Berlin-Reinickendorf, Ollenhauerstraße: Kahlschlag aller 116 Straßenbäume für Luxus-Straßen-Neubau?

Petition richtet sich an
Bezirksamt Reinickendorf, Abteilung Straßen- und Grünflächenamt (SGA)

3.389 Unterschriften

100 %
2.419 von 2.200 für Quorum in Berlin Reinickendorf Berlin Reinickendorf

3.389 Unterschriften

100 %
2.419 von 2.200 für Quorum in Berlin Reinickendorf Berlin Reinickendorf
  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch > 9 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

13.04.2026, 13:23

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition!

Unsere Petition liegt – Stand 13.04.2026 – bei deutlich über 3150 Unterschriften. Für Reinickendorf ist das Quorum seit zwei Wochen erreicht. Großer Dank an alle in dieser Runde!

Die Osterferien sind vorbei. Mit unserem Vorhaben kann es nun weitergehen.
UND DIE BÄUME STEHEN NOCH!
Damit dies so bleibt, braucht es Überzeugungsarbeit, Öffentlichkeit und politischen Druck, damit die Verantwortlichen in Verkehrssenat, Bezirksamt und BVV Reinickendorf endlich einzulenken beginnen.

Gemeinsam mit dem Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf in Changing Cities e.V. und dem ADFC Reinickendorf lädt die Initiative Ollenhauerstraße zur
zweiten Fahrrad-Demo am 21.04.2026 um 18 Uhr ein.
Unser Motto:    
OLLENHAUERSTRASSE:
LASST DIE BÄUME STEHEN! KEIN HOCHBORD-RADWEG MIT BAUM-KAHLSCHLAG!

Start: Vorplatz der Staatlichen Münze Berlin, Ollenhauerstraße 97, 13403 Berlin
Wir fahren unter Polizeischutz die Ollenhauerstraße runter (Richtung Süden), rauf und nochmal runter.
Ziel: Ecke Scharnweberstraße/Ollenhauerstraße
Wer es örtlich und zeitlich einrichten kann, möge daran teilnehmen, möglichst ausgestattet mit gelber oder orangefarbener Warnweste und Trillerpfeife oder Ähnlichem. Dann sind wir besser zu sehen und zu hören.

GROSSER DANK AN DIE CA. 80 RADFAHRENDEN, DIE BEI DER ERSTEN DEMO MITGERADELT SIND!
 
Was ist der Stand der Dinge?

Die Ini Ollenhauerstraße hat seit Oktober 2025 bis heute trotz vielfacher Anfragen immer noch keinen Gesprächstermin bei den zuständigen Bezirksstadträt*innen erhalten.

Bei der Akteneinsicht gemäß IFG (Informationsfreiheitsgesetz) am 12.03.2026 ist uns nur eine extra für uns zusammengestellte Akte vorgelegt worden.
Es fehlten u.a. neben einigen Sitzungsprotokollen …
·       die Ergebnisse der Baumuntersuchung, die am 18.04.2021 angewiesen worden war,
·       ein Baugrundgutachten, was Ex-Stadträtin Schrod-Thiels Aussage belegen könnte, dass die Not im Straßen-Untergrund stecke. (Siehe Antwort zur Drucksache 2744/XXI, BVV Rdf.),
·       ein verkehrstechnisches Gutachten mit u.a. aktuellen Verkehrszählungen.
·       eine vergleichende Baukosten-Berechnung für die drei in Erwägung gezogenen Bau-Varianten,

Erkenntnisgewinne aus der Akteneinsicht sind folgende:
·       Planerisch wurden offensichtlich drei Varianten bearbeitet: Variante 1 mit Hochbordradweg und Baumfällungen, Variante 2 mit niveaugleichem Radweg auf der Fahrbahn ohne und Variante 2.1 mit Baumfällungen,
·       Bezirksamt Reinickendorf und Senatsverkehrsverwaltung favorisierten wohl von Anfang an den Hochbordradweg, dem alle Bäume zum Opfer fallen (Variante 1). Aber erst im Erläuterungsbericht zur fertigen Bauplanungsunterlage (BPU) vom 16.02.2024 wird ein Grund für die Entscheidung pro Var. 1 genannt: Er sei billiger als die Radwegeführung der anderen Varianten, weil er keine dicke Unterfütterung brauche.
·       Für diesen undefinierten Sparbetrag wird auf eine gerade Linienführung und eine einheitliche Breite der Radwege und damit auf mehr Sicherheit für Radfahrende (insbesondere an Knotenpunkten und Einfahrten), auf Klimaschutz jetzt und auf Hitzeschutz in der Straße für Jahrzehnte verzichtet.
·       Praktisch für Straßenplaner: Der Hochbord-Radweg bekommt die „Reste“ des Straßenquerschnitts. Das bedeutet, dass er an zahlreichen Engstellen der Ollenhauerstraße (nicht nur an Haltestellen!) auf 1,30 m Breite reduziert wird.

Interessant: Die Komplett-Rodungen werden von Verkehrs-Senatsseite positiv gewendet. Es sei doch zielführender, jetzt die durchwegs als geschädigt bewerteten Bäume „in einem Aufwasch“ durch klimaresilientere Sorten zu ersetzen, als dies nach und nach in den Folgejahren zu bewerkstelligen.
Dass die Bäume durchwegs als geschädigt bewertet wurden, ging aus keinem Aktenblatt hervor. Und wer weiß schon genau, welche Baumarten klimaresilient sein werden? Die Baumschule Lorberg z.B. listet als sog. „Zukunftsbäume“ u.a. mehrere Spitzahornsorten auf. Im Neubauabschnitt der Ollenhauerstraße stehen bereits 82 solche Spitzahorne (Acer platanoides)!

Aber es gibt noch weitere, wichtige ungeklärte Fragen:
·       Was ist mit der Straßenbahn, mit der Brücke der Kremmener Bahn, mit dem Aufwand und den Kosten der Umlegung von unterirdischen Leitungen?
·       Warum wird der seit Ende 2023 auf weiten Teilstrecken vorhandene, durchaus praktikable Radweg in den Plänen total ignoriert?
·       Was ist eigentlich so schlecht am Zustand der Straße im Vergleich zu anderen Straßen Reinickendorfs?

Angesichts dieser Unklarheiten betrachten wir es immer mehr als unverantwortlich, zum jetzigen Zeitpunkt die Steuer-Millionen in der Ollenhauerstraße zu verbuddeln.
ALLE PLÄNE AB IN DIE SCHUBLADE!

Als Zwischenlösung kann, wenn wirklich notwendig, eine einfache San


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