12.07.2026, 19:28
Der Bundestag hat am 10. Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen.
Gemeinsam mit physiotherapeutischen Berufsverbänden, Logopäden, anderen Heilmittelerbringern und Patientenorganisationen haben wir das Gesetzgebungsverfahren intensiv begleitet. Unser Ziel war es, den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Bundestags deutlich zu machen, dass die geplanten Kürzungen die Versorgung verschlechtern, ohne das eigentliche Finanzproblem zu lösen.
Der größte Teil der Finanzierungslücke – rund 12 von 15 Milliarden Euro – entsteht, weil die Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger als versicherungsfremde Leistung nicht aus Steuermitteln finanziert werden. Statt dieses Problem anzugehen, werden Heilmittelerbringer zur Kasse gebeten.
Gemeinsam konnten wir uns mit vielen Organisationen vernetzen, darunter der VPT, pt Zeitschrift für PHYSIOTHERAPEUTEN, das Bündnis Zukunft Therapieberufe sowie der RheumaLiga, der Deutsche Schlaganfallhilfe und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Außerdem haben wir die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Karlsruhe persönlich angeschrieben und unsere Argumente vorgetragen.
Ihre Unterschriften haben dabei einen entscheidenden Unterschied gemacht. Sie haben gezeigt, dass dieses Thema viele Menschen bewegt. Dass binnen weniger Wochen eine ungewöhnlich hohe Zahl an Unterstützern zusammenkam, hat unseren Stimmen Gewicht verliehen und dazu beigetragen, dass Verbände und Patientenorganisationen die geplanten Kürzungen mit Nachdruck im Gesundheitsausschuss und in der Öffentlichkeit kritisiert haben.
Trotzdem hat der Bundestag beschlossen, die Kürzungen beizubehalten. Betroffen sind unter anderem Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und weitere Heilmittelerbringer. Auch die Streichung der versorgungsbezogenen Pauschale bei der Blankoverordnung bleibt bestehen, obwohl eine Evaluation dieser Verordnungsart noch nicht stattfinden konnte, sondern bewußt erst für 2028 geplant ist.
Das ist ein Rückschlag – aber kein Ende. Das eigentliche Finanzierungsproblem bleibt ungelöst.
Deshalb ist absehbar, dass bereits im nächsten Jahr erneut über Einschnitte im Gesundheitswesen diskutiert wird. Solange die Hauptursache der Finanzierungslücke nicht beseitigt wird, werden immer wieder Kürzungen zulasten der Versorgung vorgeschlagen werden.
Deshalb machen wir weiter. Helfen Sie mit, die Petition noch bekannter zu machen. Jede zusätzliche Unterschrift stärkt unsere Position für die kommende politische Debatte. Vernetzen Sie sich gern mit uns auf LinkedIn (Link linkedin.com/in/barbara-höß-b632123a0). Gemeinsam mit Berufsverbänden und Patientenorganisationen wollen wir das Thema im politischen Bewusstsein halten und weiter für eine nachhaltige Finanzierung der Gesundheitsversorgung eintreten.
Sie können ganz konkret helfen: Drucken Sie diese Petition mit dem QR-Code aus und hängen Sie ihn – mit Zustimmung der Verantwortlichen – in Ihrer Praxis, Ihrem Sportverein, Yoga- oder Tanzstudio, im Pflegeheim oder an anderen geeigneten Orten aus. So können viele weitere Menschen von der Petition erfahren und sie unterstützen.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass dieses Thema nicht von der politischen Agenda verschwindet.