Pro

What are arguments in favour of the petition?

Grundsätzlich sollte es die Möglichkeit geben, ein Kind unbürokratisch zurückzustellen, wenn die Eltern den Eindruck haben, dass eine Einschulung mit 5 Jahren noch zu früh ist. Die Zahl der erfassten "Mobbing-Opfer" nimmt von Jahr zu Jahr zu und leider beginnt es schon in der Grundschule. Außerdem fände ich es wichtig ein Zeichen gegen die Schnelllebigkeit und den Wahnsinn des "frühgeförderten Kindes" zu setzten. Lasst die Kinder doch noch Kinder sein, so lange es geht!! Für den Leistungsdruck, der dann in der Schule folgt, braucht es gefestigte und starke kleine Menschen.
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Die frühe Einschulung führt zu Startschwierigkeiten und damit verbundenen Misserfolgen des Kindes. Die Not der Kindergartenplätze, wird auf den Rücken der Kinder ausgetragen. Das ist nicht der richtige Weg.
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Contra

What are arguments against the petition?

    Darf ich auch was sagen?
Als Kinderarzt würde ich mir wünschen, dass unseren Kleinkindern vieler Familien nur halb soviel Aufmerksamkeit zuteil würde, wie sie in der Diskussion dieser Thematik an den Tag gelegt wird. Natürlich sollte man davon ausgehen können, dass Eltern ihr Kind am besten kennen, aber es ist hin und wieder auch sinnvoll, die Meinung der Fachkräfte (Erzieher, Kinderarzt, Schule) anzuhören. Ansonsten wären auch Früherkennungsuntersuchungen (U-Heft) sinnlos, oder? Wer von Ihnen hat sein Kind "gefragt", ob es mit 1 Jahr schon reif ist für die Krippe??? Hier wird nicht zurückgestellt!
Source: 22 Jahre Berufserfahrung (PS: Danke für das Titelbild: hat jemand von den ELTERN schon die korrekte Stifthaltung bemerkt?
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Wer später eingeschult wird, soll dann auch später in Rente! Gerade Kinder lernen schnell und der Grad der Bildung sinkt ja mit den Anforderungen. Seit es keine Noten und nur diese " Lobtexte" gibt ist die Schule anfangs ja wie ein Kindergarten!
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Als Grundschullehrer ist man immer wieder mit Scheinargumenten der Eltern konfrontiert. Die vermeintliche Unreife des Kindes wird gerne genannt, um der eigenen Bequemlichkeit dienlich zu sein. Die Ganztagsbetreuung der Kitas wird geschätzt. Es gibt keine verbindliche Anwesenheitspflicht des Kindes, keine verbindliche Beginn- und Schlusszeit, wie dies in Schulen üblich ist. Da liegt es nahe, das Kind noch mal ein Jahr "springen" lassen zu wollen.
Source: eigene Erfahrung
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Auch ich bin gegen eine weitere Beschneidung der Kindheit und im Prinzip für eine individuelle Entscheidungsmöglichkeit gemeinsam mit Erzieherinnen und Kinderarzt wann der ideale Zeitpunkt für das Kind da ist. Allerdings erlebe ich als Schularzt nicht wenige Eltern, die ihr absolut schulfähiges Kind aus eigenen beruflichen oder sonstigen Gründen lieber ein weiteres Jahr in der Ganztagsbetreuung lassen, anstatt sich nach der Schule noch am Vormittag wieder ums Kind kümmern zu müssen - das ist nicht im Sinne des Kindes!
Source: Eigene Berufserfahrung
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