31.01.2026, 16:28
Liebe Unterstützer*innen,
den Trassenwald gibt es nicht mehr.
Noch bevor die beim OVG Lüneburg anhängigen Klagen behandelt worden sind, wurde komplett gerodet.
Waren wir zu wenige und/oder zu spät? Wahrscheinlich vor allem letzteres: Beim "HAZ Klimatalk" vom 26.1. (klimaschutz-hannover.de/vertrauen-im-fokus/) antwortete Frau Bielfeldt von der IHK Hannover: "Am Südschnellweg wird gebaut wie im Dialogforum besprochen, und am Westschnellweg läuft das Dialogforum zur Zeit". Die Protokolle vom Südschnellweg würden uns interessieren. Das war jedenfalls lang her, vor Corona und vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (April 2021), in dem die Rechte zukünftiger Generationen auf ein erträgliches Klima bestätigt wurden! Bürger- bzw. Verbändebeteiligung hin- oder her, der Souverän, das Volk, und die Legislative, unsere Volksvertreter*innen müssten doch auf neuere Erkenntnisse reagieren können bevor Bäume gefällt und Tiere vertrieben oder zermalmt werden!?!
Tiere zermalmt? Ja, Sie und Ihr habt richtig gelesen: Auf www.youtube.com/shorts/6dqKbhn0zy0 ist zu sehen, wie der Boden durch Kettenfahrzeuge zerwühlt und verdichtet worden ist. Von den Fröschen, Kröten und Molchen, die hier im Waldboden überwintert hatten, weil die Amphibienzäune zu spät und nicht korrekt errichtet wurden, sind wohl nur noch zerbrochene Knochen übrig geblieben (www.youtube.com/watch?v=xclz-M48v_c ab 5:20). Da nutzt es leider wenig , dass die Untere Naturschutzbehörde (UNB, die bei der Region Hannover angesiedelt ist), als "Kompromiss" mit der Landesstraßenbaubehörde ausgehandelt hatte, dass die Baumstümpfe erst im April (nach Beginn der Krötenwanderung) gerodet werden. Welche Amphibien sollen da noch wandern? Wie sehr wurde die Population am Dreiecksteich nördlich des Südschnellwegs wohl dezimiert?
Jetzt bleibt uns, die beiden Kleingärtner*innen weiter zu unterstützen, die demnächst enteignet werden sollen, wobei eine eine Klage beim OVG Lüneburg eingereicht hat, die noch nicht behandelt worden ist.
Und wir können gemeinsam trauern, was wir zunächst am morgigen Sonntag bei einer Mahnwache mit Kerzen tun wollen, und wer mag, kann eigene Kerzen (am besten mit Glas als Windschutz) mitbringen. Darüber hinaus planen wir, am Valentinstag, 14.2. einen Trauermarsch und/oder eine interreligiöse Trauerandacht auf dem Südschnellweg zu machen um Liebe und Dankbarkeit für die Natur auszudrücken. Gewünscht wurde auch ein Achtsamer Trauerspaziergang in der Innenstadt. Wer uns bei der Vorbereitung unterstützen möchte, melde sich gerne bei info@klimaschutz-am-suedschnellweg.de oder unter "Frage an den Petenten". Weitere Informationen auch auf www.klimaschutz-am-suedschnellweg.de und auf www.youtube.com/watch?v=asoUdnbgGFY.
Ansonsten: Haltet zusammen, tanzt Euren Schmerz weg (wie wir es heute in einer kleinen Gruppe getan haben), folgt uns auf www.instagram.com/klimaschutzamsuedschnellweg/, bildet Banden, seid solidarisch, unterstützt den Pilger und/oder uns!
Traurige aber solidarische Grüße