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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Pädagogik statt Latein !
Wenn mein Deutschlehrer Latein gelernt hat, ich aber trotzdem Latein lernen muss, um die deutsche Grammatik zu verstehen, hat das Latein bei meinem Deutschlehrer nichts genutzt. Wenn das Unterrichtsfach nicht Latein erfodert (Latein, Geschichte, Religion, etc) sollte man seine Zeit für Pädagögik und Psychologie nutzen. Neben umfangreichem Fachwissen braucht eine Lehkraft vor allem auch pädagogische Kompetenzen.
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    Latein, Prüfung
Ich hätte an sich nichts dagegen, dass Geschichts- und Sprachstudenten das Lateinkenntnisse erwerben sollten. Auch ich finde das sinnvoll, ABER: ich würde die schwere Prüfung am ende abschaffen. Diese macht für mich keinen Sinn, sondern lässt die Studenten nur ca. 1 Jahr zappeln, ob sie auch wirklich für das Gymnasium unterrichten dürfen. Daher bin ich zwar für Lateinkenntnisse, aber gegen die Prüfung!
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    Muff in den Talaren
Wieder ein Thema bei dem Daumen hoch oder runter eine grenzdebile Verkürzung darstellt!! Bitte etwas mehr Differenzierung, evtl. in Richtung einer abgespeckten Latinumversion als weitere Möglichkeit des Kompetenzerwerbes zu bestimmtem Zweck, die zwar die Sprache und ihre Regeln vermittelt aber kein Examen abverlangt. Mehr Pragmatik ohne Kulturverlust ginge bestimmt, wenn die Herren Professoren dies denn wollten!Da ist immer noch viel Muff in den Talaren....Johanna Young
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“Latein hilft dir andere sprachen zu lernen”Ich bin schueler und hab jetzt seit drei jahren latein und kann behaupten dass latein mir in keiner sprache geholfen hat (italienisch englisch) es hat alles noch schlimmer gemacht ich wäre viel besser in anderen sprachen muesste ich nicht jeden tag latein lernen.Seit drei jahren latein und ich kann keinen satz sagen geschweige denn übersetzten.Die haelfte unserer klasse hat schule gewechselt um dem lateinunterricht zu entgehen und damit wuerden wichtige freunschaften zerstoert.also bitte schafft latein ENDLICH ab!
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    Nicht brauchbare Überqualifikation
Ich sehe ein,dass ein Lehrer über Mehrwissen verfügen sollte und daher wäre vielleicht ein einzelner Lateinkurs gerechtfertigt, aber auch ausreichend. Ein Französischlehrer oder auch ein Lehrer einer anderen Fremdsprache wird jedoch niemals seine Überqualifikation (großes Latinum) ausschöpfen können und dies aus Zeitmangel auch nicht tun, da er mit der Vermittlung der FREMDSPRACHE bereits genug zu tun hat. Des weiteren wird den z.B. Französischschüler dass Lateinische auch nicht besonders interessieren, er hat schließlich Französisch, - und nicht Latein! - als sein Fach gewählt.
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    Wieso nur Gymnasiallehrer?
Das Latinum ist einzig für Gymnasiallehrer obligatorisch. Die Behauptung, das Latinum sei "per se" für die Qualifikation im Lehrerberuf notwendig, krankt an zwei Punkten: 1) Haupt- und Realschullehrer benötigen das Latinum nicht. Heißt dies, dass sie für ihre Arbeit gänzlich unqualifiziert sind? Wenn nicht, zeigt dies, dass etwa guter Englischunterricht nicht vom Latinum abhängig ist. 2) Wäre das Latinum für die Berufsqualifikation notwendig, so müsste es folglich Bestandteil der Lehrerausbildung sein. Ist es aber nicht; es ist eine Zusatzqualifikation, nicht Bestandteil des Fachstudiums.
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    Zeit sinnvoller nutzen
Meine Erfahrung als ehemalige Französischlehrerin ( großes Latinum) am Gymnasium mit auszubildenden Referendaren zeigt mir, dass es besser wäre, sie zu einem Jahr Aufenthalt in dem Land, dessen Sprache sie später unterrichten wollen, zu verpflichten. Es zeigt sich immer wieder, dass sie schlecht sprechen und wenig über das jeweilige Land wissen. Wie sollen sie den Schülern dann interkulturelle Kompetenzen vermitteln, geschweige denn die Sprache ?Die Zeit , die sie für das Latinum aufbringen, wäre so viel besser genutzt.
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Als Lateinstudent selber kenne ich die Vorteile, die das Erlernen der lateinischen Grammtik für das Verständnis anderer Sprachen mit sich bringt. ABER: Was macht man, wenn man Latein UND eine weitere Sprache studieren will? Das Graecum ist da ein kontraproduktiv und Nicht jeder hatte 8 Jahre Latein und 6 Jahre Französisch/Spanisch/etc. an der Schule gehabt, sodass man beide Sprachen erstmal beiseite lassen kann um sich dem Graecum zu widmen. Und was ist mit den nötigen Praktika, die man absolvieren muss? Das wird gar nicht berücksichtigt!
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    verlängerte Studienzeit
Es kann doch nicht richtig sein, dass die Studenten aus der Regelstudienzeit kommen, weil sie mit Latein so eingespannt sind, dass sie sich nicht genügend auf ihre eigentlichen Fächer konzentrieren können.
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Ich habe 1960 auf einem altspr. human. Gymnasium Abitur gemacht mit den Hauptfächern Latein und Griechisch, neben Deutsch und Mathematik. Während meines Medizinstudiums habe ich die Lateinklausur für meine damalige Freundin, die Geschichte studierte, mit Erfolg als "Strohmann absolviert". Natürlich war ich froh, dass ich für mein Medizinstudium nicht mehr das "Große Latinum" nachholen musste. Aber für die paar lateinischen Fachausdrücke in Medizin braucht man wirklich kein "Latinum". Stattdessen halte ich aber den Nachweis einer romanischen Sprache für jeden Lehramtler für zwingend erforderlic
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    Differenzierung
Man muss das doch differenziert betrachten!!! Wir kann man hier jeden Studenten über einen Kamm scheren? Das ich für Medizin oder Theologie lateinische Begriffe kennen muss ist unabdingbar. Aber was soll bitte ein Sport und Geschichtsstudent oder ein Chemie und Sowi Student mit Latein?!?! Und in der Schule brauchst du den Quatsch sowieso nicht! Ich bin Lehrerin und habe in meinem ganzen Leben nicht ein lateinisches Wort in der Schule gebraucht und mit hat das Latinum hier auch NULL weitergeholfen, übrigens auch NICHT für Deutsch!
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    totes Pferd - Sichtweise
Die einseitige Bevorzugung des klassischen Lateins untergräbt die Tatsache, dass mittellateinische und protoromanische Regiolekte die romanischen Sprachen wesentlich stärker beeinflussten. Selbst wer Romanistik studiert, sollte kein totes Latein-Pferd reiten. Der bewusste Latein-Verzicht öffnet Germanistikern eine neue Sichtweise, die ein Gewitter auslösen wird, wie es die deutsche Sprachlandschaft nie erlebt hat.
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    Sprechen
Was mit Sprechen zu tun hat - Lautlehre, Alltagssprache, Dialekte, "Sprechschaft" -, können wir mit dem Latein nicht untersuchen, weil es keine lateinischen Hörproben gibt und nie geben wird. Weil Sprachwissenschafter sich jahrhunderlang auf "tote" Texte konzentrierten, wurden wesentliche linguistische Teilgebiete sträflich vernachlässigt. Bis heute produzieren vom Latein fehlgeleitete Germanistiker nutzloses Zeug. Das Latein soll tot bleiben, aber unsere Sprachen sollen leben.
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    Rechtschreibung
Europäische Sprachen sind punkto Orthographie eine Katastrophe. Jede Sprache (und ein Grossteil der Regionalsprachen) benutzen eigene Rechtschreiberegeln. Als "Wissenschafter" vor mehr als 500 Jahren "ewige" Schreibbasen legten, trugen sie dem Lautwandel nicht Rechnung, weil sie "tote" Buchstaben anschauten. Aber Sprache kommt von Sprechen (und hoffentlich hört jemand zu). Wie lange quälen wir uns und unsere Schulkinder mit fürchterlicher Orthographie? Das Rechtschreibedesaster können wir nur lösen, wenn wir heutige Sprachen wissenschaftl erfassen + durchdachtes graphisches System präsentieren
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    moderne Sprachen - Slawisch
Wer aufs Latein verzichtet, schafft Platz zum Erlernen moderner Sprachen. Allein in Europa gibt es deren mehr als zwanzig. Das Latein bildet für das heutige Europa keine Basis. Das gegenseitig fehlende Sprach- und Kulturverständnis bedroht Europa. Sprachwissenschafter sollten mindestens die Hälfte der Sprachen verstehen. Wer sich mit europäischen Sprachen befasst, sollte - ungeachtet politischer Aspekte - zur linguistischen Horizonterweiterung mindestens eine slawische Sprache berühren. Ein Russisch-Grundkurs (Ostslawisch), übersät mit west- und südslaw. Aspekten, liefert eine tragende Säule.
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    Nordisch - Türöffner
Was gibt es schöneres als den Dschungel der Nordischen Literatur zu geniessen? Die Bereicherung durch stilistische Nuancen lässt jedes Nordistikherz höher schlagen. Es ist schade, dass die Wikinger ihre Dialekte nicht weiter verbreitet haben. Wissenschaftliche Publikationen in einer Sprache mit geringer Verbreitung können für die Menschheit infolge Unkenntnis der Sprache und Nichtbeachtung gefährlich sein. Eine Sprache kann Türöffner für weitere Sprachen sein. Die meines Erachtens eindrucksvollsten Abhandlungen über Finnisch und verwandte Sprachen (asiatisch) habe ich auf Schwedisch gefunden
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    Sünden ausmerzen
Fremdsprachen helfen der Muttersprache. Die Sünden der deutschen Sprache - Füllwörter, Übertreibungen, Härte durch Kontrastwörter, Pleonasmen, unnötige "Verkomplizierungen", Wirrwarr im Gebrauch der Vergangenheitszeiten - lernen wir durch Beizug weiterer Sprachen ausmerzen. Germanistiker kennen nordgermanische Sprachen teils so schlecht, dass sie im Isländisch-Sprachvergleich nicht einmal merken, welche Formen sich im Südskandinavisch durchgesetzt haben. Die Besiedlung des hohen Nordens vereinfachte sich durch Entschlackung (morphologischer Kollaps) der nordischen Sprachen.
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    Deutschwissenschaft
- eine Replik zu "Abschaffung des Latein-Obligatoriums für Germanistiker" - Ich bin froh, dass die Universität Zürich die Lateinpflicht für Germanistiker abschafft. Was heisst Germanistik? Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich um Deutschwissenschaft, evtl. ergänzt durch die politisch unterdrückten Niederdeutschen Regiolekte, deren Vorläufer südskandinavische Varianten beflügelten. Germanische Sprachen umfassen neben Deutsch weitere westgermanische Sprachen (Anglistik, Niederlandistik) und nord- (Skandinavistik Nordistik) und ostgermanische (Gotisch) Sprachen.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Vorab: Ja, auch ich habe das Latinum im Rahmen meines Staatsexamens gemacht. Ich hatte in der Schule kein Latein. Auch ich habe dabei nicht nur viele Nerven, sondern auch ein Semester 'verloren'. Allerdings halte ich die Prüfung nicht für überflüssig. Das habe ich vorher so gesehen, das sehe ich nachher noch viel mehr so. Sie hat mir vertieftes Wissen innerhalb der Grammatik vermittelt, die ich im Unterrichtsfach Deutsch gut brauchen kann. Das lohnt! (Das "alte" Studiensystem war übrigens auch nicht gerade ein Spaziergang...)
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    Latein ist die Sprache der Gelehrten
So wie Naturwissenschaftler sich durch Grundlagen der Physik oder Mathematik quälen müssen, kennen viele Geisteswissenschaftler das Latinum. Es nützt nicht nur bei Grammatik und Wortherleitungen, es zeigt das logische Verständnis von Geisteswissenschaftlern (Ja, auch die sollten sowas besitzen). Latein ist die Sprache der Gelehrten, die letzte Bastillon, die uns gegenüber den Naturwissenschaftlern nicht ganz so dumm erscheinen lässt. So wird doch sonst immer wieder nur behauptet: Was können Geschichtswissenschaftler schon?! Die Abschaffung fordern nur faule, dumme und inkompetente Studenten.
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Sicherlich ist es belastend, während des Studiums das Latinum nachholen zu müssen, andererseits ist Latein unverzichtbares wissenschaftliches Hilfsmittel in vielen Fächern. Die Petition übersieht daher eine wesentliche Frage: Müssen Lehrer Wissenschaftler sein oder reicht eine Ausbildung zum Lehrerberuf, die man auch an spezialisierten Weiterbildungsinstituten absolvieren könnte? Der RUB AStA et al. sollten so ehrlich sein, diese Frage auch so zu stellen.
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Ich finde die Abschaffung nicht sinnvoll. Auch ich musste im Rahmen meines Geschichtsstudiums Lateinkenntnisse nachweisen. Zum Glück hatte ich Latein schon an der Schule. Ich finde für einen Geschichtslehrer Latein wichtig. Für antike oder mittelalterliche Quelle ist Latein sinnvoll, um sie auch mal im Original zu verstehen (zumindest dem Sinn nach). Und jemand, der Sprachen studiert, sollte doch Spaß an einer Sprache haben, oder nicht? Da sollte doch das Latein-Lernen nicht zu sehr stören.
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Wenn alles im Studium abgeschafft werden soll, was schwer ist, hätte ich für mein Informatikstudium auch ein paar Wünsche ;-)! Um wirklich zu wissen, wofür Latein gut ist und wofür nicht, sollte sich jeder erst einmal richtig damit beschäftigen und wenn wir alles abschaffen , was Schüler oder Studenten nicht mögen oder das, was ihnen zu schwer ist.... Na dann, gute Nacht!
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Sprache ist der Schüssel zum Denken. Was ich sprachlich nicht fassen kann, kann ich auch nicht denken. Daher sind Sprachgewandtheit und Wissen um Sprache wichtige Fähigkeiten, nicht nur für wissenschaftliches Arbeiten, sondern auch für den beruflichen Alltag. All dies und noch mehr wird durch Latein geschult. Kommunikation, also Sprache, ist DER Schlüssel in vielen Lebensbereichen. Wer nicht um die Bedeutung des Wortes "Petition" weiß, sollte eine solche auch nicht unterschreiben.
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    Latein und wissenschaftliche Mündigkeit
Für einen wirklichen wissenschaftlichen Umgang mit Quellentexten sollte man diesen in der Originalsprache lesen können bzw. wenigstens eine zweisprachige Ausgabe kritisch benützen können. Jede Übersetzung ist eine Interpretation; wenn man die Quellensprache nicht einmal im Grundriss beherrscht, liefert man sich einer Interpretation aus und verzichtet auf wissenschaftl. Mündigkeit, was problematisch ist, wenn man bedenkt, dass ein Lehrer seine Schüler auch zur Mündigkeit erziehen soll. Er soll ihnen das vermitteln, worauf er selbst in einem anderen Kontex verzichtet hat.
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    Studiengang wechseln
Wenn das Latinum eine zu hohe Hürde ist, kann man ja den Studiengang wechseln. Wir brauchen mehr und nicht weniger qualifizierte Lehrkräfte!
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    Latein und evangelische Theologie
Ein Theologe, der des Lateinischen nicht mehr mächtig ist, verliert den Kontakt zu den Quellen der Theologie, für die das Latein wichtigste Quellensprache ist. Dies gilt auch nicht nur für die kath., sondern auch die ev. Theologie. Luther, Calvin etc. haben allesamt lateinisch geschrieben. Nicht einmal die Confessio Augustana kann ein solcher Theologe lesen. Das wäre nur noch ein Schmalspurstudium, das die ev. Kirche mit Sicherheit nicht gutheißen kann und wird.
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Viele unserer Sprachen auf dem europäischen Kontinent fußen auf dem Lateinischen. Als Lehrer/in ist umfangreiches und vor allem breit gefächertes Wissen das A und O, auch über den eigentlichen Unterrichtsstoff hinaus! Latein verbessert Sprachgefühl, Umgang mit Texten und Grammatikverständnis. Abgesehen davon haben bereits viele das Latinum erfolgreich an der Uni bestanden, mich inbegriffen. Ein Studium stellt gewisse Anforderungen, denen man sich stellen sollte.
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    Anwendung des Gelernten auch beim Gebrauch der deutschen Sprache
Während meines Latein-Kurses an der Universität lernte ich einen koreanischen Germanistik-Studenten kennen, der sagte, er lerne richtig Latein, um durch die Übersetzungen auch die Feinheiten der deutschen Grammatik zu erfahren. Er wolle auch in deutschsprachigen Sätzen z. B. den Konjunktiv I bzw. II richtig anwenden können.
Quelle: Quellenangabe (max. 250 Zeichen)
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Diese Petition haltlos und bildet eine für mich fragwürdige Mehrheit. Jeder, den es betrifft, wird unterschreiben. Ich würde auch alles sofort unterschreiben , wenn etwas mühseliges aus meinem Studium fallen sollte. Es ist nicht sachlich. Alles subjektiv. Hier schreiben Geschichts- und Relilehrer, dass sie Latein nicht brauchen. Armes NRW! Ich erinnere noch einmal alle Studenten daran, dass ein Studium nicht einfach ist und Disziplin und Ehrgeiz (was ja am Latinum kritisiert wird) erfordert. Wer wegen des Latinums nicht studieren will, sollte es lieber gleich lassen.
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    Latinum und Graecum für die Klassische Philologie
Ich bin sowieso allgemein gegen die Abschaffung des Latinums, aber hat sich hier schon jemand bewusst gemacht, wie lächerlich es ist, für Lehramt Latein und Griechisch Latinum und Graecum abzuschaffen? Die Kulturen sind ohne einander ja gar nicht zu verstehen. Außerdem bezweifle ich, dass ein Student der Klassischen Philologie jemals so eine Forderung unterstützen würde. Warum also ist sie enthalten? Das hat der Intiator dieser Petition sicher über den Kopf der Betroffenen entschieden...
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    Latein und grammatikalisches Verständnis
Für angehende Gymnasiallehrer, die Schülern Fremdsprachen beibringen müssen und Grammatik erklären müssen ist Latein m.E. essentiell. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das auch für Haupt- und Realschulunterricht wieder gelten sollte. Grammatik ist für Schüler ein Leidensfaktor - aber im Nachhinein notwendig für den Gebrauch jeder Sprache! Grammatikunterricht nimmt erschreckend ab, eine ungesunde Angleichung ans angelsächsische System. Ich habe BA Romansitik studiert (ohne Latein) und es schmerzlich vermisst, da mir sonst Zusammenhänge zw den Sprachen viel klarer gewesen wären.
Quelle: books.google.de/books?id=60pM6VBj7kkC&lpg=PA267&ots=GXhA8jht9H&dq=st%C3%A4rkung%20grammatikunterricht&lr&hl=de&pg=PP1#v=onepage&q=st%C3%A4rkung%20grammatikunterricht&f=false//books.google.de/books?id=60pM6VBj7kkC&lpg=PA267&ots=GXhA8jht9H&dq=st%C3%A4rkung%20grammatikunterricht&lr&hl=de&pg=PP1#v=onepage&q=st%C3%A4rkung%20grammatikunterricht&f=false" rel="nofollow">books.google.de/books?id=60pM6VBj7kkC&lpg=PA267&ots=GXhA8jht9H&dq=st%C3%A4rkung%20grammatikunterricht&lr&hl=de&pg=PP1#v=onepage&q=st%C3%A4rkung%20grammatikunterricht&f=false
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Jeder der ein sprachliches Fach studiert, um Lehrer zu werden, sollte ein Latinum machen müssen, da der Grammatikunterricht in allen anderen Fremdsprachen und auch in Deutsch viel zu kurz kommt und es nicht angeht, dass jemand Lehrer in einem sprachlichen Fach wird, ohne die mittleren Grammatikkenntnisse, die in der Regel für ein Latinum ausreichen.
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Es geht nicht darum die lateinische Sprache zu beherrschen oder gar zu sprechen. Es geht vielmehr darum, sich Gespür für logisches und komplexes Denken zu erarbeiten. Ich als Ingenieur und Naturwissenschaflter fröhne regelmäßig den Fähigkeiten, die mir durch das Vertiefen des lateinischen Sprachverständnisses gewährt wurden: Schnelles Verstehen komplexer, wissenschaftlicher Texte, schnelles und präzises filtern von Informationen aus der Flut der modernen Medien, sowie ein grammatikalisches Gespür der deutschen und englischen Sprache, die mir kein Lehrer besagter Fächer bieten konnte!!
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Ach so, und wenn ein Lehrer in erster Linie Pädagoge ist, ist sein Fach ja nicht mehr wichtig... Ich muss sagen, fachlich kompetente und auch welche, die gerade in Geschichte,Reli, Englisch im Unterricht auf Latein zurückgreifen, bekommen häufig Respekt von Schülern!
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    Weiter Latinumspflicht
Ganz ehrlich: Durch die LAtinumsvorbereitung erlangt man tiefgehende Kenntnisse über die deutsche, aber auch über andere Fremdsprachen. Oft genug haben Kommilitonen im Latinumskurs festgestellt: "Wow, hier verbessert sich ja sogar mein Deutsch!" Richtig! Und: Falls nur noch Lateinkenntnisse, ohne Prüfung verlangt werden sollten: Wer lernt denn da noch "richtig"? Daher: Weiter Latinumspflicht!
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    Pro Latinistik
Alles wird immer billiger und oberflächlicher, was anstrengend und tiegründig ist, möchte der bequeme Dünnbrettbohrer umgehen. Das passt zum billigen Massenalditur in NRW. Sogenannte Akademiker ohne humanistischen Hintergrund gibt es bald wie Sand am Meer. Fehlt nur einer, der uns einredet, dass wir ja alle immer schlauer werden, wir bennutzen die Benutzeroberfläche von PCs, au ja. Das ist sicher intellektuell gleichwertig zu humanistischer Bildung.
Quelle: Pro Latinistik
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Latein wird gebraucht!! Aber leider kann man der ot-grünen Regierung das nicht "mal eben" erklären! Das Latinum bringt dir selbst in Englisch etwas. Geschichtlich gesehen war nämlich Latein auch in England die Lingua Franca und ist dementsprechend fest verwurzelt in der Entwicklung der englischen Sprache, genauso wie Französisch. Man findet von beiden Sprachen Spuren und ich habe erst vor kurzem gesehen, dass es durchaus möglich ist, sich mit Kenntnissen von Lateinvokabeln viele Vokabeln abzuleiten. Das kriegt selbst meine Nachhilfe hin, die Vokabeln eher schlecht als recht gelernt hat. Gan
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    Pflichtfach auf der Schule
Ich finde, dass Lateinunterricht ein Pflichtfach für jeden Gymnasiasten sein sollte. Es schult auf exzellente Art und Weise das logische Denken und ist durch seine systematische Grammatikarbeit auch die Basis für jegliches Sprachenlernen. Ich war selbst nur ein mittelmäßiger Lateinschüler, der Sinn und Zweck von Lateinunterricht hat sich aber durchgehend in meinem weiteren Leben nach der Schule erschlossen. Ich halte es dennoch für belastend das Latinum erst an der Uni abzulegen. Daher ein dickes PRO LATEIN, aber als Pflichtfach (2-stündig) auf dem Gymnasium/ Gesamtschuloberstufe!
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Selbst im Deutsch-LK werden keine Kenntnisse der Grammatik gelehrt. Schlimm genug, dass die Abiturienten nicht zwischen Genitiv und Dativ unterscheiden können, noch schlimmer wäre es aber, wenn die Lehrer auf dem gleichen (schlechten) Wissensstand stünden. Ein Lateinkurs vermittelt grundlegende Kenntnisse über den Aufbau unserer Sprache und unterstützt den Lernenden erfahrungsgemäß, die Grammatik verstehen zu können. Weiterhin ist er hilfreich beim Übersetzen von Fremdworten. Ein Lehrer, der es selber nicht versteht, kann den Schülern nichts über die richtige Anwendung der Sprache beibringen.
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    Latein für den, der es auch wirklich nutzen kann
Wer beim Studium nichts mit dem "Abendland" am Hut hat, mag auf Lateinkenntnisse verzichten. Wer romanische Sprachen oder Geschichte studiert, kann auf Lateinkenntnisse nicht verzichten. Nach meiner Erfahrung kann auch der künftige Deutschlehrer von Latein profitieren, weil Latein geeignet ist, allgemeine sprachliche Strukturen besser zu verstehen.
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    Latein ist wichtig
Ich besuche einen Kurs im Rahmen des Studium Generale. Mir ist aufgefallen, wie viele Studenten das Fach Latein nicht wirklich ernst nehmen und ich denke das ist das Hauptproblem. Viele Sachen, die gelernt werden müssen um im Kurs mitzukommen werden später gelernt, die Aufgaben werden nicht gemacht und die Anwesenheit ist auch nur sporadisch. So kann ich keine Sprache lernen. Viele sagen, dass Latein im Prinzip totes Wissen ist. Das sehe ich nicht so. Ich absolviere gerade ein Ingenieursstudium und mir bringt Latein heute noch was.
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    Fremdsprachen
Ich persönlich kenne bisher niemanden, der gesagt hat, dass ihm das Lernen der lateinischen Sprache geschadet hätte. Im Nachhinein haben alle etwas daraus mitgenommen und können es nun gut gebrauchen. Da wäre beispielsweise der Umgang mit schwierigen Texten, der durch ein geübtes Auge (wie man es im Latein-Unterricht lernt) die Strukturen besser erfasst. Ein weiterer Punkt ist ein besserer Umgang mit Fremdworten, was vor allem auch in Fremdsprachen sehr nützlich ist.
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    La-La-Latinum
Ganz ohne Bildung geht es auch im Lehramtsstudium nicht, liebe "StudentInnen"! NRW liegt bei der Bildung ja nun ohnehin - schon im Bundesvergleich - nicht weit vorn. Jeder Schritt, die Anforderungen noch weiter zu senken, wäre das falsche Signal. So schwer ist das Latinum ja nun auch nicht.
Quelle: Quellenangabe (max. 250 Zeichen)
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    Latein ist nicht nur Sprache
Das Latinum sagt nicht nur aus, dass man lateinische Texte versteht, es ist das Zeugnis darüber, dass man in der Lage ist Systematisch an Problemstellungen zu gehen um diese logisch zu einer Lösung zu führen. Latein kann man auch eher mit Mathematik vergleichen als mit einer Sprache. Lehrer die nicht in der Lage sind sich etwas so einfaches wie das Latinum anzueignen, haben -wenn es nach mir geht- im Lehrerberuf nichts verloren, wie können sie Kindern das Lernen beibrigen wenn sie es selbst nicht richtig können?
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Latein ist der Grundstein jeder romanisitschen Sprache. Ohne hinreichende Lateinkenntnisse, ist die Kenntnis über den Ursprung und Aufbau der Sprache unzureichend. Lehrerinnen und Lehrer müssen zudem ein Mehrwissen als das lediglich zu vermittelnde Wissen haben, um fachlich kompetent unterrichten zu können.
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Ich habe sowohl in der Schule Latein gelernt als auch später im Ausland studiert. Und in den Ländern, in denen Sprachen mit romanischen Wurzeln gesprochen werden, besonders in England, Frankreich und Spanien, habe ich die Grundlage immer als Bereicherung empfunden. Schließlich ist Latein auch eine gute Grundlage zur Strktur unserer eigenen Grammatik. Das kann nie schaden - damit ich weniger Lehrer "gemacht gehabt" sagen höre.
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    Latein ist der wichtigste Mehrwert im Studium und nötiges Siebefach
Das Nachholen des Latinums ist für mich der hauptsächliche Mehrwert meines Studiums in den Fächern Geschichte und Französisch gewesen. Besonders das Niveau in Französisch ist bereits auf dem Tiefpunkt. Wenigstens durch Latein und daraus folgernd auch in Deutsch, Französisch und Englisch habe ich richtig was gelernt Noch etwas: Die Haltung zum Latinum ändert sich bei den meisten, sobald sie es geschafft haben: Latein hat neben allen sachlichen Vorteilen auch die Funktion des Siebefachs im geisteswissenschaftlichen Studium. Später will man seine Kinder auch nicht zu dummen Lehrern schicken.
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Auch im Fach Philosophie erwiesen sich für mich Latein und Griechischkenntnisse stets als sehr hilfreich und ich erkläre im Schulalltag häufig lateinische und griechische Begriffe. Begriffe sind in der Philosophie sehr wichtig und ich fände es auch nicht gut, wenn die Lehrkraft nicht in der Lage ist diese zu erklären. Jedoch kann sicher darüber gestritten werden, ob die. Anforderungen an den Universitäten im Bereich Latein eventuell zu hoch sind. Vielleicht können hier inhaltliche Anpassungen geschehen, die für die später notwendigen Kompetenzen im Lehrberuf wichtig sind.
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    Ich wollte nur Lehrer werden und nun werde ich ausgesiebt
Hallo,ich studiere Latein auf Lehramt. Neben dem Studium gebe ich Vertretungsunterricht in Latein. Mit großer Sorge schaue ich auf die Entwicklung des Lateinunterrichts in der Schule... .(Ich habe "schon" an zwei Schulen unterrichtet) Latein wird hier so als das böse unnütze Fach dargestellt. Ich merke im Unterricht , dass die Schüler auch Spaß daran haben können und häufig großes Interesse zeigen. Das Studium habe ich nicht angefangen, um Leute auszusieben oder um mich abzuheben. Ganz im Gegenteil. Ich war (!) so motiviert und überzeugt, dass jeder in der Lage ist Latein zu lernen!
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Oft wird auch auf seiten der Latein-Gegner der Wert von Lateinkenntnissen anerkannt. Es wird nur beklagt, dass entsprechende Fähigkeiten ebenso auf anderen Wegen erworben werden könnten. Dies ist überhaupt kein Argument für eine Abschaffung der Latinumspflicht, sondern, wenn überhaupt, ein Argument für den Ausbau von Alternativen zum, Latinum. Die Abschaffung der Latinumspflicht allerdings wird eine Erweiterung der Alternativen zum Latinum mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht garantieren, sondern lediglich den Abbau von Leistungsstandards vorantreiben.
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    Notwendiges Latein! "Studium" = "Streben" / "Eifer"
Es ist im Studium der modernen Fremdsprachen, aber auch der Germanistik, der Geschichte, der Religion etc. unbedingt notwendig, Kenntnisse in Latein zu besitzen! Ohne diese Kenntnisse bleiben den Studierenden des jeweiligen Faches elementare Kenntnisse dessen verborgen. Sei es die Sprachentwicklung der eigenen studierten Sprache, seien es historische Quellen, Fremdwörter oder Basisaspekte der eigenen Grammatik. Was soll ich Geschichte studieren, wenn ich die Hauptsprache der hist. Überlieferungen nicht beherrsche? Das führt nur zu einer völligen Entakademisierung des Lehramsstudiums.
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Neben allen pragmatischen Argumenten (sprachliche Analysefähigkeit, fachliche Kompetenz, kulturelle Kompetenz), die unbedingt für solide Lateinkenntnisse als Voraussetzung für das Lehramt sprachlicher und historischer Fächer an allgemeinbildenden Schulen sprechen, sollten sich die Studierenden kritisch vor Augen führen, weshalb ihr Anliegen bei der Landesregierung auf offene Ohren stößt. Eine derartige Reduzierung der fachlichen Kompetenz würde in wirtschaftsrelevanten Studiengängen wie Mathematik, wo die Abbrecherquote deutlich höher ist, wohl keine Freunde finden.
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Tut mir leid, aber so ein Akt ist das Latinum nun auch nicht. Ich sehe auch nicht, wer sich daran stören könnte - es sei denn, der- oder diejenige ist ein wenig "lernfaul". Ein paar Monate Investition in eine Sprache, auf der viele andere Sprachen und kulturelle Errungenschaften beruhen, ist aus meiner Sicht nicht zu viel verlangt. Man sollte auch nicht alles abschaffen, was Einigen vielleicht schwer fallen könnte,
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    Bildung
Ein Student (von lateinisch studeo = eifrig streben, z. B. nach Bildung) ist fehl am Platze, wenn er nicht "strebt". Merke: Es ist noch keiner dumm gestorben, der viel gelernt hat! (Die Umkehrung des Satzes stimmt auch.) Dabei ist es meiner Erfahrung nach im Grunde egal, was man lernt. Und ja, man gilt als "gebildet", wenn man (lateinische) Fremdworte richtig anwendet.
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