07.09.2026, 12:03
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ein erster Etappensieg! Das Schaffen irreversibler Maßnahmen an der Brücke in der Rennbahnallee und das mögliche Ende der Straßenbahnverbindung zum Neuen Friedhof sind erst einmal gestoppt!
Am 03.07.2026 beantragte das Tiefbauamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock den Verzicht auf Planfeststellung und Plangenehmigung. Zur Öffentlichkeitsbeteiligung heißt es im Antrag:
„Die Öffentlichkeitsbeteiligung innerhalb der Hanse- und Universitätsstadt Rostock erfolgte anstelle der öffentlichen Auslegung mittels Diskussion des Vorhabens in Ortsbeiräten, Ausschüssen und der Bürgerschaft. Es gibt mehrere Bürgerschaftsbeschlüsse der Bürgerschaft Rostock zur Maßnahme. Eine weitergehende Öffentlichkeitsbeteiligung ist in der Stadt Rostock nicht üblich und aufgrund der Größenordnung des Vorhabens auch nicht notwendig.“
Vier Tage später, am 07.07.2026 entschied das Straßenbauamt Stralsund, dass Planfeststellung und Plangenehmigung entfallen. Die Entscheidung wurde am 07.08.2026 auf der Internetseite rathaus.rostock.de veröffentlicht.
Begründet wurde die Entscheidung unter anderem damit, es handele sich um einen
„Ersatzneubau an gleicher Stelle ohne wesentliche Veränderung der Verkehrsanlage“.
Gerade daran bestehen nach Auswertung der inzwischen vorliegenden Unterlagen erhebliche Zweifel: Mit dem Neubau soll die bestehende Straßenbahninfrastruktur dauerhaft entfallen und der öffentliche Verkehr stattdessen verstärkt durch Busse abgewickelt werden – in einem bereits heute verkehrlich stark frequentierten und erheblich lärmbelasteten Bereich.
Gegen die Entscheidung haben mehrere Anwohner fristgerecht Widerspruch eingelegt und diesen inzwischen umfassend begründet. Nach Mitteilung des Straßenbauamtes entfaltet der Widerspruch aufschiebende Wirkung; die Maßnahme ist bis zur Entscheidung über den Widerspruch gestoppt.
Parallel sind weitere Behörden damit befasst, die Entscheidungen zum Projekt TRAM WEST und das damit verbundene „Aus“ der Straßenbahnverbindung zum „Neuen Friedhof“ zu prüfen.
Entscheidungen einer solch großen Tragweite dürfen nicht allein durch die Bürgerschaft getroffen werden!
Wir kämpfen gemeinsam – für alle Generationen, für unsere Umwelt, für die Zukunft und für eine starke Stadt.
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