Pro

What are arguments in favour of the petition?

    Lieber später als früher, es sei denn, es wäre ein hochbegabtes Kind.
Ich bin selbst ein Kannkind gewesen. Da ich im Januar 1957 geboren war, wurde ich mit dem 1956-er Jahrgang schon eingeschult. Da war ich gerade mal 5 Jahre alt, meine Mitschüler zum Teil ein ganzes Jahr älter als ich bei der Einschulung. Da ich zum Glück ein aufgewecktes Kind war, kam ich damit klar, bis die Kurzschuljahre zuschlugen und zwei Schuljahre zusammengelegt wurden. Als ich aufs Gymnasium kam, machte sich der Altersrückstand bemerkmar. Das löste sich erst auf, als ich ein Jahr wiederholte und damit auf den Entwicklungsstand meiner immer noch ein halbes Jahr älteren Mitschüler kam.
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Das Schulprogramm ist stressig und für ein Kind im Alter von 6 Jahren nicht angemessen. Eine Vorbereitungsjahr in der Kita, bzw. eine Einschulung mit 7 Jahren wäre für das Kind stressfreier.
Source: Zilha Kratzin
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Ich möchte mich nicht zum gestellten Problem direkt äußern, aber auf eines hinweisen, das damit zusammenhängt: Was geschieht mit Migrantenkindern, die bisher noch keine Schule besucht haben, aber das Einschulungsalter überschritten haben? Aus gegebenem Anlass plädiere ich für das Recht jeden Kindes, so eingeschult zu werden, dass es die Anforderungen wenigstens ansatzweise erfüllen kann und sich sozial integrieren kann.
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Dafür, weil die Verschiebung des Stichtags Eltern mehr Freiraum gibt ihre Verantwortung wahrzunehmen. So wird die Mündigkeit der Eltern gefördert und tendenziell die Beste Situation für das jeweilige Kind geschaffen! Nicht ein Kind gleicht dem anderen, das darf man nicht vergessen und in den allermeisten Fällen kennen die Eltern ihre Kinder am besten. (ich weiß auch dass es Härtefälle gibt, aber das rechtfertigt in meinen Augen keine Regelung mit der Verpflichtung für ALLE). Aus diesen Gründen befürworte ich die Änderung.
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Die Schulreife richtet sich nicht unbedingt nach dem Alter. Ich war 16 Jahre Leiterin eines Schulkindergartens. Dort wurden durchschnittlich 12 Kinder in ihrer Entwicklung gezielt gefördert, spielerisch. Es waren "Spätzünder" dabei, die später eine höhere Schule besucht haben. Es blieb ihnen und den Lehrern ein schwieriges und frustrierendes 1. Schuljahr erspart. Leider wurden die Schulkindergärten abgeschafft.
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    Vorzeitige Einschulung
Generell sollten die Eltern entscheiden, wann ihr Kind eingeschult wird. Lehrkräfte und Ärzte können Empfehlungen aussprechen. Selbst bei sogenannten hochbegabten Kindern würde ich 1. eher von Inselbegabungen sprechen, da jedes Kind seine eigenen Begabungen hat und 2. schützt eine sogenannte Hochbegabung im kognitiven intellektuellen Bereich nicht vor emotionalen Schäden bei einer vorzeitigen Einschulung. D.h. die soziale und emotionale Reife und deren eventuelle Überforderung muss genauso in Betracht gezogen werden.
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    Lesben bildet...
Der ein oder andere sollte mal die Petition nochmal genau durchlesen. Hier geht es klar nur die Entscheidungsfreiheit der Eltern. Beispiele mit irgendwelchen Kindern, die vor dem Fernseher geparkt werden oder deutlich anders erzogenen, "jüdischen" Familien passt hier einfach nicht rein. Dieses gibt es in Amerika und in Europa!!! Der Vergleich ist nichtig. Ich bin klar für diese Petition, denn unsere Kleine wurde am 2. August geboren und würde durch diese wenig durchdachte Regelung bzw. klare Pauschalisierung betroffen sein. Ich möchte als Elternteil darüber entscheiden dürfen!!!
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Es ist, wie so oft wenn es um Menschen geht, die halt nun mal generell nicht genormt sind, eh Schwachsinn Kinder nach Alter einzuschulen und NICHT nach Entwicklungsstufe. Aber ok, wir brauchen ja immer feste Regeln sonst bricht das pure Chaos über uns herein oder so ... insofern ist das wohl für Viele kein Argument. Daneben ist aber meiner Meinung nach die Schule eh nicht das was heutige Kinder brauchen (werden), sie ist zu statisch, zu langsam, zu unflexibel und vor allem .... von viel zu alten bornierten Menschen bestimmt. Also je später, je gut ...
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Contra

What are arguments against the petition?

Auch ein Schularzt kann das nicht entscheiden, das haben wir selbst erlebt. Unser Sohn wurde, entgegen der Empfehlung der Schulärztin, als sog. Kannkind eingeschult. Das ist jetzt zwölf Jahr her und wir haben es nie bereut.
Source: Anja Klinck
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Ich genne genug dieser besorgten Übermütter, die furchtbare Angst um ihr zartes und noch so gar nicht bereites Kind haben. Als ob die erste Klasse der Grundschule ein Löwenkäfig wäre! Wenn man es seinem Kind nur lange genug einredet, was da Furchtbares auf es zu kommt, wird es sich entsprechend verhalten. Mein Jüngster ist mit 5 in die Schule und war mit 6 in der 3. Klasse. Kein Problem! Alles Andere hätte ihn nur gelangweilt. Kein Schularzt hätte das empfohlen, aber es war genau richtig. Inzwischen studiert er -- mit 15. Traut euch und macht euer Kind stark!
Source: eigene Erfahrung
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    Stichtag 31.08. soll bleiben
Ihr seit gegen eine frühe Einschulung in Rheinland-Pfalz und wollt den Termin zum 30.06. rückgängig machen, wie es vor 20 Jahren einmal war. Aber wer von euch, meldet in der heutigen Zeit sein Kind noch wie vor 20 Jahren mit 3 im Kindergarten an? Selbst im westerwaldkreis sind viele, die ihre Kinder schon mit 1 in die Krippe bringen, teilweise auch ganztags. Da fragt sich niemand von euch ob 1 Jahr zu früh und stressig fürs Kind ist. Spätestens mit 2 besuchen alle weiteren Kinder die Kita, was für uns auch alle selbstverständlich ist, schließlich sind wir alle darauf angewiesen!
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    Früher vs. Heute
Wir müssen uns eher die Frage stellen, wie wir unsere Gesellschaft wieder in den Griff bekommen. Kinder werden zu unfreundlichen und verweichlichten Materialisten herangezogen. Früher war es doch für kaum ein Kind ein Problem mit 5/6 eingeschult zu werden. Und heute?
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    Weniger Angst kann besser sein
Mein Bruder und ich wurden beide mit 5 Jahren eingeschult und sind froh drum. Wenn eine Mutter überängstlich ist, wird sie auch eine Arzt finden, den sie davon überzeugen kann, dass ihr Kind noch zu jung für die Schule ist. Und wenn die Mutter bzw,. der Vater dieser Bedenken dann auch noch mit dem Kind teilt, wird das Kind verunsichert. Das scheint mir nicht der richtige Weg zu sein. Es ist ja nicht so, dass in der ersten Klasse von Tag 1 an der bruale Leistungskampf tobt. Weniger Angst ist oft besser.
Source: eigene Erfahrungen
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    Lieber ein Jahr später, es sei denn das Kind wäre hochbegabt!
Ich bin selbst ein Kannkind gewesen. Da ich im Januar 1957 geboren war, wurde ich mit dem 1956-er Jahrgang schon eingeschult. Da war ich gerade mal 5 Jahre alt, meine Mitschüler zum Teil ein ganzes Jahr älter als ich bei der Einschulung. Da ich zum Glück ein aufgewecktes Kind war, kam ich damit klar, bis die Kurzschuljahre zuschlugen und zwei Schuljahre zusammengelegt wurden. Als ich aufs Gymnasium kam, machte sich der Altersrückstand bemerkmar. Das löste sich erst auf, als ich ein Jahr wiederholte und damit auf den Entwicklungsstand meiner immer noch ein halbes Jahr älteren Mitschüler kam.
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Um einen Erstklässler muss man sich als Eltern natürlich intensiv kümmern und auch dem entsprechenden fördern, wo das Kind Probleme hat. Es ist nicht damit getan, Ganztagsschule und Hausaufgaben Betreuung, ab fertig. Es spielt auch wirklich überhaupt keine Rolle, wo der Stichtag ist und ob das Kind grade erst 6 oder schon 7 Jahre alt ist. Wir als Eltern müssen uns hier kümmern, Hilfestellung leisten und fördern. Nicht immer alles der Ganztagsbetreuung überlassen und fertig, wie viele immer denken.
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Weil ich es selbst entscheiden und bestimmen möchte, ist für mich kein Argument. Stellt euch lieber mal die Frage, warum viele Kinder in der 1. Klasse unruhig und unkonzentriert sind? Dann schaut euch die heutige Gesellschaft an. Beim Arzt im Wartezimmer werden 3 & 4 jährige mit dem Handy ihrer Eltern still gestellt. Ist das sind und Zweck der Sache? In der 1. klasse hat die Hälfte ein eigenes Handy. Aber dann sagen, die Kinder sind noch zu jung und unreif für die Schule. Das passt nicht zusammen, sorry! Auch die ganzen Vtech Geräte sind nicht gut für kleine Kinder.
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Ich stelle mir grade die Frage, wo Eurer Meinung nach der Unterschied ist, ob ein Kind im Juni, Juli oder August geboren ist. Schulbeginn ist immer nach den Sommerferien August/September. Somit sind bzw. werden alle Kinder schließlich 6. Wer als Eltern wirklich eine Zurückstellung wünscht, kämpft auch dafür, ohne eine Änderung des Stichtages. Bei unserem großen Sohn im Jahrgang wurden 4 August Kinder problemlos zurückgestellt. Es ist natürlich etwas Papierkram zu erledigen, aber es funktioniert. Dafür muss man keinen Stichtag ändern!
Source: Stichtag spielt keine Rolle
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    Zurückstellung von der Schulpflicht in der Grundschulordnung
In der Grundschulordnung steht, dass Kinder auf Antrag der Eltern für 1 Jahr zurückgestellt werden können. Wird dem Antrag der Eltern denn oft widersprochen?
Source: GrSchulO RP 2008
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In 42 Dienstjahren erlebte ich genau EIN Kind bei dem die Früheinschulung das einzig Richtige war. Schulreife hat mehr Aspekte als "helle im Kopf" zu sein. Nur die Erzieher erleben das Kind in der Gruppe. Vorschule für alle entspricht leider nicht den Wünschen der Bildungspolitiker - man müsste ja Geld in die Hand nehmen.
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    Früher heißt nicht bessere Bildung / besserer Abschluss
Ich selbst (Jahrgang 76, Rheinland-Pf) bin mit 6 eingeschult u. im Oktober 7 geworden. Ich bin froh, dass ich damals nicht so früh eingeschult worden bin und noch Zeit hatte Kind zu sein. Ich konnte bei der Einschulung auch noch nicht lesen, wie man dies heute immer wieder hört. An alle, die befürchten, dass sich daraus später berufliche Nachteile ergeben: Auf ein Jahr kommt es wirklich nicht an! Es hat meiner Bildung keineswegs geschadet (Abitur, zwei Hochschulabschlüsse). In meinen Augen spielt nicht der Zeitpunkt der Einschulung eine Rolle, sondern die Unterstützung während der Schulzeit.
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