Petitionstext erstellen

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Der Petitionstext ist das Herzstück Ihrer Petition. Ihre Petitions-Idee muss überzeugen, damit andere Menschen Ihr Anliegen unterstützen.

Schildern Sie das Problem: Wie sieht die Situation aus, mit der Sie nicht zufrieden sind? Was bedeutet dieser Zustand konkret für die Betroffenen? Seien Sie anschaulich aber kurz und bündig. Wiederstehen Sie der Versuchung einer umfassenden Einleitung und kommen sie direkt auf den Punkt.

Stellen Sie eine konkrete Forderung: Was ist ihre Forderung, mit der das Problem behoben werden soll? Was genau soll der Adressat tun und wie sieht die Lösung aus? Je genauer Ihre Forderung ist, um so leichter können Sie später feststellen, ob sie wirklich erfüllt wurde – und um so schwerer haben es Entscheidungsträger/innen, sich mit rein symbolischem Aktionismus herauszuwinden.

Wie tragen Unterstützer zur Lösung bei: Zeigen Sie, wie Ihre Petition und die Unterschriften wirken. Steht eine Entscheidung zum Petitonsthema an und die Unterschriften machen Druck auf einen Wackelkandidaten? Muss ein Unternehmen um Umsatz fürchten, wenn Kunden drohen zur Konkurrenz zu wechseln?

Geben Sie Argumente und Hintergrundinformationen: Warum soll ihr Anliegen Wirklichkeit werden? Was spricht dafür. Was sollten Leser/innen noch erfahren? Gibt es eine Geschichte, die zur Petition geführt hat? Gibt es bekannte Gegenargumente, die Sie entkräften können?

Tipps

Denken Sie an Ihre Leser/innen: Beschreiben Sie ihr Anliegen so, dass auch nicht Eingeweihte verstehen, worum es geht aber konzentrieren Sie sich dabei auf die wichtigsten Fakten und Argumente. Viele interessierte Leute, die mit dem Problem jedoch nicht wirklich vertraut sind, wollen keine ganze Abhandlung lesen.

Gehen Sie von sich aus: Was hat sie dazu gebracht, die Petition zu starten? Gab es einen konkreten Anlass, eine untragbare Situation? Sind Sie selbst betroffen, setzen Sie sich für Bekannte oder Hilfsbedürftige ein, oder für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe? Gehen Sie von Werten und Grundsätzen aus? Wenn andere Ihre guten Gründe für die Petition verstehen, können sie sich leichter Ihnen anschließen.

Was motiviert andere: Warum sollen andere Menschen ihre Petition unterstützen? Sind sie ebenfalls vom Problem betroffen? Bringt die Lösung auch Positives für sie? Haben sie die gleichen Interessen, Wünsche und Hoffnungen wie Sie selbst – als Mutter, Selbständige, Pensionär, Radfahrer oder Imker? Teilen sie Werte mit Ihnen – wie Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Meinungsfreiheit, Chancengleichheit?

Betonen Sie die Chancen: Welche positive Wendung kann die Situation nehmen, wenn der Forderung nachgekommen wird? Wie wird sich das Leben der Betroffenen verbessern? Warum ist die Situation hinterher besser? Könnte ein Politiker oder ein Unternehmen Vorreiter für eine Sache werden und sich damit profilieren? Für Kosmetik ohne Tieversuche und fair gehandelte Schokolade war das Vorreiter-Prinzip sehr erfolgreich.

Gute Argumente: Überlegen Sie, welchen Argumenten ihr Adressat zugänglich ist. Hat der Adressat eine besondere Verantwortung in der Sache (durch seine Position, seine Einflussmöglichkeiten oder einen persönlichen Hintergrund)? Gibt es ein Wahlversprechen oder das Zitat eines Politikers oder seiner Partei, das im Sinne ihrer Petition ist? Haben Sie einen überzeugenden Vorschlag für die Finanzierung ihres Anliegens? Kann der Verweis auf einen richtig handelnden Konkurrenten eine Firma beeindrucken?

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