Drohende Versorgungslücken in der Physiotherapie verhindern

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

3.741 Unterschriften

12 %
3.665 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet 08.05.2026
  2. Sammlung noch > 3 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Die geplante Heilmittel-Kürzung gefährdet die Behandlung von Patientinnen und Patienten.

Im Mai und Juni 2026 sollen Kürzungen in der gesetzlichen Krankenkasse beschlossen werden, die die Physiotherapie betreffen. Die geplanten Maßnahmen gefährden die Existenz von Praxen und damit die Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland.

Zur Sicherung einer stabilen Patientenversorgung fordern wir, die Kürzungen für Physiotherapie aus dem Gesetzespaket zu streichen. Insbesondere darf die Vergütungsanpassung NICHT wieder an die Grundlohnsumme angebunden werden, sondern muss sich an die reale Steigerung der Kosten orientieren. Zudem fordern wir, dass an der Vergütung der Blankoverordnung keine Streichungen vorgenommen werden.

Begründung

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sind unverzichtbare medizinische Leistungen – etwa nach Schlaganfällen, Operationen, Unfällen oder bei chronischen Schmerzen sowie zur Förderung der kindlichen Entwicklung.

Das Sparpaket des Gesundheitsministeriums belastet diese ohnehin niedrig vergüteten Berufsgruppe zusätzlich.

Schon heute leiden viele Praxen unter massiv steigenden Kosten (Miete, Energie, Personal, ..), Fachkräftemangel und fehlendem Nachwuchs sowie wirtschaftlichem Druck. Dennoch ist geplant, die Vergütungen praktisch einzufrieren beziehungsweise zu kürzen. Das verschärft die Krise eines Berufsstandes, der bereits jetzt massive Nachwuchsprobleme hat.

Denn:

  • Physio-, Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden finanzieren ihre Ausbildung häufig selbst (und starten dann z.B. im Vergleich zu einem Bank-Azubi, der vom ersten Ausbildungstag an eine Vergütung erhält, mit einem Defizit von ca. 59.000 € in den Beruf)
  • müssen auch notwendige Zusatzqualifikationen selbst bezahlen
  • die Vergütung durch die Krankenkassen bleibt dennoch weit hinter Verantwortung und Aufwand zurück.

In den kommenden Jahren gehen zehntausende Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in den Ruhestand. Da Nachwuchs fehlt, nimmt damit der Fachkräftemangel weiter zu. Gleichzeitig steigt der Bedarf an therapeutischer Versorgung durch die Alterung der Bevölkerung kontinuierlich.

Die Folgen wären unmittelbar spürbar:

  • Praxisschließungen
  • weniger Therapieangebote
  • noch längere Wartezeiten
  • und eine schlechtere Versorgung insbesondere älterer und chronisch kranker Menschen.

Kürzungen bei den Heilmitteln sind in dieser Situation gesundheitspolitisch unverantwortlich.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Barbara Höß, Karlsruhe
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.05.2026
Sammlung endet: 20.07.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • Die erste Lesung zum GKV-Beitragsstabiliserungs-Gesetz hat Ende letzter Woche stattgefunden - und leider keine Annäherung der Positionen gebracht. Grundtenor ist weiterhin "Sparen mit dem Rasenmäher bei allen gleich". Damit werden die geplanten Einsparungen, die im Bereich der Physiotherapie die Vergütung und damit auch die Gehälter klar begrenzen, immer wahrscheinlicher.

    Schaffen wir es, dass alle hier aktiv werden und weitere Unterschriften generieren

    • über die sozialen Medien
    • über aktive Motivation zu Unterschrift bei allen Menschen im eigenen Umfeld
    • mit 1/2 - 1 Stunden aktivem Unterschriften-Sammeln z.B. in der Fußgängerzone oder vor dem Supermarkt
    • aktives Sammeln von Unterschriften z.B. im eigenen Verein
    • ???

    so dass die Petition eine Chance bekommt, noch beachtet zu werden?
    Es geht um den Erhalt der Versorgung von Patienten mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie...

  • Am 11.06., vormittags, wird im Bundestag über die Gesundheitsreform beraten.

    Das hat für m 11.06., vormittags, wird im Bundestag über die Gesundheitsreform beraten.
    Um deutlich zu machen, mit welchen Auswirkungen durch die geplanten Kürzungen im Bereich der Heilmittel zu rechnen ist, hat das Therapiebündnis (buendnis-zukunft-therapieberufe.de) eine Demonstration initiiert,
    Am 11.06. demonstrieren Therapeut:innen und Patient:innen ab 11 Uhr in Berlin vor dem Reichstag.
    Mitgebrachte Pezzibälle werden symbolisieren, wie der Heilmittel-Versorgung mit den geplanten Kürzungen die Luft ausgeht.

    Wer nicht nach Berlin kann, kann die Aktion mit einem Post auf sozialen Medien unterstützen:
    "Macht ein Foto oder Video von Euch mit einem Fingerzeig nach Berlin oder
    mit einem Schild oder Wegweiser in der Hand, auf dem die Kilometerzahl vom eigenen Standort bis nach Berlin steht.

    Therapiebündnis (buendnis-zukunft-therapieberufe.de)

    Und auch eine Unterschrift kann weiter dazu beitragen, ein Zeichen zu setzten.

  • 2.500 Unterschriften erreicht - das ist SUPER! Die Verhandlungen laufen in die Endphase, daher wird es von Tag zu Tag wichtiger, dass wir uns schnell "vermehren". Ziel für´s Wochenende: Wenn jede:r am Wochenende mindestens 3 Unterstützer mit in´s Boot holt, starten wir mit über 10.000 in die neue Woche. In diesem Sinn ein schönes und begegnungsreiches Wochenende - und machen einen guten Start in den Urlaub.

Viele der Einsparungen im Gesetzespaket mögen sinnvoll sein, z.B. Teilarbeitsunfähigkeit oder Verhinderung unnötiger Knieprothesen-Operationen. Anders die Kürzungen bei den Physiotherapeuten: Der Schwund an Physiotherapeuten betrifft uns als Patienten besonders: Knieoperationen sind selten – Physiotherapie ist circa 1.000 mal häufiger notwendig als eine Knieprothese (250 Mio. Physiotherapiebehandlungen pro Jahr in 2024 gegenüber gegenüber 0,2 Mio Knieprothesen). Statistik: AOK und Dt. Ärzteblatt

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Ich bin Physiotherapeutin und sehe täglich die Versorgungslücken

Leistungen sollen im Sinne der Patienten erhalten bleiben

Ich bin selbst Physiotherapeutin und habe schon jetzt ein zweites berufliches Standbein, weil der Physiojob finanziell nicht ausreicht. Wird der Beruf der Physiotherapeutin noch unattraktiver, werde ich dem Gesundheitswesen den Rücken kehren, auch wenn noch 30 Berufsjahre vor mir liegen

Ein vielseitiges Gesundheitsystem mit Möglichkeiten jenseits der Schulmedizin finde ich wichtig.

Die Versorgungsituation ist jetzt schon schwierig genug, mit den Kürzungen wird an den falschen Stellen gespart

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