen.
Wer nur 1,5 oder 2 Stunden spazieren geht, joggt, den Hund ausführt oder die Gastronomie besucht, zahlt nun den vollen Tagessatz. Eine moderate Staffelung der Gebühren fehlt völlig. Der Verweis auf bestehende Vergünstigungen greift zudem viel zu kurz: Er ignoriert die Geringverdiener, Familien, Alleinerziehende und Rentner, die keine staatliche Unterstützung erhalten, für die 4 Euro pro Besuch aber eine echte finanzielle Hürde darstellt. Wir fordern eine faire Lösung, die den See als Naherholungsgebiet für ALLE erhält.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Parkdruck in den umliegenden Stadtteilen: Bei der bisherigen Gebühr von 2 Euro blieb die Belastung der Wohngebiete überschaubar. Mit der Verdopplung auf 4 Euro riskiert man aber nun massiv, dass Besucher in die angrenzenden Straßen ausweichen.
Auch die Nutzerzahlen aus dem Januar 2026 als Erfolg zu werten, ist irreführend. Viele Besucher wurden am Automaten kalt erwischt. Sie wussten schlichtweg nichts von der Erhöhung, bis sie am Automaten standen. Wer die Fahrt auf sich genommen hat, zahlt zähneknirschend - kommt aber vielleicht nie wieder. Erst die Sommersaison wird zeigen, wie viele Stammgäste dem See den Rücken kehren, weil die Verhältnismäßigkeit fehlt.
Zudem war der Januar 2026 wetterbedingt sehr attraktiv für Ausflüge. Diesen Wettereffekt als Akzeptanz für die Preiserhöhung umzudeuten, ist eine sehr gewagte Interpretation.
Ich bleibe für euch an dem Thema dran und habe dieses Statement auch bereits an die Lokalredaktion der Rheinischen Post gesendet, die sich zeitnah dem Thema annehmen wird.
Bitte teilt die Petition weiterhin fleißig!