• Petition in Zeichnung - Aus dem Landtag "Das falsche Signal"

    at 30 Aug 2020 12:33

    Werte Unterstützer,

    hier die MAZ vom WE zur Landtagsdebatte am 28.08.2020: Von Igor Göldner
    " Das falsche Signal
    Zweifel kann der Staat nicht alles, wofür Bürger Beiträge zahlen müssen, kostenfrei stellen. Er muss jeden Einzelfall aber genau prüfen. Die Entlastung der Bürger von Straßenausbaubeiträgen 2019 war dem Druck der Straße geschuldet und den anstehenden Wahlen. Dass die Freien Wähler nun den Erfolg von damals wiederholen wollen und den nächsten Schritt gehen, war erwartbar. Auch die erstmalige Erschließung von Sandpisten aus DDR-Zeiten soll beitragsfrei sein. Dagegen wehrt sich die Koalition – mit Händen und Füßen.

    Sie erstickt die Debatte schon im Keim und glaubt, dass sich das Thema selbst erledigt. Nach dem Motto: Augen zu und durch. Doch sie macht es sich zu einfach.

    Und sie sieht – vor allem die CDU mit ihrer 180-Grad-Wende (vor einem Jahr hatte sie die Abschaffung noch gefordert) – dabei nicht gut aus.

    Dazu gehört neben einer billigen Polemik vor allem
    - eine sich widersprechende Kostenschätzung der Landesregierung, die einfach hingenommen wird.
    - Das Mindeste wäre es gestern im Landtag gewesen, den Gesetzentwurf weiter zu beraten und in die Fachausschüsse zu überweisen. Das wäre die Voraussetzung, um ernsthaft eine Lösung für dieses komplexe Problem zu finden, das viele Anlieger umtreibt. Diese Chance hat die Koalition vertan. "
    Quellenangabe: Potsdamer Tageszeitung vom 29.08.2020, Seite 8

    und eine Seite weiter:

    " Freie Wähler beißen auf Granit
    Die Landtagsmehrheit aus SPD, CDU und Grünen will die Beiträge für den Ausbau von Sandpisten nicht abschaffen

    Von Igor Göldner
    Potsdam. In Brandenburg sollen die Beiträge für die Erschließung von Sandstraßen aus DDR-Zeiten weiter von den Anliegern bezahlt werden. Im Landtag erteilte die rot-schwarz-grüne Koalition einer Übernahme der Kosten durch das Land – auch mit Verweis auf die angespannte Haushaltslage in Corona-Zeiten – strikt ab. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Freien Wähler wurde am Freitag nach heftiger, teils emotionaler Debatte abgelehnt. Die Koalition weigerte sich auch, dieses Thema in die Fachausschüsse zu verweisen und dort weiter zu beraten.

    Die Freien Wähler zeigten sich enttäuscht, aber nicht überrascht. Fraktionschef Peter Vida kündigte umgehend an, eine Volksinitiative zur Abschaffung dieses Teils der Erschließungsbeiträge zu starten. Er hofft auf einen ähnlichen Erfolg wie 2019, als die Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen durch die damalige rot-rote Landesregierung von den Freien Wählern erzwungen wurde. Die jetzige Koalition will allerdings diesmal hart bleiben. Der SPD-Abgeordnete Jörg Vogelsänger sagte: „Die Freien Wähler versprechen allen alles.“ Eine Übernahme der Kosten in Millionenhöhe sei nicht verantwortbar. Überdies seien die Kosten nicht kalkulierbar. „Wenn das Land die Beiträge übernimmt, würden alle Dämme brechen.“

    Peter Vida konterte: Die vom Infrastrukturministerium vorgelegte Kostenschätzung von jährlich 200 Millionen Euro für angeblich 4000 Kilometer Sandpisten sei „unseriös“. Es sei nicht nach bewohnten Sandstraßen gefragt worden. Dadurch stiegen die Zahlen nach oben. „Sie haben jeden Weg gemeldet, auch Wege, die niemals ausgebaut werden“, sagte Vida. „Auch Sandpisten sind Straßen für die Allgemeinheit und es ist nicht gerecht, wenn Einzelne dafür Erschließungsbeiträge zahlen müssen.“

    Vida warf der CDU vor, die Abschaffung dieser Beiträge vor einem Jahr selbst gefordert zu haben – da sei sie noch in der Opposition gewesen. So habe der damalige CDU-Abgeordnete Rainer Genilke die Landesregierung zur Übernahme der Beiträge aufgefordert. Jetzt als Staatssekretär für Infrastruktur sei er dagegen. Genilke ging in der Debatte auf diesen Widerspruch nicht ein. "
    Quellenangabe: Potsdamer Tageszeitung vom 29.08.2020, Seite 9

  • Petition in Zeichnung - Auf der RBB-Seite "IM PARLAMENT": 20. Sitzung, Gesetz zur Abschaffung von Erschliessungsbeiträgen

    at 29 Aug 2020 20:57

    Werte Unterstützer,
    gestatten Sie mir bitte folgenden Hinweis:

    Auf der o.g. Seite im Internet können Sie alle Redebeiträge zur gestrigen Gesetzesinitiative weiterhin verfolgen. Die Begründung und die Gegenreden.
    Aufschlussreicher geht es nicht!

    www.rbb-online.de/imparlament/brandenburg/2020/27--28--august-2020/27__august_2020_-_20__Sitzung_des_Brandenburger_Landtags1.html

    Meine Anmerkungen, sinngemäß aus der Denkschrift zum kommunalen Straßenbau von Diethard Günther:
    Die Legislative- demokratisch und politisch legitimierten Politikern im Parlament benötigt nicht mal politischen Willen, sondern allein den Respekt vor den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaats!

    Wir beklagen Unrecht. Das muss geändert werden. Und dabei darf es durch keinerlei sachfremde Schauplätze oder Anhängigkeiten wie Corona behindert oder blockiert werden. Das wäre sonst eine unzulässige, weil sachfremd konstruierte Abhängigkeit!

    Eine angespannte Haushaltslage und ihre Auswirkungen auf die Anwendung staatlichen Rechts darf allein in Regelungen in der Ausführungsverordnung der Gesetzesnovelle ihren Niederschlag finden.

    Solche terminierenden Regelungen nach Haushaltslagen finden in jedem (Privat-) Haushalt statt.!

    Mit einer Ausführungs-oder Durchführungsverordnung kann auch jeglicher Wildwuchs an kommunalen Forderungen an das Land unterbunden bzw. als Steuerungsmechanismus sinnvoll eingesetzt werden.

    Niemand hatte gestern im Hohen Haus von den Gegen-Rednern auf dem Schirm, dass es immer eine Durchführungsverordnung im Anschluss an ein geändertes oder neues Gesetz gibt! Es war ja einfacher diesbezüglich zu schweigen u. den Bürgern sowie den Kommunen maßloses Agieren in der Folge der Annahme des Gesetzes anzuhängen u. von drohenden Dammbrüchen zu reden.

    Beste Grüße
    R. Skalla

  • Petition in Zeichnung - „KOSTET MICH“- Tafel für Ihre Zaunanlage

    at 27 Aug 2020 14:49

    Werte Unterstützer,

    heute habe ich die erste Lieferung der „KOSTET MICH“- Tafel übernommen. Diese ist zunächst für die Aktion am 23.09.2020 in Potsdam und mein engeres Wohnumfeld gedacht.

    Auf der Neuigkeiten-Seite der Petition im Internet sollte dann auch ein Foto -beispielgebend- erscheinen.

    Meine Nachfrage zu eventuellen Bedarfen ergab:
    Überall im Land einzelne kleine Stückzahlen gemeldet, nicht selten nur eine einzelne Tafel. Das zu erfassen und zu sammeln und in Vorkasse dann zu gehen, kann ich nicht realisieren- auch vom Zeitaufwand her.

    Deshalb meine Bitte, mein Vorschlag:
    Sprechen Sie mit den Nachbarn Ihrer Straße, Ihrer Siedlung, ihres Ortes. Sammeln Sie dort den Bedarf und bestellen Sie bei der Fa. Druckherr in Teltow. Nutzen Sie so die Rabattstaffelung und kommunizieren Sie Bestellung, Vorkasse und Abholung direkt.

    Achtung! Lieferzeit nach Bestellung u. Bezahlung: 3 bis 5 Werktage

    „KOSTET MICH“- Tafel ( Herr Skalla )
    Nutzung der Gestaltung durch Herrn Skalla frei gegeben! Bitte angeben (habe ich heute im Geschäft auch so hinterlegt!)
    Hohlkammerplatte DINA2 mit freier Größe (rechteckig)
    einseitig 4/0-farbig bedruckt
    Alle Platten gleiches Motiv: 3mm starke Hohlkammerplatte (Wellenstruktur) weiß - hochwertiger Plattendirektdruck
    1 Stück: Gesamtpreis inkl. 16% MwSt. 37,86 EUR;
    10 Stück Gesamtpreis inkl. 16% MwSt. 82,35 EUR; 8,35/ Stück- verträglich!
    100 Stück Gesamtpreis inkl. 16% MwSt. 440,17 EUR; 4,40/Stück- erst recht machbar
    1000 Stück Gesamtpreis inkl. 16% MwSt. 3.473,28 EUR

    Fa. DRUCKHERR
    Inh. M. A. Roman Kirchherr-Fietzke
    Rheinstr. 10A
    14513 Teltow bei Berlin

    Web: www.druckherr.de
    Tel: (03328) 33 66 050
    Fax: (03328) 33 66 055

    ÖFFNUNGSZEITEN
    Mo-Fr, 10:00 – 16:00 Uhr

  • Petition in Zeichnung - Memorandum Kommunaler Straßenbau im Land Brandenburg" als Zuschrift an den Landtag.

    at 24 Aug 2020 12:13

    Werte Unterstützer,
    Sie merken es an der zunehmenden Zahl der Nachrichten an Sie. Es geht dem „Ende“ zu.
    (Unterschriften sind noch hochladbar bis eine Woche nach dem 31.08.20)

    Heute ging auch die angekündigte Denkschrift

    "Memorandum Kommunaler Straßenbau im Land Brandenburg"

    in Form einer „ZUSCHRIFT“ an den Brandenburger Landtag. Damit ist eine umfassende Verteilung im Hohen Haus garantiert.

    Hier gelangen Sie zum Memorandum:

    diethard.de/Transfer/Anhang-Memo/20200813_Memorandum%20-%20Kommunaler%20Straßenbau.pdf

    Wie bereits geschrieben:
    Lassen Sie sich bitte nicht vom Umfang abhalten! Studieren Sie unbedingt diese Arbeit. Es gibt Passagen, die ein mehrfaches Lesen für den Laien nötig machen. Keine Schande. Die angegangenen Sachverhalte sind oft auch nur in längeren Sätzen zu handhaben. Spätestens beim Erhalt eines Kosten-Bescheides von Ihrer Kommune wird Ihnen diese Arbeit in dem Sinn kommen.

  • Jetzt ist das Parlament gefragt

    at 24 Aug 2020 11:44

    openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Landtag Brandenburg eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/brandenburg-erschliessungsbeitraege-fuer-erschlossene-strassen-sind-ungerecht-abschaffung-sofort

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.

  • Petition in Zeichnung - Gesetzentwurf zum Thema: Plenarsitzung am Freitag d. W. nur im Internet zu verfolgen

    at 24 Aug 2020 10:30

    Werte Unterstützer,
    auf Grund der derzeitigen Situation müssen die Abgeordneten (MdL) die Besuchertribüne für ihre Plenarsitzungen wegen der Abstandsvorschriften mit nutzen. Somit bleibt weiterhin die Tribüne für Besucher unerreichbar. Damit auch keine Chancen, vor oder nach Debatten ggf. auf MdL’s zu treffen u. diese ansprechen zu können.
    Wenn Sie mögen, so verfolgen Sie das Geschehen im Internet.
    Landtag live im Internet:
    Die Plenardebatten und ausgewählte Veranstaltungen des Landtages werden live über die Internetseite des Landtages übertragen. Die Übertragungen starten mit Beginn der jeweiligen Plenarsitzung und enden mit dem Schluss der Tagesordnung.

    www.landtag.brandenburg.de/de/aktuelles/landtag_live_im_internet/396595
    Hier kann man am Freitag (28.08.2020) den TOP 12
    "Gesetz zur Abschaffung von Erschließungsbeiträgen für bereits vorhandene Sandstraßen im Land Brandenburg"
    Gesetzentwurf der BVB / FREIE WÄHLER Fraktion
    Drucksache 7/1752
    1. Lesung
    (10:10 - 10:50 Uhr)
    verfolgen.

    Mit besten Grüßen
    Roland Skalla

  • Petition in Zeichnung - Freitag, 28.8.2020 im Landtag: TOP 12 "Gesetzentwurf der BVB / FREIE WÄHLER Fraktion"

    at 20 Aug 2020 12:12

    12. Gesetz zur Abschaffung von Erschließungsbeiträgen für bereits vorhandene Sandstraßen im Land Brandenburg
    Gesetzentwurf der BVB / FREIE WÄHLER Fraktion

    Werte Unterstützer,
    wer einen Besuch im Landtag ermöglichen kann, orientiere sich bitte an folgendem:
    -aus der Webseite des Landtages-
    www.landtag.brandenburg.de/de/termine/sitzung_des_landtages_brandenburg_(plenarsitzung)/932992?_referer=534455&terminart=bb1.c.267951.de

    Sie können den Text des Gesetzentwurfes runter laden!

    Am Abend davor noch mal auf eventuelle Aktualisierung der Tagesordnung achten!

    Geplante 40 Minuten lassen allerdings nicht viel Gutes im Sinne der zufällig an kommunalen Straßen mit Sandpisten-Charakter lebenden Bürger erahnen! Allerdings soll es sich lt. TO um die 1. Lesung handeln!
    Um so wichtiger wird es, den Abgeordneten (MdL) Auge und Ohr
    - vor Ort oder
    - bei der Live-Übertragung ( www.rbb-online.de/imparlament/heute-im-parlament/ )
    zu spendieren!

    aus der Webseite des Landtages:
    " Fortsetzung der 20. Sitzung des Landtages Brandenburg
    Entwurf der Tagesordnung
    Zeitpunkt
    28.08.2020, 09:30 Uhr

    Ort
    Landtag Brandenburg Raum: Plenarsaal
    - - -
    Tagesordnung
    * 11. Gemeinsames Asservatenzentrum an vier Standorten in Brandenburg
    Antrag der AfD-Fraktion
    Drucksache 7/1810

    (09:30 - 10:10 Uhr)

    *12. Gesetz zur Abschaffung von Erschließungsbeiträgen für bereits vorhandene Sandstraßen im Land Brandenburg
    Gesetzentwurf der BVB / FREIE WÄHLER Fraktion
    Drucksache 7/1752
    1. Lesung

    (10:10 - 10:50 Uhr)

    13. Förderlü.... "

    Hier die Besucheranmeldung tätigen:
    www.landtag.brandenburg.de/de/parlament/plenum/uebersicht_plenarsitzungen/534455

    BG
    Roland Skalla
    P. S.:
    Herr Günther hat eine umfassende Denkschrift zum Bau kommunaler Straßen erarbeitet. Diese wird u.a. den Mitgliedern des Landtages und den Medien in Kürze zugestellt werden. Sie erhalten von dem Memorandum auf dieser Petitionsseite dann auch Kenntnis.
    Schon heute: Lassen Sie sich bitte nicht vom Umfang abhalten! Studieren Sie unbedingt diese Arbeit. Es gibt Passagen, die ein mehrfaches Lesen für den Laien nötig machen. Keine Schande. Die angegangenen Sachverhalte sind oft auch nur in längeren Sätzen zu handhaben. Spätestens beim Erhalt eines Kosten-Bescheides von Ihrer Kommune wird Ihnen diese Arbeit in dem Sinn kommen.

  • Petition in Zeichnung - Heute in der MAZ: "Streit um „Sandpisten“-Beiträge"

    at 12 Aug 2020 11:26

    !!! im Artikel genannte Studie (DIfU…Deutsches Institut für Urbanistik i.A. für Städte-u. Gemeindebund!...von den 417 Kommunalverwaltungen haben sich nur 90 korrekt beteiligt ...nur 90, der Rest Schätzen/HOCHrechnen

    Quellenangabe: Potsdamer Tageszeitung vom 12.08.2020, Seite 6
    Streit um „Sandpisten“-Beiträge
    "Die Freien Wähler im Landtag drängen auf die Abschaffung. Scharfe Kritik an Beermann-Bericht über die Höhe der Kosten. Von Igor Göldner
    Potsdam. In Brandenburg wird eine mögliche Erstattung von Erschließungsbeiträgen für sogenannte Sandpisten durch das Land weiter heftig diskutiert. Die Freien Wähler legten am Dienstag ihren angekündigten Gesetzentwurf vor. Danach sollen für Straßen, die zu DDR-Zeiten als Sandstraßen erschlossen und ortsüblich genutzt wurden, keine Erschließungsbeiträge erhoben werden. Ende August wird sich der Landtag damit befassen – die rot-schwarz-grüne Koalition ist gegen die Pläne.

    Doch was würde eine Übernahme der Beiträge das Land kosten? Darüber ist ein heftiger Streit entbrannt. Anlass ist ein von Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) vorgelegter Bericht über die Kosten für die sogenannten Erschließungsbeiträge. Das Ministerium errechnete eine erkleckliche Summe, die fällig wäre: vier Milliarden Euro. Auf das Jahr gerechnet kämen auf das Land 200 Millionen Euro zu.

    Die Freien Wähler halten die Summe für viel zu hoch und vermuten dahinter auch politische Motive. Da werde mit astronomischen Zahlen hantiert, um letztlich „ein Totschlagargument“ gegen die Übernahme der Beiträge zu haben, meinte Fraktionschef Peter Vida, dessen Stellungnahme zum kritisierten Beermann-Bericht fast genauso lang ist wie dieser selbst.

    In dem fünfseitigen Bericht des Ministeriums an den zuständigen Fachausschuss im Landtag, der der MAZ vorliegt, wird von insgesamt 4000 Kilometern unbefestigter Wege („Sandpisten“) ausgegangen. Die durchschnittlichen Kosten für die Herstellung von einem Meter Standardstraße werden mit 965 Euro angegeben. So kommt das Ministerium auf die vier Milliarden Euro.

    Auf die 4000 Kilometer kommen die Autoren des Berichts über eine Umfrage des Städte- und Gemeindebundes. Die fragten bei den 417 Gemeinden im Land nach, wie viele Sandpisten-Kilometer diese haben. 227 meldeten sich zurück, das ist gut die Hälfte (54,4 Prozent). Die gemeldeten Straßenkilometer belaufen sich auf 2189 Kilometer. Das Ministerium rechnete die Zahl dann auf 4000 Kilometer hoch.

    „Das ist extrem unseriös“, sagte Fraktionschef Vida. Es reiche nicht aus, sich nur auf Angaben der Hälfte der Gemeinden zu beziehen. Damit werde der Flächenfaktor der Gemeinden außer Acht gelassen. Kalkuliert werde überdies mit einer pauschalen 100-prozentigen Kostenübernahme durch das Land. Dabei werde aber der Kostenanteil der Gemeinden nicht berücksichtigt, der teils auf bis zu 50 Prozent gesenkt worden sei. Dadurch sei die Berechnung „grob falsch“. Es sei überdies „lebensfremd“ anzunehmen, dass die Gemeinden jede Stichstraße, jeden Feldweg und jede Sackgasse würden ausbauen wollen. Dadurch würden die 4000 Kilometer jeder Grundlage entbehren, betonte Vida.

    Der Bericht widerspreche überdies einer Erhebung des Innenministeriums aus dem Jahr 2018. Danach seien jährlich durchschnittlich 14,4 Millionen Euro an Beiträgen zur Erschließung von Straßen festgesetzt worden. Vidas Fazit: Die Zahl von vier Milliarden Euro sei „extrem unseriös“.

    Das Ministerium erklärte auf Nachfrage der MAZ, dass dem Bericht aus 2018 ein anderes Herangehen zugrunde gelegen habe. Dort seien die tatsächlich festgesetzten Erschließungsbeiträge ermittelt worden. In der jetzigen Abfrage sei es um den Gesamtbestand vorhandener, noch nicht erstmalig hergestellter „Sandpisten“ gegangen, so Sprecherin Katharina Burkardt.

    Die Freien Wähler gehen von einer jährlichen Gesamtbelastung von 25 Millionen Euro durch das Land aus. Diese Summe könnte trotz der Corona-Krise und der geringeren Einnahmen zur Verfügung gestellt werden. Wie bereits angekündigt, würden die Freien Wähler im Fall der Ablehnung des Gesetzentwurfs eine neue Volksinitiative starten.

    Die letzte hatte durchschlagenden Erfolg: Anfang 2019 legten die Freien Wähler 108 000 Unterschriften für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge vor. Die rot-rote Koalition lenkte ein und schaffte die Beiträge für den Ausbau oder die Instandhaltung von bereits erschlossenen Straßen ab.

    Die sogenannten Sandpisten zählen dagegen nicht als bereits erschlossene Straßen. Im Wahlkampf hatte sich neben den Freien Wählern auch die CDU für eine Abschaffung dieser Erschließungsbeiträge ausgesprochen. In den Kenia-Verhandlungen fiel eine Abschaffung indes unter den Tisch.

    CDU-Fraktionschef Jan Redmann sagte, das Land sei „coronabedingt“ in einer besonderen Haushaltssituation. Eine Übernahme der Kosten in einer Höhe von 200 Millionen Euro pro Jahr sei „nicht darstellbar“. Auch die SPD lehnt eine Abschaffung ab. Fraktionschef Erik Stohn sagte, es gebe dazu keine Verabredung in der Koalition."

  • Petition in Zeichnung - Wer sponsert für die Aktion am 23.09.2020 bzw. Bedarf/Interesse an Protesttafeln für den Gartenzaun

    at 11 Aug 2020 15:13

    Wer sponsert für die Aktion am 23.09.2020 bzw. Bedarf/Interesse an Protesttafeln für den Gartenzaun

    Werte Unterstützer,
    zum einen habe ich die Frage ob es weiterhin Bereitschaft gibt, finanzielle Unterstützung zu leisten für den Ablauf/die Umsetzung der Aktion am 23.09.2020 vor dem Landtag?
    Bitte bei mir melden.

    Zum anderen möchte ich nach einem Beispiel aus einem anderen BL anregen, Protesttafeln "KOSTET MICH" wie auf dem Foto gezeigt, aller Orten an den Zäunen durch die Anlieger anzubringen. Jeder Vorbeifahrende, allen voran die Gemeindevertreter, müssen immer daran erinnert werden, was das Landesrecht den Bürgern zumutet u. sie fragen lassen was sie dagegen getan haben! Für im Ort lebende MdL wäre es auch die lebendigste Form täglichen Protestes.
    Auf der Tafel kann auch der geschätzte (nach Überschlagsrechnung) Kotenwert eingetragen werden.
    So in etwa:
    „ DIESE
    STRASSE
    KOSTET
    MICH/UNS
    ca. ___ €
    Straßenbau- Erschließungsbeiträge
    nach § 127 BauGB abschaffen ! "

    Von der Fa. Druckherr in Teltow habe ich ein Angebot vorliegen.
    Nur eine Sammelbestellung lässt die Kosten erträglich werden.
    - 1 Stück 37,86 €
    - bei 10 Stück 8, 24 €
    - bei 100 Stück 4,40 €
    - ab 1.000 Stück 3,48 €

    Also bitte umgehend melden, damit wir ein Meinungsbild haben und uns dann überlegen wie eine pragmatische Umsetzung möglich wird.

    Beste Grüße
    Roland Skalla

Help us to strengthen citizen participation. We want your petition to get attention and stay independent.

Donate now

openPetition international