Volksvertreter Lisa Schubert
Stellungnahme zur Petition Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren
Die Linke, zuletzt bearbeitet am 04.08.2026
Fraktionsbeschluss, veröffentlicht von Clara Bünger.
Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion Die Linke
Ich unterstütze einen Antrag im Parlament, wenn sich genügend andere Vertreter anschließen.
Ich befürworte eine öffentliche Anhörung im Fachausschuss.
Ich befürworte eine öffentliche Anhörung im Parlament/Plenum.
Die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in den Ruhestand zu gehen, muss bestehen bleiben. Menschen, die über 45 Jahre gearbeitet und Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben, haben Anspruch darauf, selbst entscheiden zu können, wann sie in Rente gehen.
Eine Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte würde insbesondere diejenigen treffen, die früh ins Arbeitsleben eingestiegen sind und häufig jahrzehntelang körperlich belastende Tätigkeiten ausgeübt haben. Der Vorschlag, diese Rentenregelung zu streichen, ignoriert die Realität vieler Beschäftigter. Bereits heute gelingt es vielen Menschen nicht, gesund bis zum regulären Renteneintrittsalter zu arbeiten. Wer 45 Jahre lang gearbeitet und durchgehalten hat, darf nicht zusätzlich durch Abschläge bestraft werden. Diese Menschen müssen auch künftig die Möglichkeit haben, ohne finanzielle Einbußen in den Ruhestand zu wechseln und diesen Lebensabschnitt noch genießen zu können. Eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren wäre daher nichts anderes als eine Rentenkürzung.
Es ist der falsche Ansatz, ausgerechnet diejenigen zu belasten, die früh begonnen haben zu arbeiten und über Jahrzehnte Beiträge geleistet haben. Statt die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren abzuschaffen, müsste die Bundesregierung dafür sorgen, dass mehr Menschen nach einem langen Arbeitsleben einen sicheren und auskömmlichen Ruhestand erreichen können. Eine Rente, die ein gutes Leben im Alter ermöglicht, ist der Anspruch all jener, die jahrzehntelang gearbeitet haben.
Stellungnahme zur Petition Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende jetzt!
Die Linke
zuletzt angeschrieben am 27.07.2026
Unbeantwortet
Stellungnahme zur Petition Für den Erhalt einer sicheren, individuellen Geburtshilfe – Stoppt den neuen Hebammenhilfevertrag!
Die Linke, zuletzt bearbeitet am 13.01.2026
Fraktionsbeschluss, veröffentlicht von Heidi Reichinnek.
Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion Die Linke
Ich befürworte eine öffentliche Anhörung im Fachausschuss.
Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheit von Schwangeren, Gebärenden vor, während und nach der Geburt sowie von Familien. Sie begleiten einen der sensibelsten und prägendsten Lebensabschnitte und ermöglichen eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt. Die Gewährleistung einer sicheren Geburtshilfe und einer verlässlichen Hebammenversorgung ist für die Linke daher ein wichtiges Anliegen. Die Arbeit der Hebammen verdient Wertschätzung, Sicherheit und faire Rahmenbedingungen. Entsprechend bedeutsam ist es uns, dass die Bedenken vieler freiberuflicher Hebammen Gehör finden.
Nach der Schiedsstellenentscheidung beantragte die Linke ein Fachgespräch im Gesundheitsausschuss des Bundestages zum Hebammenhilfevertrag – übrigens das erste Fachgespräch des Gesundheitsausschusses in dieser Wahlperiode. Bereits am 25.06.2025 konnten so alle an der Ausarbeitung des neuen Hebammenhilfevertrags beteiligten Verbände – der Deutsche Hebammenverband, der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands, das Netzwerk der Geburtshäuser und der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV-SV) (www.bundestag.de/resource/blob/1115328/003-Anlagenkonvolut.pdf) allen Gesundheitspolitiker*innen im Bundestag und der Bundesregierung ihre Sicht auf den Vertrag darlegen und wie es durch die Uneinigkeit unter den Hebammenverbänden letztlich zur Schiedsstellenlösung und somit zu dem neuen Vertrag kam. So konnte das Thema frühzeitig im Bundestag aufgegriffen und beraten werden, noch bevor der Vertrag in Kraft trat.
Während der Vertrag einige positive Änderungen, wie die Einführung einer Vergütung nach Zeitaufwand statt Pauschalen und Verbesserungen bei der Stillförderung, mit sich bringt, gehen seither die Einschätzungen der einzelnen Hebammenverbände zu den finanziellen Auswirkungen des Vertrags auseinander. Obwohl der Deutsche Hebammenverband mit Einkommensverlusten rechnet, erwarten das Bündnis freiberuflicher Hebammen und das Netzwerk der Geburtshäuser u.a. aufgrund der deutlichen Erhöhungen bei der 1:1-Betreuung keine Verschlechterung der Einkommenssituation www.bundestag.de/resource/blob/1115328/003-Anlagenkonvolut.pdf). Auch der GKV-SV geht von deutlichen Ausgabesteigerungen – und damit Mehreinnahmen für die Hebammen – durch den neuen Vertrag aus (www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/ambulante_leistungen/hebammen/25-05-12_Infopapier_Beleghebammen.pdf).
Gerade deshalb halten wir eine sorgfältige, datenbasierte Auswertung für entscheidend. Die Abrechnungsdaten müssen eng begleitet werden, und sollten sich Einkommensverluste zeigen, müssen unverzüglich Nachjustierungen erfolgen. Genau dafür sieht der Hebammenhilfevertrag verbindliche Evaluationsmechanismen vor: Die vertragsschließenden Hebammenverbände und der GKV-SV sind verpflichtet, die Auswirkungen gemeinsam zu prüfen und bei Bedarf umgehend nachzuverhandeln (www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/ambulante_leistungen/hebammen/25-04-02_Hebammenhilfevertrag.pdf). Das ist aus unserer Sicht richtig und notwendig, um die freiberuflichen Hebammen zu schützen. Denn jede Hebamme muss fair bezahlt werden! Dafür kommt es nun darauf an, dass diese Evaluation rasch erfolgt.
Zugleich werden nach der teilweisen Unzufriedenheit mit dem Ergebnis der Verhandlungen des Hebammenhilfevertrags Stimmen laut, die fordern, dass die Politik eingreifen und andere Vergütungsregelungen selbst festsetzen sollte. Die Linke sieht dies als ultima ratio und möchte – wenn möglich – an dem Verhandlungsprozess zwischen Hebammen und Krankenkassen festhalten und nicht „von oben herab“ Vergütungen festsetzen. Wir sind der Überzeugung, dass die Hebammen (und die Krankenkassen) weiterhin selbstbestimmt und auf Augenhöhe über ihre Angelegenheiten und die Ausgestaltung des Hebammenhilfevertrag entscheiden sollten.
Die Linke setzt sich umfassend für eine wohnortnahe, sichere und zukunftsfeste Hebammenversorgung ein. Deshalb begleiten wir den gesamten Prozess weiterhin aufmerksam und stehen im engen Austausch mit Hebammen und Hebammenverbänden. Sollte sich herausstellen, dass es tatsächlich zu Einkommensverschlechterungen bei den Hebammen kommt, werden wir den Gesundheitsausschuss damit erneut befassen und Druck auf die Verbände und die Bundesregierung machen, damit dies geändert wird. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Hebammenversorgung stärken, absichern und werden uns weiterhin für gute Bedingungen für alle Hebammen, werdende Eltern und Kinder stark machen!
Anmerkung:
Die Linke setzt sich grundsätzlich für größtmögliche Transparenz in parlamentarischen Verfahren ein. Dazu gehört für uns auch, dass Anhörungen und Fachgespräche öffentlich stattfinden. Leider ist dies in der Praxis nicht immer möglich, da sich andere Fraktionen dagegen aussprechen. Wir werden uns jedoch weiterhin dafür einsetzen, dass parlamentarische Prozesse künftig stärker der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass es im Deutschen Bundestag derzeit keine Möglichkeit gibt, öffentliche Anhörungen im Plenum durchzuführen. Vor diesem institutionellen Hintergrund können wir die entsprechende Forderung der Petition in dieser konkreten Form leider nicht umsetzen.
Stellungnahme zur Petition ME/CFS, Long Covid, Post Vac - 650.000 Erkrankte brauchen mind. 1 Milliarde Forschungsgelder!
Die Linke
zuletzt angeschrieben am 31.12.2025
Unbeantwortet
Stellungnahme zur Petition Aktivrente auch für Selbstständige: Wir sind keine Erwerbstätigen zweiter Klasse!
Die Linke
zuletzt angeschrieben am 04.12.2025
Unbeantwortet
| Lisa Schubert | |
|---|---|
| Partei: | Die Linke |
| Fraktion: | Die Linke |
| Neuwahl: | 2029 |
| Wahlkreis: | Düsseldorf II |
| Webseite: | https://lizzyschubert.de/ |
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