Region: Rostock

Erhalt der Tram-Linie bis Rostock Neuer Friedhof

Petition richtet sich an
Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger

3.260 Unterschriften

Sammlung beendet

3.260 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 24.02.2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 23.08.2026
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger

Die Rostocker Straßenbahn AG plant zusammen mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, die Tram-Linie zur Haltestelle „Neuer Friedhof“ durch Bus-Verbindungen zu ersetzen. Mit dem Neubau der Brücke Rennbahnallee, welcher ab Herbst 2026 beginnen soll, soll es keine Straßenbahnüberführung mehr geben und die Tram-Linienführung zwischen „Rostocker Zoo“ und „Neuer Friedhof“ entfallen.
 
Unterstützen Sie die Petition und fordern Sie die Entscheidungsträger auf, eine Neubetrachtung des Angebotes der Straßenbahnverbindung zum „Neuen Friedhof“ durch die RSAG sowie eine Neubetrachtung zur Planung des Brückenbauprojektes Rennbahnallee aufgrund oben genannter Gesichtspunkte vorzunehmen.

Begründung

Die Rostocker Straßenbahn AG plant zusammen mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, die Tram-Linie zur Haltestelle „Neuer Friedhof“ durch Bus-Verbindungen zu ersetzen. Mit dem Neubau der Brücke Rennbahnallee, welcher ab Herbst 2026 beginnen soll, soll es keine Straßenbahnüberführung mehr geben.
 
Dabei stützt sich die Hanse- und Universitätsstadt Rostock in ihrer Entscheidung und Bauplanung auf frühere Fahrgasterhebungen und Statistiken. Diese Statistiken sind alte Statistiken welche vor zig Jahren erhoben wurden. Sie spiegeln nicht die aktuelle Nutzung wider! So erreichte uns in Deutschland im Januar 2020 die COVID-19-Pandemie, welche über einige Jahre andauerte. Während dessen haben viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr gemieden. Es dauerte, bis die Fahrgastzahlen wieder auf Vor-Corona-Niveau gestiegen sind. Zudem hat sich baulich im Umfeld des neuen Friedhofs viel getan.
 
So wurde das neue Wohngebiet „Kiefernweg“ mit 228 Parzellen vollkommen neu erschlossen. Neben den vielen Neubauten befinden sich weitere Gebäude wie beispielsweise eine Kindertagesstätte im Bau. Zahlreiche Lückenbebauungen im Umfeld des Wohngebiets „Kiefernweg“ und „Fichtenweg“ bringen neue, potenzielle Fahrgäste. Auch die Randgemeinde Kritzmow erfreut sich an immer mehr Beliebtheit, wächst stetig und entwickelt sich rasant weiter. Auch hier ist neue Wohnbebauung geplant.
 
Geht man am Wochenende durch die genannten Wohngebiete, stellt man fest, dass viele junge Familien hierhergezogen sind. Diesen Familien und deren Nachkömmlinge sollte man „grüne Verkehrsmittel“ anbieten!
 
Die Politik und den Entscheidungsträgern muss bewusst werden, dass öffentlicher Nahverkehr kein Profitgeschäft ist und es auch nie werden kann! Öffentlicher Nahverkehr muss komfortabel für alle Bürgerinnen und Bürger der Universitäts- und Hansestadt Rostock sowie den Randgemeinden sein und bleiben! Nur so kann es gelingen, noch mehr Fahrgäste von den Leistungen des ÖPNV zu überzeugen, damit diese vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.
 
Aktuell bietet die Tram-Linie eine barrierefreie, direkte Anbindung von der Innenstadt zum größten Friedhof der Stadt, welcher noch Erweiterungspotenzial besitzt. Zudem ist die Tram für mobilitätseingeschränkte Personen im Vergleich zu einem Bus wesentlich komfortabler und aus Verkehrssicht vorteilhaft.
 
Der direkte Umsteigepunkt „Neuer Friedhof“ ermöglicht es Schülerinnen und Schüler sowie die berufstätige Bevölkerung insbesondere im Berufsverkehr die Stadtteile sowie den Umsteigepunkt „Parkstraße“ ohne weiteres umsteigen und ohne große Zeitverzögerung mit der Tram zu erreichen.
 
Mit der neuen, geplanten „West-Tangente“ bestehe bei Erhalt der Haltestelle „Neuer Friedhof“ zudem auch eine direkte Tram-Anbindung an den Rostocker Nordwesten ohne zusätzliche Umstiege, was wiederum Komfort für die Fahrgäste bedeutet.
 
Zudem wird mit dem Erhalt der Haltestelle „Neuer Friedhof“ auch eine zukünftige Planungsmöglichkeit gewahrt, die Linie aus dem Rostocker Nordwesten durch das Wohngebiet „Kiefernweg“ Richtung Südblick fortzuführen. Hierfür sollen bereits Flächen für die Trasse im Wohngebiet „Kiefernweg“ eingeplant worden sein. Damit wären durchaus schnellere Reisezeiten vom Rostocker Nordwesten über die neue „West-Tangente“ durch „Reutershagen“ zum Park+Ride Parkplatz „Südblick“ möglich.
 
In Anbetracht der Tatsache, dass Rostock in Deutschland mit zu den autoreichsten Städten zählt, sollte es im Interesse aller Entscheidungsträger sowie auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sein, Fahrgäste von der Straße weg und auf die Schiene zu holen. Dies gelingt nicht, wenn historische Verbindungen gestrichen werden!
 
Unterstützen Sie die Petition und fordern Sie die Entscheidungsträger auf, eine Neubetrachtung des Angebotes der Straßenbahnverbindung zum Neuen Friedhof durch die RSAG sowie eine Neubetrachtung zur Planung des Brückenbauprojektes Rennbahnallee aufgrund oben genannter Gesichtspunkte vorzunehmen.
 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Steffen Rex, Kritzmow
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 24.02.2026
Sammlung endet: 23.08.2026
Region: Rostock
Kategorie: Verkehr

Neuigkeiten

Die Straßenbahn ist eine gute und pünktliche Alternative, da sie unabhängig vom Straßenverkehr ist. Das Verkehrsaufkommen in der Satower Straße ist sehr hoch, oft staut es sich von der Thierfelder Straße bis zur Kreuzung Neuer Friedhof zurück.

Vieles hier Gesagte ist für sich richtig, dennoch ist festzuhalten, dass es nicht nur mit einer neuen Brücke getan ist. Wie in der Doberaner Straße und Wismarscher/Parkstraße müssten die gesamten Gleise erneuert werden, was laut Gutachten dreimal so viel wie die Brücke selbst kosten würde. Daher würden die Gesamtkosten heute bei mindestsns 11 Mio. Euro liegen und es stellt sich die Frage, wer diese zusätzlichen Kosten bezahlen soll ...

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