Region: Germany

Drohende Versorgungslücken in der Physiotherapie verhindern

Petition is addressed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

4,210 Signatures

14 %
4,125 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 08/05/2026
  2. Time remaining > 9 months
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Petition addressed to: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Die geplante Heilmittel-Kürzung gefährdet die Behandlung von Patientinnen und Patienten.

Im Mai und Juni 2026 sollen Kürzungen in der gesetzlichen Krankenkasse beschlossen werden, die die Physiotherapie betreffen. Die geplanten Maßnahmen gefährden die Existenz von Praxen und damit die Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland.

Zur Sicherung einer stabilen Patientenversorgung fordern wir, die Kürzungen für Physiotherapie aus dem Gesetzespaket zu streichen. Insbesondere darf die Vergütungsanpassung NICHT wieder an die Grundlohnsumme angebunden werden, sondern muss sich an die reale Steigerung der Kosten orientieren. Zudem fordern wir, dass an der Vergütung der Blankoverordnung keine Streichungen vorgenommen werden.

Reason

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sind unverzichtbare medizinische Leistungen – etwa nach Schlaganfällen, Operationen, Unfällen oder bei chronischen Schmerzen sowie zur Förderung der kindlichen Entwicklung.

Das Sparpaket des Gesundheitsministeriums belastet diese ohnehin niedrig vergüteten Berufsgruppe zusätzlich.

Schon heute leiden viele Praxen unter massiv steigenden Kosten (Miete, Energie, Personal, ..), Fachkräftemangel und fehlendem Nachwuchs sowie wirtschaftlichem Druck. Dennoch ist geplant, die Vergütungen praktisch einzufrieren beziehungsweise zu kürzen. Das verschärft die Krise eines Berufsstandes, der bereits jetzt massive Nachwuchsprobleme hat.

Denn:

  • Physio-, Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden finanzieren ihre Ausbildung häufig selbst (und starten dann z.B. im Vergleich zu einem Bank-Azubi, der vom ersten Ausbildungstag an eine Vergütung erhält, mit einem Defizit von ca. 59.000 € in den Beruf)
  • müssen auch notwendige Zusatzqualifikationen selbst bezahlen
  • die Vergütung durch die Krankenkassen bleibt dennoch weit hinter Verantwortung und Aufwand zurück.

In den kommenden Jahren gehen zehntausende Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in den Ruhestand. Da Nachwuchs fehlt, nimmt damit der Fachkräftemangel weiter zu. Gleichzeitig steigt der Bedarf an therapeutischer Versorgung durch die Alterung der Bevölkerung kontinuierlich.

Die Folgen wären unmittelbar spürbar:

  • Praxisschließungen
  • weniger Therapieangebote
  • noch längere Wartezeiten
  • und eine schlechtere Versorgung insbesondere älterer und chronisch kranker Menschen.

Kürzungen bei den Heilmitteln sind in dieser Situation gesundheitspolitisch unverantwortlich.

Thank you so much for your support, Barbara Höß, Karlsruhe
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 05/08/2026
Collection ends: 05/07/2027
Region: Germany
Topic: Health

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News

  • Der Bundestag hat am 10. Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. 
    Gemeinsam mit physiotherapeutischen Berufsverbänden, Logopäden, anderen Heilmittelerbringern und Patientenorganisationen haben wir das Gesetzgebungsverfahren intensiv begleitet. Unser Ziel war es, den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Bundestags deutlich zu machen, dass die geplanten Kürzungen die Versorgung verschlechtern, ohne das eigentliche Finanzproblem zu lösen.
    Der größte Teil der Finanzierungslücke – rund 12 von 15 Milliarden Euro – entsteht, weil die Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger als versicherungsfremde Leistung nicht aus Steuermitteln finanziert werden. Statt dieses Problem anzugehen, werden Heilmittelerbringer zur Kasse gebeten.
    Gemeinsam konnten wir uns mit vielen Organisationen vernetzen, darunter der VPT, pt Zeitschrift für PHYSIOTHERAPEUTEN, das Bündnis Zukunft Therapieberufe sowie der RheumaLiga, der Deutsche Schlaganfallhilfe und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Außerdem haben wir die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Karlsruhe persönlich angeschrieben und unsere Argumente vorgetragen.
    Ihre Unterschriften haben dabei einen entscheidenden Unterschied gemacht. Sie haben gezeigt, dass dieses Thema viele Menschen bewegt. Dass binnen weniger Wochen eine ungewöhnlich hohe Zahl an Unterstützern zusammenkam, hat unseren Stimmen Gewicht verliehen und dazu beigetragen, dass Verbände und Patientenorganisationen die geplanten Kürzungen mit Nachdruck im Gesundheitsausschuss und in der Öffentlichkeit kritisiert haben.
    Trotzdem hat der Bundestag beschlossen, die Kürzungen beizubehalten. Betroffen sind unter anderem Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und weitere Heilmittelerbringer. Auch die Streichung der versorgungsbezogenen Pauschale bei der Blankoverordnung bleibt bestehen, obwohl eine Evaluation dieser Verordnungsart noch nicht stattfinden konnte, sondern bewußt erst für 2028 geplant ist.

    Das ist ein Rückschlag – aber kein Ende. Das eigentliche Finanzierungsproblem bleibt ungelöst. 
    Deshalb ist absehbar, dass bereits im nächsten Jahr erneut über Einschnitte im Gesundheitswesen diskutiert wird. Solange die Hauptursache der Finanzierungslücke nicht beseitigt wird, werden immer wieder Kürzungen zulasten der Versorgung vorgeschlagen werden.
    Deshalb machen wir weiter. Helfen Sie mit, die Petition noch bekannter zu machen. Jede zusätzliche Unterschrift stärkt unsere Position für die kommende politische Debatte. Vernetzen Sie sich gern mit uns auf LinkedIn (Link linkedin.com/in/barbara-höß-b632123a0). Gemeinsam mit Berufsverbänden und Patientenorganisationen wollen wir das Thema im politischen Bewusstsein halten und weiter für eine nachhaltige Finanzierung der Gesundheitsversorgung eintreten.
    Sie können ganz konkret helfen: Drucken Sie diese Petition mit dem QR-Code aus und hängen Sie ihn – mit Zustimmung der Verantwortlichen – in Ihrer Praxis, Ihrem Sportverein, Yoga- oder Tanzstudio, im Pflegeheim oder an anderen geeigneten Orten aus. So können viele weitere Menschen von der Petition erfahren und sie unterstützen.
    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass dieses Thema nicht von der politischen Agenda verschwindet.

  • Die erste Lesung zum GKV-Beitragsstabiliserungs-Gesetz hat Ende letzter Woche stattgefunden - und leider keine Annäherung der Positionen gebracht. Grundtenor ist weiterhin "Sparen mit dem Rasenmäher bei allen gleich". Damit werden die geplanten Einsparungen, die im Bereich der Physiotherapie die Vergütung und damit auch die Gehälter klar begrenzen, immer wahrscheinlicher.

    Schaffen wir es, dass alle hier aktiv werden und weitere Unterschriften generieren

    • über die sozialen Medien
    • über aktive Motivation zu Unterschrift bei allen Menschen im eigenen Umfeld
    • mit 1/2 - 1 Stunden aktivem Unterschriften-Sammeln z.B. in der Fußgängerzone oder vor dem Supermarkt
    • aktives Sammeln von Unterschriften z.B. im eigenen Verein
    • ???

    so dass die Petition eine Chance bekommt, noch beachtet zu werden?
    Es geht um den Erhalt der Versorgung von Patienten mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie...

Viele der Einsparungen im Gesetzespaket mögen sinnvoll sein, z.B. Teilarbeitsunfähigkeit oder Verhinderung unnötiger Knieprothesen-Operationen. Anders die Kürzungen bei den Physiotherapeuten: Der Schwund an Physiotherapeuten betrifft uns als Patienten besonders: Knieoperationen sind selten – Physiotherapie ist circa 1.000 mal häufiger notwendig als eine Knieprothese (250 Mio. Physiotherapiebehandlungen pro Jahr in 2024 gegenüber gegenüber 0,2 Mio Knieprothesen). Statistik: AOK und Dt. Ärzteblatt

No CONTRA argument yet.

Why people sign

Zu unterschiedlichen Zeiten meines Lebens war ich auf Physiotherapie angewiesen und jedes Mal half es mir sehr, wieder zu gesunden. Übrigens auch Craniosakrale Therapie, für deren Kosten ich selbst aufkam.
Viele Physiotherapeuten arbeiten gut und kompetent.

Eine Therapie ist für das Gesundheitssystem sogar langfristig günstiger, denn mit der Therapie kann auch Operationen vorgebeugt werden.
Und für die kindliche Entwicklung bei Einschränkungen ist es unabdingbar. Andernfalls belastet wir ggfs. das soziale System in der Zukunft mehr als notwendig.
Und dann dreht sich die Spirale wieder weiter.

Weil ich selber betroffen bin

Es wird immer mehr von der Regierung gestrichen, daß kann nicht sein,es ist notwendig

Weil ich auch weiterhin die Gewährleistung haben will gut versorgt zu sein als chronisch Kranke!
Wenn ich meine Physiotherapeutin nicht hätte wären die Kosten für die Krankenkasse weit höher für mich.
Warum macht man es den Physiotherapeuten so schwer zumal sie sowieso total unterbezahlt sind.wo sie soviel Gutes tun!
Denjenigen die das alles beschließen wünsche ich einen Hexenschuss nach dem anderen. Und keine Physiotherapeutin in der Nähe!

Inge Becker

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